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Tipitaka Khmer



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30 Jun 2013 - Geben, nehmen und die


Geben, nehmen und die "neue" Welt -

"Arbeit macht frei!?", ist ein Satz den man nicht mag.



Giving, taking and the "new" world
"Labour makes (you) free!?", is a sentence that one does not like.

(english translation after the german text)


Reisbauer_aus_China

(Bild von Klaus Lenningers Webseite entnommen)

 

Ich freue mich sehr über die Arbeit "Wege zur Eintracht" von Dr. Hecker, und es ist ein Schatz aus dem wir, wenn wir aufmerksam sind, sehr viel lernen können.

Den Abschnitt "Geben", möchte ich hier gerne heraus fassen:


aus "sangha vatthu - 1. Was ist nun Art des Gebens ?" :

"Da gibt ein Mensch Gaben und Geschenke, er ist freigiebig und hilfsbereit, gastfreundlich und großzügig. Wo auch immer ein Bedürftiger und Notleidender an ihn herantritt, da hilft er. Wo auch immer er jemandem durch ein Geschenk eine Freude machen kann, da tut er dieses. Not zu lindern und Freude zu bereiten, gibt er: Geben macht ihn froh, Geben beglückt ihn, Geben erfreut ihn und fern ist er von Geiz, Neid und Habgier. Den anderen Menschen aber ist er lieb und angenehm, die Edlen suchen seinen Umgang, er gewinnt einen guten Ruf, ihm eignet ein sicheres Auftreten und sein Herz wird leichter und leichter von Furcht und Sorge um die Lebensnotwendigkeiten. Und auch im Jenseits erwirkt er sich hohen Lohn und hohe Macht. Nicht gibt er leichtsinnig, so daß er selbst anderen zur Last fällt und nicht gibt er blindlings, ohne Rücksicht auf den Empfänger; sondern er gibt mit Bedacht, eingedenk der eignen Möglichkeiten und eingedenk der Lage des anderen. Und je mehr sein Herz von der Gesinnung des Gebens erfüllt wird, desto selbstloser wird er. So wandelt er zum eignen Heil und zum Heil der anderen.

Bald aber merkt er, daß dies noch nicht die vollkommene Art ist, die zur Eintracht führt. Und warum? Weil er die Erfahrung macht, daß die besten Gaben oft den anderen doch nicht aufheitern können: Mit vollen Händen steht er dann mit leeren Händen da, hilflos im Helfen. Und ferner noch: Er macht die Erfahrung, daß er selber oft durch harte Worte die Eintracht und die Freude des anderen wieder zerstört, die er durch sein Geben hervorrief. So regt Geben dazu an, die Not des anderen tiefer zu verstehen und die eignen Fehler tiefer anzugreifen."

 

Ich denke jeder kennt dies in einer gewissen Weise, und hier vielleicht ein Fallbeispiel von "durch harte Worte die Eintracht und die Freude des anderen wieder zerstört, die er durch sein Geben hervorrief":

Dieses Thema ist sehr tief und vielschichtig und man ist schnell versucht sich bereits nach den ganz rauen und obersten Schichten ein "Urteil" zu machen und stellt dann gerne auf Ignorieren um. Oft sogar wird dies dann als Gleichmut bezeichnet, doch das ist es ganz und gar nicht.

Es ist die Flucht aus einer "Realität", die man nicht handhaben möchte, da man sich, um das Thema zu durchdringen, mit sich selber beschäftigen müßte, sich etwas mehr aufgeben müßte, und das ist etwas was nur wenige wollen oder als Weg erkennen.

Bevor man überhaupt geben kann, muß man lernen anzunehmen oder besser Gaben als Gaben und nicht als Selbstverständlichkeiten zu sehen und die Großzügigkeit darin erkennen. Jeden den man fragen würde "Kannst du annehmen?" würde spontan und mit sicherer Stimme sagen "Natürlich", aber ist das wirklich so?

Eine sehr eindringliche Erfahrung hatte ich in den Jahren, die ich mit einfachen Reisbauern, Jägern und Sammlern in einem abgelegenen Dorf in einer unentwickelten Gegend in Kambodscha machte.

Die Gesetze des Gebens und Nehmens werden hier - heute wohle eher aus Gewohnheit und weniger aus Verständnis - sehr streng beachtet. Es gibt ganz genaue Regeln, wem man wie, wo und unter welchen Umständen etwas gibt, ohne damit eine Unruhe in die Gruppe zu bringen und gleichzeitig Eifersucht und Unausgeglichenheit damit Einhalt gebietet. Das ist alles eine sehr gesunde und gruppenerhaltende Tradition. Doch auch diese benötigt eine Quelle all dessen, was man verteilen und teilen kann, da ja nichts von alleine oder gar von einem selbst kommt. Hier ist es der Wald, die Natur. Das was man dort entnimmt, wird zum Gegenstand des Teilens und Verteilens. Das ist bei uns, in der "modernen" Welt nicht anderes, aber unter Umständen sehr weit weg von der gewöhnlichen Wahrnehmung.

