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Tipitaka Khmer

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Zugang zur Einsicht - Schriften aus der Theravada Tradition



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Die traditionslose Tradition verstehen

english Translation: Understanding the traditionless tradition



Wenn heute Westler der buddhistischen Tradition, speziell über populäre Wege, begegnen, werden sie fast einstimmig erklären, daß Buddha nicht sehr viel von Riten und Ritualen hielt, oder aber auch (interessanter Weise) das ganz andere Extrem.

In gewisser Weise scheint es, als wäre er ein Gegner von Traditionen gewesen: „Wer an Traditionen hängt, will Vergänglichkeit nicht verstehen.“ Aber wenn man etwas genauer hinsieht, ist Buddhismus voller Traditionen, ja zielt sogar ab, die Traditionen der Noblen zu transportieren.


Das passt nun ganz und gar nicht in unsere traditionslose Zeit, aber hat diese Zeit wirklich keine Tradition? Oder machte man einfach Traditionslosigkeit zu einer modernen Tradition?


Wie auch immer lag Buddha nicht sehr viel daran Gefallen an dieser oder jeder Tradition zu finden, doch nahm er immer wieder die Gelegenheit war, alten Gepflogenheiten ihren Sinn wiederzugeben, da sie ja nicht aus dem Nichts entstanden sind.


Traditionen sind wie ein Fahrzeug, aber letztlich geht es darum ein Gut (Verständnis) zu transportieren, also hat beides seinen Zweck und Wert. Ohne ein Fahrzeug kommt das Verständnis nicht zur nächsten Generation, und ohne Verständnis hat das Fahrzeug keinen Wert.


Traditionen und das Verständnis, das sie transportieren, sind wie ein einfaches Fuhrwerk, das, wenn man es nicht von Zeit neu wartet, eines Tages nicht mehr nutzbar ist. Zuerst verliert sich das Verständnis, und sobald kein Verständnis mehr transportiert wird, fällt auch der Zweck des Fahrzeuges weg.


Dies ist ein ganz natürlicher Kreislauf in unserer Welt, und von Zeit zu Zeit werden Fahrzeuge von Gelehrten repariert, bis sie eines Tages völlig, in natürlicher Weise, ihren Dienst getan haben, und der Aufwand es zu reparieren zu groß wird.


Wenn nach dem Verständnis auch das Fahrzeug verschwunden ist, leben wir in einer sehr dunklen Zeit und es ist nicht gewiss, daß so schnell wieder ein Fahrzeugbauer in unseren Breiten auftaucht.


Wenn immer da noch Nutzen und Bedarf gesehen wird, Verständnis zu transportieren, wird es immer wieder Leute geben, die die Deichsel schmieren, oder ein paar verbrauchte Teile des Wagens, austauschen oder reparieren. Wenn wir dies aber als Selbstverständlichkeit sehen und alles einfach nur nutzen, werden wir bald merken wie lastvoll es ist, dieses Verständnis nur auf dem eigenen Rücken zu tragen. Das geht natürlich auch einige Zeit und ist auch der Grund, warum uns immer wieder Verständis erreicht, auch wenn weit und breit kein Fahrzeug in Sicht ist. Vereinzelt schleppen es verdienstvolle Menschen an.


Traditionen verschwinden, wenn junge Generationen keinerlei Vertrauen in die alte aufbringen können, und die Alten nicht in der Lage waren (aus welchem Grund auch immer) dem Wagen ein Verständnis als Nutzen zu geben.


So sind wir heute in einer traditionslosen Zeit angelangt - so traditionslos, daß dies zu einer Tradition geworden ist, und da fehlt uns jetzt eigentlich nur die Sinnhaftigkeit dieser traditionslosen Kultur.


Einst traf Buddha einen jungen Mann, der gehetzt und in Eile die Rituale, die ihm sein Vater hinterlassen hatte, durchführte, um sich schnell wieder dem gewohnten Ablauf seines Lebens zu widmen.


Was ist nun der Inhalt bzw. das Verständnis zu diesem Ritual der Rituals- und Brauchtumslosigkeit? Man versucht doch etwas auf gewisse Weise etwas damit zu ehren, sich damit auf ein Vermächtnis zu verlassen, und es weiter betreiben.

Sicherlich bedarf es etwas Kreativität seine eigenen Anhaltspunkte zu finden. Damals waren es für den jungen Mann, den Buddha belehrte, die Himmelrichtungen, die er anbetete. Als Ersatz könnten wir vielleicht fragen, warum wir mit den Himmelrichtungen in Frieden sind, oder sie selbstverständlich im Herzen tragen. Warum neigst du dich nicht in den Osten, Süden, Norden, Westen, zum Boden und zum Zenith?


Hierzu das über 2.500 Jahre alte Sutta, das uns bis heute erreicht hat, und noch immer die Kraft hat uns an Dinge zu erinnern, die wir ja vielleicht schon im Herzen tragen, und wofür wir nur eine Erinnerung brauchen:

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Sigalovada Sutta: Die Lehrrede an den jungen Sigala

Ethik Code der Laien


ins Deutsche laienhaft übersetzt, in Anlehnung an Bhikkhu Narada Theras Übersetzung aus dem Pali.


Das habe ich gehört:


Zu jenem Anlaß lebte der Erhabene im Bambushain, dem Eichhörnchenpark, nahe Rajagaha.


Zu dieser Zeit brach der junge Sigala, der Sohn eines Hausherrn, frühmorgens mit nassem Gewand und nassem Haar von Rajagaha auf, verneigte sich mit gefaltenen Händen in alle Richtungen:  in den Osten, den Süden, den Westen, den Norden, zur Tiefe und zum Zenith.


Diesen Vormittag, sich das Gewand selbst zurechtgemacht, die Almosenschüssel und die Robe genommen, betrat der Erhabene Rajagaha, um Almosen zu erhalten. Nun sah er den jungen Sigala in dieser Weise huldigen und sprach zu ihm folgendes:


„Zu welchem Zwecke, junger Haushälter - frühmorgens aufgestanden, von Rajagaha kommend, mit nassem Gewand und Haar - verneigst du dich mit gefaltenen Händen in alle Richtungen: in den Osten, den Süden, den Westen, den Norden, zur Tiefe und zum Zenith?