Doch ich möchte hier vorerst gar nicht so tief gehen. Da gibt es nämlich ein Verhalten, daß sehr alltäglich und auf einer eigentlich sehr rauen Ebene des Unaufmerksamkeit passiert.

So machte ich Erfahrung, daß die meisten Dorfbewohner in den seltensten Fällen fähig waren Dinge anzunehmen. Sicherlich war der Grund der Ablehnung von Gaben oder Geschenken oft ein Gruppenbedingter, aber dieser Verhaltensart machte ja ihre grundlegende Gier nicht weg.

So würde ein Nachbar so gut wie nie ein Geschenk annehmen, z.B. ein paar Früchte aus dem Garten. Er würde sich damit eine Verbindlichkeit schaffen, die Notwendigkeit dies entweder zurück zu geben, oder in gewisser Weise, anderen ebenfalls etwas Teil werden zu lassen, oder aus dem Bekommenen etwas Gutes zu machen. Alles andere würde sein Gewissen belasten oder ihn in eine Situation bringen, wo er seine gewünschte erhabene Stellung, seine Status verliert. Wer will schon ein Empfänger sein. Wir wollen gewöhnlich großzügige Herren und Gebieter darstellen. Und das gilt für den einfachen Reisbauer wie für den Highsociety-Helden der "moderen" Welt.

Aber diese Einstellung macht das Verlagen ja nicht weg und es ist ja nicht so, daß man gewöhnlich ohne Gaben oder Zumittel von Außen auskommt. Und so war es für mich erstaunlich ja sogar schockierend, daß die selben Leute, denen man etwas entgegen gereicht hat, in der Nacht dann eifrig gestohlen haben, was sie zuvor als Geschenk entgegen gereicht bekommen haben. Auf diese Weise scheint es ihnen möglich die Dinge (an)zu nehmen. Sie müssen das Gefühl haben, daß sie selber dazu gekommen sind, es sich selbst erarbeitet haben. Sie sind das Nehmen, ja genau genommen, das Stehlen, so gewohnt, daß etwas zu Empfangen für sie so etwas Unannehmbares und Außergewöhnlich ist und für sie viel zu verbindlich wirkt. Wenn man jemanden, der Dankbarkeit nicht kennt, eine Geschenk reicht, ist es als wurde man in das Gesicht eine Diebes blicken, dem man auf frischer Tat ertappt hat. So ist die Reaktion auf ein Gabe.

"Unvorstellbar!", würde man sich vielleicht denken: "Was für primitive Leute! Ein Geschenk nehmen sie stolz nicht an und in der Nacht stehlen sie gierig, das was man ihnen frei gegeben hätte." Doch vorsichtig muß man mit solch einem Gedanken sein, sehr vorsichtig und sich diese Angelegenheit erst man für die "entwickelten" Leute durchdenken und vor allem für sich selbe reflektieren.

Menschen die nahe der Natur leben, habe die Natur als ihren Spender, ihren Gönner und es ist, wenn sie noch unverdorben sind, so, daß sie diesem Spender sehr wohl Anerkennung, Dankbarkeit und Opfer bringen. Das ist die Ausgewogenheit Jener,  die wir gemein als primitives Naturvölkerverhalten ansehen, die Bäume und Naturgeister verehren, ihnen Opfer bringen und sich in dieser Weise um einen Ausgleich, Dankbarkeit und Demut bemühen.

Sie nehmen und sie geben, ihn ihrem System. Heute ist diese System jedoch zerstört, verdorben und durch "moderne" Einflüsse verwirrt. Doch die Gier und das Verlangen sind nach wie vor vorhanden, nur findet keinerlei bewußter Ausgleich mehr statt. Das der Wald und die balancierte Natur rasend verschwindet, wird wohl keinem entgangen sein. Der Gönner, "die Mutter", wird nach und nach aufgefressen, unbemerkt der Auswirkungen auf einen selbst. "Die bösen Anderen...!" fällt einem da gleich wieder ein.

Weit weg scheint dies alles für uns, doch dies ist nur deshalb, weil wir ebenfalls mitten im Wald stehen und daher die Bäume nicht sehen.

Wie steht es nun um die "moderenen" Menschen? Hat sich da irgend etwas geändert? Sind ihre Verhaltensweisen anderes? Nein, und wenn man es genauer betrachtet, sind sie noch viel schlimmer, gewissenloser und vollkommen von einer gesunden ausgewogenen Tradition entfernt und entwurzelt. Sie sind sogar stolz auf ihre Errungenschaften und das was sie Freiheit nennen. Kaum ein Urwald und seine Bewohner sind in so einem erbarmungslosen Wettstreit ums Werden, Wachsen und Bekommen verstrickt, wie die "urbane" Welt.

Das "moderne" Verhalten geht sogar über diese "unvorstellbare" Verhalten der einfachen aber entwurzelten Menschen hinaus. Wir sehen es im Allgemeinen sogar so an, daß wie der Gaben würdig sind, daß wir ein Recht darauf hätten Dinge zu bekommen und wir nehmen Dinge ganz ungeniert entgegen, solange sie dem Stillen unserer Begierde dienen. Wir verkaufen uns gegenseitig "Rechte", die wir selbst nicht einmal haben, weil es sie in dieser Weise gar nicht gibt. Neben diesem generellen konsumieren, dessen was man uns überall zu trägt (meist ja alles nicht frei gegeben, sondern mit vielen Bedingungen verbunden, die wir natürlich im Moment des Nehmens verniedlichen und negieren), nehmen wir dann auch noch das, was wir klar aus Nehmen erkennen. Vollkommen unmäßig und all dies mit eine erstaunlichen Selbstverständlichkeit und Arroganz."Du bist es wert!", schreit es von der Werbewand und wir fressen den Köder mit Genuß.

Sicherlich sieht man sein eigenes Verhalten nur schwer und kann seine Fehler nur schwer erkennen, und deshalb ist es ja so notwendig und wichtig dieses mit dem Bestreben, Geben zu lernen und geben zu wollen, herauszufinden und sein Wesen zu verstehen und zu ergründen.

Nehmen wir ein Kind her. Du hast das Gefühl, einem Kind einen Kuchen zu schenken. Das Kind, anstatt, daß es den Kuchen dankbar annimmt, sagt dir, daß es diesen Kuchen nicht mag. Wie verständlich ist es heute als "mitfühlend" angesehen, daß man da sofort nach hackt und das Kind fragt: "Ah! Was möchtest du den sonst haben? Magst du vielleicht ein Eis?" In dieser Weise wird man in der "modernen" "mitfühlenden" Welt erzogen. Das nenne wir Mitgefühl: Wir helfen und gegenseitig unsere Begierden zu stillen. Was wären das für Leute, die nicht auf die Wünsche und Begierden des Kindes eingehen würden: Hart, Mitgefühlslos, Kalt... "das ist doch nur/noch ein Kind" ...oder um das Kind wirklich besorgt, wenn es mal keinen Kuchen und kein Eis mehr alltäglich zu bekommen gibt?

Wir sind nicht anderes als das Kind und der "Konsumgeist" weiß unsere Schwächen zu schätzen und zu nutzen. Ach wie fühlen wir uns heute unabhängig und frei, *klick* *klick* *klick*... alles gibt"s umsonst und wenn man den Jungel kennt, fehl es einem an nichts. Doch dieser Urwald wird enger, so wie der Wald im Außen umkämpft ist, verschwindet, und seine Freiheit verliert, so nehmen die natürlichen Gesetzmäßigkeiten auch in der "modernen" Welt ihren Lauf.

Man muß Dinge wohl stets selber gesehen und beobachtet haben: Wie sich Menschen verhalten, wenn die Ressourcen knapp werden und die Gier und Angst die Massen treiben. Ameisenvölker ziehen in die Wälder und versuchen noch das Meiste und das Beste zu ergattern wenn sie hören, daß es eng werden könnte. Erzählst du ihnen von Bescheidenheit als Lösung, sehen sie nur die Gefahren für sich aber nicht den Weg den man damit anzeigt. Der Wald ist für alle da und wir haben ein Recht auf unseren Anteil und so wird der Wald zum Krisengebiet.

Wir leben in einer sehr schnelllebigen Welt, so schnelllebig, daß es vielleicht schon wieder zu schnell ist um Dinge zu beobachten. Nehmen wir den Wald Internet her. Vor kurzem noch ein unkultivierter Platz, wo Dinge einfach wild wuchsen, wird er nach und nach vereinnahmt, in Besitz genommen, gerodet, kultiviert, Verdinglicht, Geregelt und mit der Ausrichtung auf Ertrag bebaut.

Kennt ihr noch die Tage, an denen man dankbar aus diesem Wald nachhause gekommen ist und sich über die Früchte freute? Kennt ihr noch die Tage, wo man sich zwei Stunden Zeit genommen hat, und eine email beantwortet hat, oder sich für eine Service bedankt hat? Oder vielleicht gar die Tage, wo man von einem Brieffreund in Afrika eine Brief erhalten hat?