“Mein Vater, Herr, sagte dies bevor er starb: 'Die sechs Richtungen, mein lieber Sohn, sollst du ehren.' Und ich, Herr, respektiere, ehre, folge und anerkenne meines Vaters Worte, stehe frühmorgens auf und verlasse Rajagaha mit nassem Gewand und Haar, und verehre mit gefaltenen Händen, diese sechs Richtungen.“


„Es ist nicht darum, junger Haushälter, daß diese sechs Richtungen in der Tugend der Noblen verehrt werden sollten.“


“Wie dann, Herr, sollten die sechs Richtungen in der Tugend der Noblen verehrt werden? Es wäre gut, Herr, wenn der Erhabene mich diese Doktrin lehren würde, um mir zu zeigen wie die sechs Richtungen in der Tugend der Noblen zu verehren sind.“

„Gut, junger Haushälter, höre zu und behalte es gut im Geist, so werde ich sprechen.“ „Sehr gut, Herr“, antwortete der junge Sigala.


Und der Erhabene sprach folgendes:


“So weit, junger Haushälter, ein nobler Schüler (1) die vier grundlegenden Fehlverhalten[1] ausgemerzt hat; (2) soweit er keine ungeschickten Taten in viererlei Weisen begeht, (3) soweit er nicht den sechs Wegen, die zum Vergeuden von Wohlstand führen, folgt, und er so die vierzehn üblen Dinge vermeidet, deckt er die sechs Richtungen ab und betritt den Pfad der zum Siege führt; für beide Welten, diese und jene darüber hinaus. Nach dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, ist er geboren in einer glücklichen, himmlischen Welt.


(1) „Und was sind die vier grundlegenden Fehlverhalten die er ausgemerzt hat? Das Zerstören von Leben, Haushälter, ist ein Wurzelübel und so auch Stehlen, sexuelles Fehlverhalten und Lügen. Dies sind die vier grundlegenden Fehlverhalten, die er ausgemerzt hat.“


So sprach der Erhabene. Und als der Meister dies gesprochen hatte, fuhr er fort:


Töten, stehlen, lügen und sich vergehen, diese vier Untaten der Weise nie preist.


(2) „Auf welche vier Arten begeht einer keine ungeschickten Taten? Geleitet von Begierde, begeht man eine ungeschickte Tat. Geleitet von Hass, begeht man eine ungeschickte Tat. Geleitet von Verwirrung, begeht man ein ungeschickte Tat. Geleitet von Angst, begeht man eine ungeschickte Tat [2]


Aber soweit ein nober Schüler nicht von Begierde, Hass, Verwirrung oder Angst geleitet ist, begeht er keine ungeschickte Tat.“


Töten, stehlen, lügen und sich vergehen, diese vier Untaten der Weise nie preist.


Sollte man, auf welche Art auch immer, durch Begierde, Hass, Angst oder Unwissenheit das Dhamma (Lehre) verletzen, verschwindet jeglicher Glanz. Wie der Mond, der im Abnehmen ist. Wer auch immer durch Begierde, Haß, Angst oder Verwirrung das Dhamma nicht verletzt, dessen Glanz nimmt zu. Wie der Mond, der im Zunehmen ist.


(3) „Welche sind die sechs Wege, die zum Vergeuden von Wohlstand führen, denen er nicht folgt?“


(a) Sich Berauschendem hingeben, welches Betörung und Kopflosigkeit erzeugt;

(b) durch die Staßen ziehen, zu unpassenden Zeiten;

(c) vergnügliche Veranstaltungen frequentieren;

(d) Hingabe in Spiel, das Kopflosigkeit erzeugt;

(e) Beziehungen mit schlechten Gefährten pflegen; 
(f) Hang zur Faulenzerei.


(a) „Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren aus der 'Hingabe zu Berauschendem, welches Betörung und Kopflosigkeit erzeugt':


(i) Verlust von Wohlstand,

(ii) Ansteigen von Problemen,

(iii) Anfälligkeit für Krankheiten,

(vi) schlechte Nachrede verdienen,

(v) schamloses Zeigen des Körpers,

(vi) Schwächung der Intelligenz.


(b) “Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren, aus dem 'durch die Staßen ziehen, zu unpassenden Zeiten':


(i) Man selbst ist ungeschützt und unbewacht,

(ii) Frau und Kinder sind ungeschützt und unbewacht,

(iii) Eigentum ist ungeschützt und unbewacht,

(iv) man ist Ziel für schlechte Taten (von anderen),

(v) man wird zum Gegenstand von üblem Gemunkel,

(vi) man kommt mit vielen Problemen in Kontakt.


(c) “Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren aus dem 'vergnügliche Veranstaltungen frequentieren', so er ständig denkt:


(i) wo ist der Tanz?

(ii) wo ist das Singen?

(iii) wo ist die Musik?

(iv) wo ist das Erzählen?

(v) wo ist das Gespiele der Zimbeln?

(vi) wo spielen die Trommeln auf?


(d) “Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren aus der 'Hingabe in Spiel, das Kopflosigkeit erzeugt':


(i) der Gewinner erzeugt Haß,

(i) der Verlierer trauert dem Verlust von Reichtum nach,

(iii) der Verlust von Wohlstand,

(iv) sein Wort hat keinen Wert vor Gericht,

(v) er wird von seinen Freunden und Gefährten nicht geschätzt,

(vi) er ist nicht gefragt für Partnerschaft, da Leute sagen würden: Er ist ein Spieler und nicht reif sich um eine Frau zu kümmern.


(e) “Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren in 'Beziehungen mit schlechten Gefährten pflegen':


(i) jeder Spieler,

(ii) jeder Schalk,

(iii) jeder Trunkenbold,

(iv) jeder Schwindler,

(v) jeder Betrüger,

(vi) jeder Schläger, wird zum Freund und Kameraden.


(f) “Da sind, junger Haushälter, diese sechs Gefahren im 'Hang zur Faulenzerei':


„Er arbeitet nicht und sagt:


(i) das es zu kalt ist

(ii) das es zu heiß ist

(iii) das es zu spät am Abend ist

(iv) das es zu früh am Morgen ist

(v) das er zu hungrig ist

(vi) das er zu angegessen ist.


„In dieser Weise lebend läßt er viele Pflichten ungetan, neuer Wohlstand kommt ihm nicht auf, und alter Wohlstand, den er angehäuft hat, verfließt.“


So sprach der Erhabene. Und als der Meister dies gesprochen hatte, fuhr er fort:


“Ist einer Trinkkumpane, so sagt er ‘Freund, Freund’ einem ins Gesicht; ist einem Freund und hilft nur dann, wenn es nützlich für ihn selbst ist.