Alles heute leichter, schneller, frei und unverbindlich und Bedarf alles keiner Anerkennung und Dankbarkeit. Da ist kein Ausgleich notwendig, so ist das heute. Und wer sollte es den sein, der der gibt? Wo kommen all die Dinge her? Aus der Steckdose und dem Lan-kabel? Oder am Ende wieder aus dem Wald? Vielleicht sogar von Leuten, die etwas Bekommenes teilen? Nein: Das email kommt aus dem Servicecenter von einem Teilzeitbeschäftigten, der seinen verdienten Lohn bekommt. Gehen wir am Ende undankbar stets neue zahlreiche Verbindlichkeiten ein, die wir in keiner Weise vergüten und uns damit ungeahnt verpflichten?

"Schrecklich, so eine Verbindlichkeit möchte ich niemals eingegehen müßen. Da geh ich doch lieber meine eigenen Sachen nehmen, besorgen und bleib unabhängig."  "Welche denn? Von wo denn?"

In dem modernen Tagen hat man ausgeklügelte "anonyme" Systeme geschaffen, um ihre Aufrechterhalter frei von Gewissensbissen zu halten, doch das dies eben nur künstliche Scheinwelten sind, erkennen wir an den noch nie da gewesenen Erscheinungen der körperlichen aber auch mentalen Krankheiten moderner Menschen. Krebs frißt sie auf, Zuckerkrankheit macht ihnen den Alltag schwer, Depressionen, traumatische Erscheinungen, usw... Dinge die man unter den "primitiven" Menschen nicht finden wird. Dort passiert es gewöhnlich anderes und dennoch in selber Weise, wenn jemand die Grenzen übertritt und z.B. einen Baum ungefragt fällt. Bei uns denkt man, es gibt so etwas wie "von Dämonen besessen" nicht. Doch das Wesen und die Ursache ist das selbe. Wir mögen es heute Krankheiten nennen, was einfache Menschen, als von Geistern bewohnt nennen, aber deren Ursache liegt an der Unausgeglichenheit im Gewissen, daß Wesen offen für den Befall von Krankheiten (Dämonen) macht.

Und was tun wir heute gegen Krankheiten? Wir versuchen die Symptome los zu werden, aber nur selten die Ursache. So ein Tablette die schnell hilft, auch wenn sie wieder aus dem Wald genommen ist, als selbstverständlich verstanden wird, etwas das einem zusteht und wieder Verbindlichkeiten schafft, ist nun mal angenehmer als sich mit den Wurzeln der Krankheit zu befassen und damit zu beginnen weniger zu nehmen jedoch bestrebt sein, einmal etwas geben zu können oder sich zumindest um einen gewissen Ausgleich zu bemühen. Doch auch das "auf Kredite leben", ist eine Entwicklung der modernen Zeit, als könnte man der Rückzahlung entgehen.

Da installieren wir uns doch lieber ein Freidownload Virenprogramm, als das wir uns mit unseren Surfverhalten und Interntnutzverhalten auseinander setzen. Wo Wollende da Geber. Wovon die Geber wohl leben?

Jetzt stell man sich einmal vor, daß man von einem Freund einen selbst gebastelten Texteditor geschenkt bekommt und der Nachbar mit Google-chrome (nur beispielhaft angeführt) die Fülle aller Texteditoren der jetzigen Generation genießt? "Was, und für das soll ich auch noch danke sagen? Das bekomme ich gratis in einer tausend mal besseren Qualität." Na vielleicht schaffen wir es sogar zu einem belächelnden "Ohh Danke!"

Und was denkt sich der Eingeborene, wenn du ihm ein paar Früchte schenken möchtest? "Ohh wenn der wüßte, wo es die guten und süßen in Hülle und fülle gibt. Die hole ich mir gratis, wann immer ich will."

Vielleicht kann man jetzt schon ein bisschen die Tiefgründigkeit diese Themas sehen, und es wäre sehr ungeschickt, wenn man diesen Teil des Pfad den man durchwandern muß, denkt gleich umgehen zu können, obwohl man ihn noch nicht einmal annähernd kennt.

All zu gerne bastelt man sich wieder sein "das steht mir zu"-Modell und versuchst sich in gefakter Gleichmütigkeit die nichts anderes ist als der Versuch sich mit den Wurzeln erst gar nicht zu befassen. "Geerbt hab ich"s, es ist mein eigener früherer Verdienst", als ob die Welt voller reicher Erbkinder wäre. Da ist schon ein Unterschied zwischen vererbt oder jahrelang auf Kosten anderer angehäuft. Auch das ist ein Erbe, aber es zu tragen ist nicht von Freiheit geprägt und aus diesem Kreislauf kommt man als Konsumierer niemals heraus. Mag der Wald auch noch so groß und nachhaltig erscheinen, Nehmen erleichtert das Gewissen nicht, doch annehmen von dem was frei gegeben ist gibt, durch das Erkennen von Großzügigkeit, ein Vorbild: Das Dinge letztlich möglich sind und auch anders funktionieren können. Zuerst müssen wir zu einem Punkt kommen, wo wir es schaffen Geben und Nehmen in der Wage zu halten, und wenn wir diesen Punkt erreicht haben, können wir auch Auskosten wie es gar wunder wirkt, mehr los zulassen als wieder an- und aufzunehmen.

Wenn man das Ganze anderen vor Augen führt, oder sagen wir, sich selbst vor Augen führt, wenn wir dem "primitiven" Eingeborenen sagen, daß er stiehlt und wenn ihm das bewusst wird, dann ist dennoch selten mehr zu erwarten, als das er sich schämt und in sein Selbstmiteid flüchtet. Er kommt aus seinem Sklavendasein nicht heraus. Lieber dient er für Eons, als damit zu beginnen, sich frei zu machen. Gospels (Leidgesänge und kurzweiliges Vergnügen) ist alles was seinen Alltag erträglich macht, doch es reicht ihm anscheinend vollkommen aus.

Es gibt da eine Satz, der leider in der jüngeren Geschichte falsch verwendet wurde und zu großem Leid geführt hat. Aber es ist ein Satz, der viel Wahrheit birgst und auch die Lösung aus dem Problem. Schaudern tut es uns meist, wenn wir jemanden sagen hören "Arbeit macht frei" (hier auch eine Erzählung, die das gut darstellt: "To Engage In Undertakings Of A Righteous Action Is Most Blissful"), aber genau das ist die einzige Lösung um aus den Kreislauf zu kommen. Geschickte Handlungen und nicht Untätigkeit und Willenlosigkeit und dennoch nebenbei getrieben von Verlangen und Gier (im Rahmen das steht mir zu) sein.

Kein anderer kann uns zu unserem Glück und zu unsere Freiheit zwingen oder uns dieses geben. Es ist etwas, daß wir uns selbst und hart erarbeiten müssen und es funktioniert nur, wenn wir dieses auch selbst erkennen und uns selbst dazu entschließen diesen "harten" aber fruchtvollen Weg zu gehen.

Oh wie wünschen sich viele z.B. schöne Klöster, eine buddhistische Lebensführung, einfaches Leben... und halten dabei doch an all ihrem Hab und Gut fest, würden sich schwer tun auch nur etwas Zeit jede Woche zu nehmen, um den Gemeinschaftsraum etwas zusammen zu kehren oder ein bisschen Unkraut alle zwei Tage zu zupfen. "Und was hab ich davon. Kein Mensch ist mir dafür Dankbar. Wozu zahl ich den "Steuern", zahle Spendengeld, bring ja schon mit meiner Anwesenheit sehr viel ein... sollen sich andere darum annehmen, ich bin ein schwer arbeitender Mensch und reich bin ich auch nicht..."

All das ist heute möglich und Dhamma gibst ja beim Verlag oder im Supermarkt. Es bedarf schon einer grundlegenden Entscheidung ob man in einem korrupten Kreislauf mitspielt oder einfach beginnt anzunehmen und auch geben zu lernen oder gar beginnt sich um eine üben in Tugend zu bemühen.

Mag man sich als Wohnzimmerasket auch noch so sicher und geübt in seinem Talent der Sammlung fühlen, endet das was wir überhastet als "Ahh, wusste ich's doch" erkannt haben wollen (um wieder etwas von den mühevollen Dingen Abstand nehmen zu können), doch mit dem Satz:

(sangha vatthu) "Das sind die zwei Weisen, die zur Eintracht führen: Die gute Weise, die hilfreich und zuträglich ist und die beste Weise, die zur Befreiung und zum Heile führt. Von diesen beiden Weisen schließt die letztere die erstere in sich, setzt sie voraus, kann ohne sie nicht bestehen."

Ohne das Gute wird es das Beste nicht geben auch wenn wir uns am Angenehmen erfreuen, müssen wir zuerst mal durch das Unangenehme gehen. Nichts ist umsonst in dieser Welt. Auf Kredit, mit eigenem Schweiß oder schamlos und undankbar genommen, alles hat seinen entsprechenden Preis.  Diesen Abschneider gibt es nicht, auch wenn wir noch so frustriert alles wegschmeißen würden, uns das alles gar nicht gefällt, ist es doch nur der Dünkel der uns von den Guten Dingen abhält und das Angenehme hat noch lange nichts mit dem Besten zu tun.

Wenn wir meinen, das "Wohlstand verbrauchen frei macht" (es gibt ja heute auch viele "Buddhisten" die meinen, das man Freiheit durch Wohlstand erlangt), kann es leicht wieder zu einem Missbrauch des sehr richtigen Satzes "(Geschickte) Arbeit macht Frei" kommen. Versuchen wir nicht schon wieder auf Kosten anderer Frei zu werden? Zahlen wir nicht schon wieder den Preis dafür auf Kosten anderer versucht zu haben frei zu werden?