„Schlafen gar bis zum Morgenrot, Seitensprung, Jähzornigkeit, Böswilligkeit, schlechte Gefährten, Habgier – das sind die sechs Grunde für eines Mannes Ruin.


„Ein Mann, der schlechte Kameraden und Freunde hat, kommt den schlechten Wegen nicht aus, in den Ruin fällt er in beiden: in dieser und der nächsten Welt.


“Würfeln, Frauen, Schnaps, Tanzen, Singen, Schlafen am Tag, Herumziehen zu schlechter Stunde, schlechte Kompanen, Habgier – diese Neun verursachen eines Mannes Ruin.


„Einer, der mit Glück spielt, und Rauschmittel nimmt; zu Frauen geht, die andere mehr verwöhnen als sich selbst; sich mit den Gewöhnlichen und nicht mit den Älteren abgibt – der vergeht wie der abnehmende Mond.


„Einer der trinkt, arm, mittelos, noch immer durstig, wenn er trinkt, besucht die Kneipen, versinkt in Schulden wie ein Stein im Wasse;, schnell das schlechte Ansehen, auch seine Famile erreicht.


“Einer, der gewohnt am Tage schläft, und bis zur späten Stunde wach, stets im Rausch und zügellos, ist nicht fähig ein Heimleben zu führen.

„Einer, der sagt, es sei zu heiß, zu kalt, zu spät und Dinge unverrichtet läßt, alle Möglichkeiten des Guten, ziehen an ihm vorbei.


„Aber jener, der sich auf Kälte oder Hitze nicht mehr als auf ein Grashalm versteift, und seinen Pflichten sinnvoll nachgeht, wird dem Glück nicht entgehen.


“Diese vier Freunde, junger Haushälter, sollten als Feind in der Verkleidung eines Freundes verstanden sein:


(A) einer, der den Besitz einer Freunde nachstellt,

(B) einer, der schöne Worte und viele Versprechen macht,

(C) einer, der schmeichelt,

(D) einer, der Ruin bringt.


(A) Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemand, als einer, der den Besitz seiner Freunde nachstellt, als ein Feind in der Verkleidung eines Freundes, verstanden sehen:


(i) er macht sich den Reichtum der Freunde zu Nutzen

(ii) er gibt wenig, aber fragt nach vielem

(iii) er erfüllt seine Pflichten nur aus Angst

(iv) er steht nur zu seinem Zwecke bei


(B) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemand, als einen, der schöne Worte und viele Versprechen macht, als ein Feind in der Verkleidung eines Freundes, verstanden sehen:


(i) er erfüllt freundlich Dienste als Gegenleistung aus der Vergangenheit,

(ii) er erfüllt freundlich Dienste als eine Vorleistung für die Zukunft,

(iii) er versucht Ansehen durch leere Worte zu gewinnen,

(iv) wenn eine Möglichkeit für einen Dienst ansteht, erklärt er, es sei nicht fähig oder mittellos.


(C) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemand, als einen, der schmeichelt, als ein Feind in der Verkleidung eines Freundes, verstanden sehen:


(i) er steht hinter den schlechten Taten seiner Freunde,

(ii) er lobpreist die guten Taten seiner Freunde nicht,

(iii) er lobt einen in Anwesenheit,

(iv) er redet schlecht in seiner Abwesenheit.


(D) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte jemand, als einen, der Ruin bringt, als ein Feind in der Verkleidung eines Freundes, verstanden sehen:


(i) er ist ein Kompane in der Hingabe zu Berauschendem, welches Betörung und Kopflosigkeit erzeugt

(ii) er ist ein Kompane im Herumziehen durch die Straßen zu unpassenden Zeiten,

(iii) er ist ein Kompane beim Besuchen vergnüglicher Veranstaltungen,

(iv) er ist ein Kompane in der Hingabe zum Spiel, das Kopflosigkeit erzeugt.“


So sprach der Erhabene. Und als der Meister dies gesprochen hatte, fuhr er fort:


Der Freund, der begehrt, der Freund, der viel erzählt, der Freund, der schmeichelt, der Freund, der einem Ruin bringt, diese vier sind Feinde, der Weise erzählt: 'Vermeide diese schon aus der Ferne als den Pfad der Gefahr.'


„Diese vier, junger Haushälter, sollten man als warmherzige Freunde verstanden sehen:


(E) einer, der ein Helfer ist,

(F) einer, der gleich ist, ob nun in Freude oder Schmerz,

(G) einer, der gute Ratschläge gibt,

(H) einer, der nachempfinden kann.


(E) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemand als einen, der ein Helfer ist, als  warmherziger Freund, verstanden sehen:


(i) er beschützt den Unachtsamen,

(ii) er schützt den Wohlstand des Unachtsamen,

(iii) er wird zur Zuflucht, wenn du in Gefahr bist,

(iv) wenn da eine Schuld entstanden ist, versorgt er mit dem Doppelten als benötigt.


(F) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemanden, als einen, der gleich ist, ob nun in Freude oder Schmerz, als ein warmherziger Freund, verstanden sehen:


(i) er legt seine Geheimnisse offen,

(ii) er hält die Geheimnise des anderen bewahrt,

(iii) im Unglück läßt er einen nicht im Stich,

(iv) selbst sein Leben opfert er.


(G) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemanden, als einen, der gute Ratschläge gibt, als ein warmherziger Freund, verstanden sehen:


(i) einer, der einem von ungeschickten Taten abhält,

(ii) einer, der zum Geschickten anregt,

(iii) einer, der einen aufklärt, was man nicht weiß,

(iv) einer, der den Pfad nach oben weist.


(H) “Auf vier Arten, junger Haushälter, sollte man jemanden, als einen, der nachempfinden kann, als ein warmherziger Freund, verstanden sehen:


(i) er erfreut sich nicht an seinem Leid,

(ii) er erfeut sich an dessen Erfolg,

(iii) er hält andere ab schlecht über einen zu sprechen,

(iv) er würdigt jene, die Gutes über einen erzählen.



So sprach der Erhabene. Und als der Meister dies gesprochen hatte, fuhr er fort:


Die Freunde, die Helfer sind, Freunde im Glück und im Leid, Freunde die gute Ratschläge tun, Freunde, die auch mitfühlend sind – diese vier Freunde halten die Weisen hoch, und schätzen sie demütig, wie eine Mutter ihr eigenes Kind. Diese Weisen und Tugendhaften strahlen wie ein loderndes Feuer. Er, der seinen Wohlstand in harmloser Weise erwirbt, wie Bienen den Honig[3] erstehen, Reichtum sich anhäuft wie ein Ameisenhügel wächst. Mit Reichtum auf diese Art gewonnen, ist ein Laie für das Heimleben recht. In vier Teile teilt er seinen Verdienst, so er Freunde gewinnt. Einen Teil für das, was er selbst begehrt, zwei Teile, dass sein Geschäft weiter läuft [4], und den vierten wahrt er für schlechte Zeiten auf.


“Und wie, junger Haushälter, deckt der noble Schüler die sechs Richtungen ab?“


„Folgendes sollte man als die sechs Richtungen verstehen:


Die Eltern sollte man im Osten sehen,

Lehrer als den Süden,

Frau und Kinder als den Westen,

Freunde und Bekannte im Norden,

Helfer und Mitarbeiter in der Tiefe und

Asketen und Priester im Zenit. [5]


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, sollte ein Kind seine Eltern als den Osten unterstützen:


(i) mich unterstützt, soll ich sie unterstützen,

(ii) ich soll ihre Pflichten erfüllen,

(iii) ich soll die Familientradition wahren,

(iii) ich soll mich wert machen mein Erbe einzugehen,

(v) weiters sollte ich Almosen zu Ehren meiner Eltern und verstorbenen Verwandten geben.


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, unterstützen die Eltern als der Osten ihre Kinder, und zeigen ihr Mitgefühl:


(i) sie halten sie von Ungeschicktem ab,

(ii) sie halten sie zu Gutem an,

(iii) sie lehren sie einen Beruf,

(iv) sie kümmern sich um einen passenden Partner,

(v) zur passenden Zeit übergeben sie ihnen ihr Erbe.


“Auf diese fünf Arten unterstützen Kinder ihre Eltern als den Osten und Eltern zeigen so ihr Mitgefühl für ihre Kinder. So ist der Osten damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


„Auf fünf Arten, junger Haushälter, sollte ein Schüler seinen Lehrer als den Süden unterstützen:


(i) in dem er sich erhebt und ihn begrüßt,

(ii) in dem er ihn bedient,

(iii) in dem er zielstrebig lernt,

(iv) mit einem persönlichen Dienst erweist,

(v) mit respektvoller Aufmerksamkeit, während man eine Einweisung erhält.


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, unterstützen Lehrer als der Süden ihre Schüler, und zeigen ihr Mitgefühl:


(i) sie bringen ihnen bestes Verhalten bei,

(ii) sie sehen es, wenn sie die Lehren gut verstehen,

(iii) sie unterrichten sie in Kunst und Wissenschaften,

(iv) sie stellen sie ihren Freunden und Bekannten vor,

(v) sie kümmern sich um ihre Sicherheit in jeder Richtung.


“So unterstützen Lehrer als der Süden ihren Schüler und zeigen so ihr Mitgefühl auf diese fünf Arten. So ist der Süden damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, sollte eine Frau als der Westen, durch ihren Mann unterstützt werden.


(i) ihr zuvorkommend sein,

(ii) sie nicht gering schätzen,

(iii) ihr treu und gewissenhaft sein,

(iv) in dem er ihr die Führung übergibt,

(v) in dem er sie mit Schmuck ausstattet.


“So unterstützt auch die Frau, als der Westen, ihren Mann und zeigt ihr Mitgefühl auf fünf Arten:


(i) sie kümmert sich gut um ihre Pflichten,

(ii) sie ist gastfreundlich zu Verwandten und Besuch[6],

(iii) sie ist gewissenhaft,

(iv) sie schützt was er bringt,

(v) sie ist geschickt und arbeitsam in ihren Belangen.


“Auf diese fünf Arten zeigt eine Frau Mitgefühl für ihren Mann, der sie als der Westen unterstützt. So ist der Westen damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, sollte ein Stammesmitglied seine Freunde als den Norden unterstützen:


(i) durch Großzügigkeit,

(ii) durch zuvorkommende Sprache,

(iii) durch Hilfsbereitschaft,

(iv) durch Unparteilichkeit,

(v) durch Aufrichtigkeit.


“So unterstützen auch die Freunde und Bekannten als der Norden des Stammesmitglied und zeigen ihr Mitgefühl auf fünf Arten:


(i) sie beschützen ihn, wenn er kopflos ist,

(ii) wie beschützen seinen Besitz, wenn er kopflos ist,

(iii) sie werden zur Zuflucht, wenn er in Gefahr ist,

(iv) sie lassen ihn mit seinen Problemen nicht allein,

(v) sie rechnen es auch seiner Familie an.


“Freunde und Bekannte unterstützen so als Norden eines Stammesmitglieds und zeigen damit Mitgefühl für ihn. So ist der Norden damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


Auf fünf Arten sollte ein Meister seine Helfer und Mitarbeiter als die Tiefe unterstützen:


(i) indem er ihnen Arbeiten gibt, denen sie gewachsen sind,

(ii) indem er sie mit Nahrung und angemessenen Lohn versorgt,

(iii) indem er sich, wenn sie krank sind, um sie kümmert,

(iv) mit ihnen auch Vorzüge teilt,

(v) ihnen freistellt zu gehen, wenn es an der Zeit ist.


“Die Helfer und Mitarbeiter unterstützen so als die Tiefe des Meisters und zeigen damit ihr Mitgefühl auf fünf Arten:


(i) sie sind schon da, bevor er kommt,

(ii) sie gehen nach ihm zu Bett,

(iii) sie nehmen nur was gegeben ist,

(iv) sie kümmern sich gut um ihre Pflichten,

(v) sie halten seinen Namen und Ruhm aufrecht.


“Helfer und Mitarbeiter unterstützen so als die Tiefe und zeigen damit Mitgefühl für ihn. So ist der Tiefe damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


“Auf fünf Arten, junger Haushälter, sollte ein Haushälter Asketen und Priester als den Zenith unterstützen:


(i) mit wohlwollenden Handlungen,

(ii) mit wohlwollenden Wörtern,

(iii) mit wohlwollenden Gedanken,

(iv) ihnen ein offenes Haus bieten,

(v) sie in materiellen Bedürfnissen versorgen.


„Die Asketen und Priester unterstützen so als der Zenith des Haushälters und zeigen auf sechs Arten Mitgefühl mit ihm:


(i) sie halten ihn von Ungeschicktem ab,

(ii) sie halten ihn zu Gutem an,

(iii) sie kümmern sich um ihm mit einem freundlichem Herz,

(iv) sie erzählen ihm, was er noch nicht gehört hat,

(v) sie erklären, was er bereits weiß,

(vi) sie führen ihn auf den Pfad zum höheren Bereich.