Und an diesem Punkt, ,möchte ich diese Anregungen mit einem Sutta Auszug abschließen:

 

Laßt das Unheilsame! Man kann das Unheilsame lassen. Wäre es nicht möglich, das Unheilsame zu lassen, so würde ich nicht sagen: 'Laßt das Unheilsame!' Doch weil man das Unheilsame lassen kann, deshalb sage ich: 'Laßt das Unheilsame!'

Wenn, das Lassen des Unheilsamen zum Schaden und Unglück gereichte, so würde ich nicht sagen: 'Laßt das Unheilsame!' Weil aber das Lassen des Unheilsamen zum Segen und Wohl gereicht, deshalb eben sage ich: 'Laßt das Unheilsame!'

Erwecket das Heilsame! Man kann das Heilsame erwecken. Wäre es nicht möglich, das Heilsame zu erwecken, so würde ich nicht sagen: 'Erwecket das Heilsame!' Doch weil man das Heilsame erwecken kann, deshalb eben sage ich: 'Erwecket das Heilsame!'

Wenn die Erweckung des Heilsamen zum Schaden und Unglück gereichte, so würde ich nicht sagen: 'Erwecket das Heilsame!' Weil nun aber die Erweckung des Heilsamen zum Segen und Wohl gereicht, deshalb eben sage ich: 'Erwecket das Heilsame!'

 - AN II.19 (rechte Anstrengung)

Wenn nach dem Tod alles vorbei wäre, würde Schulden machen ja das Klügste sein. Es gibt schon einen guten Grund, warum man das ja all zu gerne nicht annehmen mag. Auch "Buddhismus" ohne Wiedergeburt wird ja heute gerne konsumiert. Ob Glaube Naturgesetze, Ursache und Wirkung ändern kann, sei dahingestellt und wir probieren es ja nicht zum ersten Mal, aber vielleicht zum letzten mal in anderer Weise aus.

'Erwecket das Heilsame!'

Nur geschickte Handlung (Arbeit) macht frei.


 (jb, 14.2.2013)




Giving, taking and the "new" world

"Labour makes (you) free!?", is a sentence that one does not like.


I am very happy about the work "Ways to unity" by Dr. Hecker, and it is a treasure from which, if we are attentive, can learn very much.

I would like to emphasize here the section on "giving":

from "sangha vatthu - 1. What now, is the manner of giving? " :


"Here, a person gives gifts and presents, he is open handed and helpful, hospitable and generous. Wherever someone indigent and destitute approaches him, there he helps. Wherever he can make someone happy with a gift there he does. For alleviating need and bringing happiness, he gives: In giving he delights, giving makes him glad, giving makes him happy and far is he from stinginess, envy and greed. For others he is bland and pleasent, the noble-minded seek his acquaintance, he wins a good reputation, he has a confident demeanour, and his heart becomes lighter and released from fear and worry about life's necessities. And even in the afterlife he achieves high reward and sway. Not does he give carelessly in a way that he himself becomes a burden for others, nor does he give randomly, without regard for the recipient; but he gives with discernment, mindful of his own possibilities and mindful of the other's situation. And the more his heart becomes replete with the sentiment of giving the more selfless he becomes. Thus he works for his own wellbeing and for the wellbeing of others.

Soon, though, he notices that this is not yet the perfect manner that leads to harmony. And why? Since he makes the experience that the best gifts often still cannot cheer up the other: With full hands there he stands empty-handed, helpless in helping. And furthermore: He makes the experience that he himself, by using harsh words, destroys the harmony and the happiness of the other again that he brought about by his giving. In this way, giving stimulates a deeper understanding for the other's needs and attacking the own failings more deeply."


I think everyone knows this in one way or the other, and here perhaps a case example of "by using harsh words, destroys the harmony and the happiness of the other again that he brought about by his giving":

This topic is very deep and multifarious and quickly one is tried, after the coarsest and most superficial layer, to immediately arrive at a "judgement", and then switch over to ignoring. Often then one even calls this equanimity, but that it is not at all.

It is an escape from a "reality" which one does not want to handle, since, in order to penetrate the issue, one would have to engage in self-inquiry, give up a little bit of oneself, and that is something which only few want or recognize as a path.

Before one can even give, one must learn to receive, or better: to see gifts as gifts and not as matters of course, and see the generosity therein. Everyone, on being asked, "Can you receive?", would spontaneously and with a firm voice say: "Of course", but is that really so?

A very striking experience I had in those years in which I had to do with simple rice farmers, hunters and gatherers in a remote village in an undeveloped region in Cambodia.