„Auf diese sechs Arten zeigen Asketen und Priester ihr Mitgefühl gegenüber einem Haushälter, die er als den Zenith unterstützt. So ist der Zenith damit gedeckt, sicher und sorgenfrei gemacht.


So sprach der Erhabene. Und als der Meister dies gesprochen hatte, fuhr er fort:


Mutter und Vater sind der Osten, die Lehrer der Süden, Frau und Kinder der Westen, die Freunde und Bekannten sind der Norden, Helfer und Mitarbeiter sind die Tiefe, die Asketen und Priester der Zenith, wer fähig ist ein Haushälterleben zu führen, er sollte diese vier Richtungen ehren. Wer weise und tugendhaft, sanftmütig und scharfsinnig, bescheiden und zugänglich ist, solch einer Ehre erlangt. Wer energievoll und nicht träge, auch im Unglück unberührt, vorzugslos in Dingen und Intellekt ist, solch einer Ehre erlangt. Wer dienend und freundlich, großzüging und selbstlos, ein Leiter, ein Einweiser, als Führer dient, solch einer Ehren erlangt. Freigiebigkeit, nette Worte, hilfreich anderen, unbefangen gegenüber allen, so wie es der Fall verlangt. Diese vier siegreichen Wege, lassen die Welt rund drehen, wie die Steckachse einen bewegenden Karren. Wenn diese nicht in der Welt existieren, weder Mutter noch Vater würden Respekt und Anerkennung von ihrem Kind erhalten. Nun sind diese vier Wege, die Weise, in jeder Art abschätzen und dadurch Stärke gewinnen, und erklären so, was sie aufrichtig erlangt.


Als der Erhabene dies gesprochen hatte, sprach Sigala, der Junge Haushälter das:


„Exzellent, Herr, exzellent! Es ist, Herr, als ob ein Mann etwas Verdrehtes aufrecht dreht, oder etwas freilegt, daß versteckt war, oder jemanden den Weg zeigt, der verloren war, oder eine Lampe hält um die Dunkelheit zu vertreiben, sodaß jene, die Augen haben, sehen können. Ebenso, wurde die Lehre auf verschiedene Weise vom Erhabenen dargebracht.


„Ich nehme Zuflucht, Herr, in Buddha, Dhamma und Sangha. Möge der Erhabene mich als Laienanhänger empfangen, als einer, der vom heutigen Tag an bis zum letzten Zuflucht nimmt.


Ich denke, es ist euch nicht schwer gefallen, all diese Dinge nachzuvollziehen, sie an eigenen Erfahrungen vergleichen zu können, und das Verständnis auch in das heutige Fahrzeug zu übernehmen.


Auch wenn heute nicht alles klar und nachvollziehbar erscheint, ist dieses Sutta ein Schatz, der jeden, wo immer er auch stehen mag, bestmöglichen Schutz und Erklärung gibt, und vielleicht haben wir mit diesem Schatz auch wieder einen Grund unser verstaubtes Fahrzeug aus der Scheune (dem Herzen) zu holen; es etwas zu schmieren und sich wieder mehr darauf zu verlassen. Erst wenn wir wirklich angekommen sind, wenn wir dem Leiden entgültig eine Ende gemacht haben, wird uns dieses Fahrzeug seinen Dienst erwiesen haben, und das ist dann die Zeit um auch davon loszulassen und nicht unbedingt jetzt.

Es spricht auch nichts dagegen, den Wagen etwas zu schmücken, daß man auch in Zeiten, in denen man sich nicht auf den Weg begibt oder begeben kann, nicht die Freude daran verliert. Ein schönes Fahrzeug pflegt man gerne.


Gib deinem Verständnis auch etwas Tradition, nicht um des Fahrzeugs willen, sondern dass es sich nicht verliert!



Jede angeregte Diskussion zu den einzelnen Punkten ist sicherlich für einander hilfreich, denn Fahrzeuge sind heute viel komplizierter denn je. Damals konnte jeder Bauer eines bauen, auch heute gibt es noch ein paar, aber nicht mehr viele.




_______________________________

[1] kamma-kilesa, lit., 'Handlungen aus Veruntrübung'

[2] Das sind die vier agati, 'üblen Wege des Handelns': chanda, dosa, moha, bhaya

[3] Dhammapada 49: "So wie eine Biene, ohne die Blüte zu verletzen, weder Farbe noch Duft, weiterfliegt nur den Honig mit nimmt...“

[4] Dieser Teil enthält das Viertel für Großzügigkeit: Spenden für Bedürftige, Mönche, Teilen

[5] Die Symbolik ist ganz gezielt gewält: So wie der Tag im Osten beginnt, beginnt das Leben mit den Eltern, Lehrlohn ist das selbe Wort wie Süden (dakkhina); häusliche Obsorge folgt wenn aus dem Burschen ein Mann wird, so wie der Westen den späteren Tag erhält; Norden ist „darüber hinaus“ (uttara), so ist es auch mit der Hilfe von Freunden, etc. (Rhys Davids)

[6] lit., 'die Leute um einen herum' (parijana)