The laws of giving and taking are here - today probably more out of habit than out of understanding - adhered to very strictly. There are very precise rules about whom, how, when and under which circumstances, one gives, without causing disturbance in the group and at the same time arresting envy and inequity. That all is a very healthy and group-sustaining tradition. But even this needs a source of all that which one can distribute and share, since nothing comes by itself or even from oneself. Here it is the forest, nature. That which one takes from here becomes an object of sharing and distributing. That is no different for us in the "modern" world, but quite possibly very far away from the common perception.

But for now I don't even want to go that deep. Since there is a manner of behaviour which is very commonplace and happens actually on a very rough level of inattentiveness.

So I made the experience that most of the villagers were only in the rarest cases able to accept things offered to them. Certainly the reason of rejection was often socially determined, but this manner of behaviour could, naturally, not remove their basic greed.

So there was a neighbour who was hardly ever able to accept a gift, for example some fruits from the garden. He would have created an obligation for himself by that, the necessity to either give this back, or, in some way to let others also have a share, or to make something good out of what has been given. Everything else would weigh down his conscience or bring him into a situation where he would lose his desired exalted position, his status. Who wants to be a receiver after all? Usually we want to be generous lords and masters. And that is the same with the simple rice farmer as with the high society hero in the "modern" world.

But this attitude does not remove the desire, of course, and of course it is not the case that one can usually get along without gifts or aids from outside. And so it was surprising, yes even shocking to me, that the same people whom one has offered something, then eagerly stole in the night that which they had been offered before as gifts. In this way it seems possible for them to take (accept) things. They must have the feeling to have come to these things by themselves, having acquired them by themselves. They are so used to taking, yes actually, stealing, that to accept and receive something is something so unacceptable and extraordinary to them which appears far too binding. When to someone who does not know gratitude one gives a gift, then it is as if looking a thief straight in the face as one has caught him in the act. Such is the reaction to a gift.

"Unimaginable!", one would perhaps think: "What primitive people! A gift they proudly reject and then in the night they greedily steal that which one would have freely given before." But careful one has to be with such thoughts, very careful, and reflect this attitude first for the "developed" people, and foremostly for oneself.

People who live close to nature have nature as their donor and benefactor, and it is the case, as long as they are still unspoilt, that they very well afford appreciation, gratitude and sacrifices towards this benefactor. That is the evenness of those which we commonly see as primitive people, who worship nature spirits, bring them sacrifices and make an effort towards equity, gratitude and humility in this way.

They take and they give, within their system. Today however the system is destroyed, depraved and confused through "modern" influences. But the greed and the desire are still there, only that no conscious balance is sustained anymore. That the forest and the balanced nature disappear rapidly will probably not have escaped anyone. The benefactor, "the mother", is little by little devoured, unnoticed the effects on oneself. "Those bad others...!" comes to mind immediately.

Far away this seems for us, but that is only since we stand in the middle of the forest just the same and cannot see its trees.

On what ground now do the "modern" people stand? Has anything changed there? Are the manners of acting different? No, and if one takes a closer look then they are even worse, unconscientious and completely removed and uprooted from a healthy, balanced tradition. They are even proud of their achievements and that which they call freedom. Hardly any primeval forest and its inhabitants are so encumbered in a relentless struggle and competition about becoming, growing and getting as is the "urban" world.

The "modern" behaviour even goes far beyond this "unimaginable" behaviour of the simple but disrooted human beings. We even generally assume that we are worthy of gifts, that we have a right to receive things and we take things unabashedly, as long as they serve the stilling of our desires. We sell "rights" to each other that we don't even have, since such do not even exist in this manner. Apart from this general consumption of that which is everywhere offered and bestowed upon us (most of it for sure not given freely but bound up with many conditions which, in the moment of taking, we matter-of-factly belittle and negate), we then also take that which we recognize clearly as giving. Completely immoderate, and all this with an astounding self-assurance and arrogance. "You are worth it!" screams it from the advertisement wall, and we eat the bait with delight.

Certainly one can see one's own behaviour only with difficulty and recognize one's errors only with some trouble, and therefore it is so necessary and important to find this out through this endeavour of being anxious to give, learning to give and wanting to give, and understanding and penetrating its nature.

Let us take a child here as an example. You feel like giving a cake to the child. The child, instead that it gratefully accepts the cake, says that it does not like that cake. How perspiciously is it nowadays seen as "compassionate" that one immediately digs deeper and asks the child: "Ah! What is it then that you want? Do you want ice-cream perahps?" In this manner it is that one is reared and brought up in this "modern" "compassionate" world. This we call compassion: We help each other (to) satisfy our cravings and appetites. What kind of people would that be that did not accede to the wishes and desires of the child: Hard, without compassion, cold... "This is but only a child" ... or perhaps really concerned for the child, when there is one day no cake and no ice-cream to be had everyday anymore?