Understanding the traditionless tradition


When westerners today come into contact with the teachings of the Buddha, especially through popular avenues, they will almost in unison ascertain that the Buddha did not have a very high regard for rites and rituals, or on the other hand (interestingly) also the completely opposite extreme.
In a certain way it seems as if he had been an opponent to traditions in general: "One who clings to traditions will not understand impermanence." But if one takes a closer look one will see that Buddhism is full of traditions, yes, even aims at transporting the traditions of the noble ones.
This now does not fit at all into our traditionless time, but does this time really have no tradition? Or has traditionlessness been made into a modern tradition?
However it may be, the Buddha was not very keen on finding a fancy to this or that tradition, but he repeatedly took the opportunity to give old customs back their meaning, since of course they have not emerged out of nothing.
Traditions are like a vehicle, but in the end it's all about transporting a good (understanding), so both has its sense and purpose. Without the vehicle the understanding will not come to the next generation, and without understanding the vehicle has no value.
Traditions and the understanding that they transport are like a simple carriage that, if one does not maintain it from time to time, will one day not be fit for use anymore. First the understanding is lost, and as soon as no understanding is transported anymore, the sense and purpose of the vehicle also disappears.
This is a completely natural circle in our world, and from time to time a vehicle gets repaired by learned and wise people, until one day, in a completely natural way, it has served its turn, and the effort to repair it has become too much.
When, according to this understanding, the vehicle is also lost, we will live in a very dark age, and it is not at all certain that a new vehicle constructor will appear so soon again in our clime.
Whenever there is still seen need and demand to transport understanding there will always again be people who grease the drawbar or exchange or repair some worn-out parts of the vehicle. But if we see this as a matter of course and simply use everything without consideration then we will soon see how burdening it is to carry this understanding only on one's own back. Of course that will work for some time as well, and that is also the reason why understanding still reaches us from time to time even if there is no vehicle in sight far and wide. Sporadically, people of merit bring them along.
Traditions disappear when younger generations cannot have any confidence in the older one anymore and the elders were not able (for whichever reason) to provide an understanding as the purpose of the vehicle.
In this way we have arrived today in a traditionless time - so traditionless that this has become a tradition, and the only thing that is missing here now is actually only the meaningfulness of this traditionless culture.
Once the Buddha met a young man, who in a rash and hasty manner conducted the rituals that his father had left behind, so as to quickly turn back towards the usual course of his life again.
What now is the content, or the understanding appropriate to this rite-, ritual- and traditionlessness? It must somehow be the case after all that one tries to honour something with it in some way, to rely on some kind of legacy, and continue it. Certainly it will require some creativity to find one's own clues. Back then for the young man that the Buddha taught it were the cardinal directions which he paid respect to. As a substitute we might ask ourselves why we are at peace with the cardinal directions, or carry them in our heart with self-assurance? Why don't you bow down to the east, south, north, west, to the ground and to the zenith?
Hereunto the over 2500 years old sutta which has arrived here to us in our present time, and still has the same power to remind us of things which maybe we already carry in our hearts, and for which we only need a reminder:


Sigalovada Sutta: The Discourse to Sigala
The Layperson's Code of Discipline

translated from the Pali by Narada Thera




Thus have I heard:
On one occasion the Exalted One was dwelling in the Bamboo Grove, the Squirrels' Sanctuary, near Rajagaha.
Now at that time, young Sigala, a householder's son, rising early in the morning, departing from Rajagaha, with wet clothes and wet hair, worshipped with joined hands the various quarters — the East, the South, the West, the North, the Nadir, and the Zenith.
Then the Exalted One, having robed himself in the forenoon took bowl and robe, and entered Rajagaha for alms. Now he saw young Sigala worshipping thus and spoke to him as follows:
"Wherefore do you, young householder, rising early in the morning, departing from Rajagaha, with wet clothes and wet hair, worship, with joined hands these various quarters — the East, the South, the West, the North, the Nadir, and the Zenith?"
"My father, Lord, while dying, said to me: The six quarters, dear son, you shall worship. And I, Lord, respecting, revering, reverencing and honoring my father's word, rise early in the morning, and leaving Rajagaha, with wet clothes and wet hair, worship with joined hands, these six quarters."
"It is not thus, young householder, the six quarters should be worshipped in the discipline of the noble."
"How then, Lord, should the six quarters be worshipped in the discipline of the noble? It is well, Lord, if the Exalted One would teach the doctrine to me showing how the six quarters should be worshipped in the discipline of the noble."
"Well, young householder, listen and bear it well in mind; I shall speak." — "Very good, Lord," responded young Sigala.
And the Exalted One spoke as follows:
"Inasmuch, young householder, as the noble disciple (1) has eradicated the four vices in conduct,[1] (2) inasmuch as he commits no evil action in four ways, (3) inasmuch as he pursues not the six channels for dissipating wealth, he thus, avoiding these fourteen evil things, covers the six quarters, and enters the path leading to victory in both worlds: he is favored in this world and in the world beyond. Upon the dissolution of the body, after death, he is born in a happy heavenly realm.
(1) "What are the four vices in conduct that he has eradicated? The destruction of life, householder, is a vice and so are stealing, sexual misconduct, and lying. These are the four vices that he has eradicated."
Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
Killing, stealing, lying and adultery, These four evils the wise never praise.
(2) "In which four ways does one commit no evil action? Led by desire does one commit evil. Led by anger does one commit evil. Led by ignorance does one commit evil. Led by fear does one commit evil.[2]
"But inasmuch as the noble disciple is not led by desire, anger, ignorance, and fear, he commits no evil."
Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
Whoever through desire, hate or fear, Or ignorance should transgress the Dhamma, All his glory fades away Like the moon during the waning half. Whoever through desire, hate or fear, Or ignorance never transgresses the Dhamma, All his glory ever increases Like the moon during the waxing half.
(3) "What are the six channels for dissipating wealth which he does not pursue?
(a) "indulgence in intoxicants which cause infatuation and heedlessness;
(b) sauntering in streets at unseemly hours;
(c) frequenting theatrical shows;
(d) indulgence in gambling which causes heedlessness;
(e) association with evil companions;
(f) the habit of idleness.
(a) "There are, young householder, these six evil consequences in indulging in intoxicants which cause infatuation and heedlessness:
(i) loss of wealth,
(ii) increase of quarrels,
(iii) susceptibility to disease,
(iv) earning an evil reputation,
(v) shameless exposure of body,
(vi) weakening of intellect.
(b) "There are, young householder, these six evil consequences in sauntering in streets at unseemly hours:
(i) he himself is unprotected and unguarded,
(ii) his wife and children are unprotected and unguarded,
(iii) his property is unprotected and unguarded,
(iv) he is suspected of evil deeds,[3]
(v) he is subject to false rumours,
(vi) he meets with many troubles.
(c) "There are, young householder, these six evil consequences in frequenting theatrical shows. He is ever thinking:
(i) where is there dancing?
(ii) where is there singing?
(iii) where is there music?
(iv) where is there recitation?
(v) where is there playing with cymbals?
(vi) where is there pot-blowing?[4]
(d) "There are, young householder, these six evil consequences in indulging in gambling:
(i) the winner begets hate,
(ii) the loser grieves for lost wealth,
(iii) loss of wealth,
(iv) his word is not relied upon in a court of law,
(v) he is despised by his friends and associates,
(vi) he is not sought after for matrimony; for people would say he is a gambler and is not fit to look after a wife.
(e) "There are, young householder, these six evil consequences in associating with evil companions, namely: any gambler, any libertine, any drunkard, any swindler, any cheat, any rowdy is his friend and companion.
(f) "There are, young householder, these six evil consequences in being addicted to idleness:
"He does no work, saying:
(i) that it is extremely cold,
(ii) that it is extremely hot,
(iii) that it is too late in the evening,
(iv) that it is too early in the morning,
(v) that he is extremely hungry,
(vi) that he is too full.
"Living in this way, he leaves many duties undone, new wealth he does not get, and wealth he has acquired dwindles away."
Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
"One is a bottle friend; one says, 'friend, friend' only to one's face; one is a friend and an associate only when it is advantageous.
"Sleeping till sunrise, adultery, irascibility, malevolence, evil companions, avarice — these six causes ruin a man.
"The man who has evil comrades and friends is given to evil ways, to ruin does he fall in both worlds — here and the next.
"Dice, women, liquor, dancing, singing, sleeping by day, sauntering at unseemly hours, evil companions, avarice — these nine[5] causes ruin a man.
"Who plays with dice and drinks intoxicants, goes to women who are dear unto others as their own lives, associates with the mean and not with elders — he declines just as the moon during the waning half.
"Who is drunk, poor, destitute, still thirsty whilst drinking, frequents the bars, sinks in debt as a stone in water, swiftly brings disrepute to his family.
"Who by habit sleeps by day, and keeps late hours, is ever intoxicated, and is licentious, is not fit to lead a household life.
"Who says it is too hot, too cold, too late, and leaves things undone, the opportunities for good go past such men.
"But he who does not regard cold or heat any more than a blade of grass and who does his duties manfully, does not fall away from happiness."
"These four, young householder, should be understood as foes in the guise of friends:
(1) he who appropriates a friend's possessions,
(2) he who renders lip-service,
(3) he who flatters,
(4) he who brings ruin.
(1) "In four ways, young householder, should one who appropriates be understood as a foe in the guise of a friend:
(i) he appropriates his friend's wealth,
(ii) he gives little and asks much,
(iii) he does his duty out of fear,
(iv) he associates for his own advantage.
(2) "In four ways, young householder, should one who renders lip-service be understood as a foe in the guise of a friend:
(i) he makes friendly profession as regards the past,
(ii) he makes friendly profession as regards the future,
(iii) he tries to gain one's favor by empty words,
(iv) when opportunity for service has arisen, he expresses his inability.
(3) "In four ways, young householder, should one who flatters be understood as a foe in the guise of a friend:
(i) he approves of his friend's evil deeds,
(ii) he disapproves his friend's good deeds,
(iii) he praises him in his presence,
(iv) he speaks ill of him in his absence.
(4) "In four ways, young householder, should one who brings ruin be understood as a foe in the guise of a friend:
(i) he is a companion in indulging in intoxicants that cause infatuation and heedlessness,
(ii) he is a companion in sauntering in streets at unseemly hours,
(iii) he is a companion in frequenting theatrical shows,
(iv) he is a companion in indulging in gambling which causes heedlessness."
Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
The friend who appropriates, the friend who renders lip-service, the friend that flatters, the friend who brings ruin, these four as enemies the wise behold, avoid them from afar as paths of peril.
"These four, young householder, should be understood as warm-hearted friends:
(1) he who is a helpmate,
(2) he who is the same in happiness and sorrow,
(3) he who gives good counsel,
(4) he who sympathises.
(1) "In four ways, young householder, should a helpmate be understood as a warm-hearted friend:
(i) he guards the heedless,
(ii) he protects the wealth of the heedless,
(iii) he becomes a refuge when you are in danger,
(iv) when there are commitments he provides you with double the supply needed.
(2) "In four ways, young householder, should one who is the same in happiness and sorrow be understood as a warm-hearted friend:
(i) he reveals his secrets,
(ii) he conceals one's own secrets,
(iii) in misfortune he does not forsake one,
(iv) his life even he sacrifices for one's sake.
(3) "In four ways, young householder, should one who gives good counsel be understood as a warm-hearted friend:
(i) he restrains one from doing evil,
(ii) he encourages one to do good,
(iii) he informs one of what is unknown to oneself,
(iv) he points out the path to heaven.
(4) "In four ways, young householder, should one who sympathises be understood as a warm-hearted friend:
(i) he does not rejoice in one's misfortune,
(ii) he rejoices in one's prosperity,
(iii) he restrains others speaking ill of oneself,
(iv) he praises those who speak well of oneself."
Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
The friend who is a helpmate, the friend in happiness and woe, the friend who gives good counsel, the friend who sympathises too — these four as friends the wise behold and cherish them devotedly as does a mother her own child. The wise and virtuous shine like a blazing fire. He who acquires his wealth in harmless ways like to a bee that honey gathers,[6] riches mount up for him like ant hill's rapid growth. With wealth acquired this way, a layman fit for household life, in portions four divides his wealth: thus will he friendship win. One portion for his wants he uses,[7] two portions on his business spends, the fourth for times of need he keeps.
"And how, young householder, does a noble disciple cover the six quarters?
"The following should be looked upon as the six quarters. The parents should be looked upon as the East, teachers as the South, wife and children as the West, friends and associates as the North, servants and employees as the Nadir, ascetics and brahmans as the Zenith.[8]
"In five ways, young householder, a child should minister to his parents as the East:
(i) Having supported me I shall support them,
(ii) I shall do their duties,
(iii) I shall keep the family tradition,
(iv) I shall make myself worthy of my inheritance,
(v) furthermore I shall offer alms in honor of my departed relatives.[9]
"In five ways, young householder, the parents thus ministered to as the East by their children, show their compassion:
(i) they restrain them from evil,
(ii) they encourage them to do good,
(iii) they train them for a profession,
(iv) they arrange a suitable marriage,
(v) at the proper time they hand over their inheritance to them.
"In these five ways do children minister to their parents as the East and the parents show their compassion to their children. Thus is the East covered by them and made safe and secure.
"In five ways, young householder, a pupil should minister to a teacher as the South:
(i) by rising from the seat in salutation,
(ii) by attending on him,
(iii) by eagerness to learn,
(iv) by personal service,
(v) by respectful attention while receiving instructions.
"In five ways, young householder, do teachers thus ministered to as the South by their pupils, show their compassion:
(i) they train them in the best discipline,
(ii) they see that they grasp their lessons well,
(iii) they instruct them in the arts and sciences,
(iv) they introduce them to their friends and associates,
(v) they provide for their safety in every quarter.
"The teachers thus ministered to as the South by their pupils, show their compassion towards them in these five ways. Thus is the South covered by them and made safe and secure.
"In five ways, young householder, should a wife as the West be ministered to by a husband:
(i) by being courteous to her,
(ii) by not despising her,
(iii) by being faithful to her,
(iv) by handing over authority to her,
(v) by providing her with adornments.
"The wife thus ministered to as the West by her husband shows her compassion to her husband in five ways:
(i) she performs her duties well,
(ii) she is hospitable to relations and attendants[10]
(iii) she is faithful,
(iv) she protects what he brings,
(v) she is skilled and industrious in discharging her duties.
"In these five ways does the wife show her compassion to her husband who ministers to her as the West. Thus is the West covered by him and made safe and secure.
"In five ways, young householder, should a clansman minister to his friends and associates as the North:
(i) by liberality,
(ii) by courteous speech,
(iii) by being helpful,
(iv) by being impartial,
(v) by sincerity.
"The friends and associates thus ministered to as the North by a clansman show compassion to him in five ways:
(i) they protect him when he is heedless,
(ii) they protect his property when he is heedless,
(iii) they become a refuge when he is in danger,
(iv) they do not forsake him in his troubles,
(v) they show consideration for his family.
"The friends and associates thus ministered to as the North by a clansman show their compassion towards him in these five ways. Thus is the North covered by him and made safe and secure.
"In five ways should a master minister to his servants and employees as the Nadir:
(i) by assigning them work according to their ability,
(ii) by supplying them with food and with wages,
(iii) by tending them in sickness,
(iv) by sharing with them any delicacies,
(v) by granting them leave at times.
"The servants and employees thus ministered to as the Nadir by their master show their compassion to him in five ways:
(i) they rise before him,
(ii) they go to sleep after him,
(iii) they take only what is given,
(iv) they perform their duties well,
(v) they uphold his good name and fame.
"The servants and employees thus ministered to as the Nadir show their compassion towards him in these five ways. Thus is the Nadir covered by him and made safe and secure.
"In five ways, young householder, should a householder minister to ascetics and brahmans as the Zenith:
(i) by lovable deeds,
(ii) by lovable words,
(iii) by lovable thoughts,
(iv) by keeping open house to them,
(v) by supplying their material needs.
"The ascetics and brahmans thus ministered to as the Zenith by a householder show their compassion towards him in six ways:
(i) they restrain him from evil,
(ii) they persuade him to do good,
(iii) they love him with a kind heart,
(iv) they make him hear what he has not heard,
(v) they clarify what he has already heard,
(vi) they point out the path to a heavenly state.
"In these six ways do ascetics and brahmans show their compassion towards a householder who ministers to them as the Zenith. Thus is the Zenith covered by him and made safe and secure." Thus spoke the Exalted One. And when the Master had thus spoken, he spoke yet again:
The mother and father are the East, The Teachers are the South, Wife and Children are the West, The friends and associates are the North. Servants and employees are the Nadir, The ascetics and brahmans are the Zenith; Who is fit to lead the household life, These six quarters he should salute. Who is wise and virtuous, Gentle and keen-witted, Humble and amenable, Such a one to honor may attain. Who is energetic and not indolent, In misfortune unshaken, Flawless in manner and intelligent, Such a one to honor may attain. Who is hospitable, and friendly, Liberal and unselfish, A guide, an instructor, a leader, Such a one to honor may attain. Generosity, sweet speech, Helpfulness to others, Impartiality to all, As the case demands. These four winning ways make the world go round, As the linchpin in a moving car. If these in the world exist not, Neither mother nor father will receive, Respect and honor from their children. Since these four winning ways The wise appraise in every way, To eminence they attain, And praise they rightly gain.
When the Exalted One had spoken thus, Sigala, the young householder, said as follows:
"Excellent, Lord, excellent! It is as if, Lord, a man were to set upright that which was overturned, or were to reveal that which was hidden, or were to point out the way to one who had gone astray, or were to hold a lamp amidst the darkness, so that those who have eyes may see. Even so, has the doctrine been explained in various ways by the Exalted One.
"I take refuge, Lord, in the Buddha, the Dhamma, and the Sangha. May the Exalted One receive me as a lay follower; as one who has taken refuge from this very day to life's end."





I think it will not have been difficult for you to follow this train of thought, compare these things with own experience, and also carry this understanding over into the contemporary vehicle.


Even if today not everything seems clear and evident, this sutta is a treasure, which for everyone, wherever he may stand, affords the best protection and explanation possible, and maybe with this treasure now we also find a reason again to take our dusty vehicle out of the barn (the heart) once more; to smear it a little bit and depend on it again a little bit more. Only when we have truly arrived, when we have irrevocably made an end to suffering, will this vehicle have served its purpose, and that then will also be the time to let go of it, and not just yet.


There is also nothing to be said against decking the vehicle out a little bit, so as to, even in times where one does not set out on the journey or cannot, not lose the joy in it. A beautiful vehicle one maintains with gladness.


Give to your understanding also a bit of tradition, not for the vehicle's sake, but so that it does not get lost!


Any lively discussion about these singular points is certainly helpful for one another, since vehicles are much more complicated today than ever. Back then, every farmer could build one, but today there are only few who can, and not many anymore.


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Notes

1.    kamma-kilesa, lit., 'actions of defilement.'
2.    These are the four agati, 'evil courses of action': chanda, dosa, moha, bhaya.
3.    Crimes committed by others.
4.    A kind of amusement.
5.    The Pali original has here "six causes" as two compound words and one double-term phrase are counted as units.
6.    Dhammapada v. 49: "As a bee, without harming the flower, its color or scent, flies away, collecting only the honey..."
7.    This portion includes what is spent on good works: gifts to monks, charity, etc.
8.    "The symbolism is deliberately chosen: as the day in the East, so life begins with parents' care; teacher's fees and the South are the same word: dakkhina; domestic cares follow when the youth becomes man, as the West holds the later daylight; North is 'beyond' (uttara), so by help of friends, etc., he gets beyond troubles." — (Rhys Davids)
9.    This is a sacred custom of the Aryans who never forgot the dead. This tradition is still faithfully observed by the Buddhists of Sri Lanka who make ceremonial offerings of alms to the monks on the eighth day, in the third month, and on each anniversary of the demise of the parents. Merit of these good actions is offered to the departed after such ceremony. Moreover after every punna-kamma (good action), a Buddhist never fails to think of his parents and offer merit. Such is the loyalty and the gratitude shown to parents as advised by the Buddha.
10.    lit., 'the folk around' (parijana).


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