We are no different than the child, and the "consumer spirit" appreciates and treasures our weaknesses and knows how to use them. Oh, how we feel so independent and free today, *click* *click *click*... everything is for free and if one knows the jungle then one will not lack anything. But this jungle narrows down, just as the jungle outside is hard-fought, disappears and loses its freedom, so just the same the natural principles take their course even in the "modern world".

Maybe one must have seen and observed things by oneself: How human beings behave when the resources become scarce and greed and fear drive the masses. Ant colonies strive through the forests and still try to get hold of the most and best when they hear that the going might get tough. If you tell them about modesty as a solution they only see the danger, but not the way that is evinced by this. The forest is there for everyone and we all have a right to our share, and so the forest becomes a crisis zone.

We live in a fast-paced world, so fast-paced that it is perhaps even already too fast to observe things. Let's take the forest "internet". Not long ago an uncultivated place where things just grew wildly, now it is little by little occupied, appropriated and possessed, stubbed, farmed, objectified, ruled and tilled and cultivated with an orientation towards profit.

Do you still know the days when one came back home from this forest with gratitude, rejoicing in its fruits? Do you still know the days when one took two hours time to answer an e-mail or one thanked for a service? Or maybe even the days when one received a letter from a pen-friend in Africa?

Everything is easier nowadays, faster, free and without commitments and without the necessity of recognition and gratitude. There is no equity necessary, that's how it is today. And who should that be, the one who gives? Where do all the things come from? From the outlet and the network cable? Or eventually still out of the forest again? Maybe even from people who share something they have acquired? No: The e-mail comes from the service center from a part time worker who earns his deserved pay. Do we after all continuously and ungratefully enter into new engagements without number, which we in no way recompense and thereby unknowingly indebt ourselves?

"Horrible, such engagements I would never want to have to enter into. Then I'll just rather go and take my own things, procure my own things and stay independent." - "But which? From where?"

In the modern day and age one has developed elaborate anonymous systems to keep their sustainers free from qualms and regrets, but that those are but only artificial illusory worlds we recognize in the never seen before appearances of physical as well as mental illnesses of modern people. Cancer devours them, diabetes burdens their daily life, depression, traumatic phenomena, and so on... Things that one will not find among the "primitive" people. There it usually happens differently, yet still in the same way, if someone oversteps the boundaries and for example cuts down a tree unaskedly. Here we think there is not such a thing as "possessed by demons". But the nature and the cause are the same. We may call it sicknesses today, but their cause lies in an imbalance of conscience which makes beings susceptible for the attack by disease (demons).

And what do we do against sicknesses today? We try to get rid off the symptoms, but only rarely the cause. Such a pill which helps fast, even if it is taken from the jungle again, which is taken for granted, something one is entitled to and which creates new liabilities, is simply more comfortable than to deal with the roots of the disease and start taking less, yet strive towards being able to give something one day, or at least endeavour for some balancing. But also that "living on credits" is a development of modern times, as if one could escape the rebate.

There we rather install a free download virus program, instead of examining our surfing and internet use habits. Where there is demand there are givers. From what the givers may live...?

Now imagine that one has been given a self-made text editor from a friend, and the neighbour enjoys with Google Chrome (only as an example) the abundance of all text editors of the present generation. "What, and for that I'm even supposed to say thanks? The same I get for free in a thousand times better quality." Or maybe we even make it to a condescendingly smiling "Ohh, thanks!"

And what does the primitive man think when you want to give him some fruits? "Oh, if he knew where there are the good and sweet ones to be found in abundance. Those I get there for free whenever I want."

Maybe now one can already recognize the depth of the subject, and it would be very unskillful to think that this part of the path that lays ahead one could just skirt and avoid right away, although one still does not even know it in the least.

All too gladly one constructs one's "I deserve this" model again and tries it with faked equanimity which is nothing else but the attempt at not even having to try examining the roots. "Inherited I have this, it is my own past merit", as if the world was full of rich heirs of wealth. There is a marked distinction between inherited and heaped up for years on the backs of others. That too is a heritage, but to carry it is not marked by freedom, and out of that cycle one can never escape as a consumer. May the forest appear as extensive and lasting as it may, taking does not relieve one's conscience, but accepting of that which is given freely gives, through recognizing the act of generosity, an example: That such things are possible and can also work in different ways after all. First we have to arrive at a point where we are able to keep giving and taking in a balance, and when we have reached that point then we can at last relish how it works wonders to give up more than one takes up and imbibes again.

If one brings home this whole matter to others, or let's say, brings it home to oneself, if we say to the "primitive" native that he steals and if he becomes aware of that, then nevertheless there is rarely more to expect than that he will feel ashamed and escape into self-pity. He does not come out of his state of slavery. Rather he would serve for eons than to start freeing himself. Gospels (songs of lament and short-lived entertainment) are everything that makes his everyday life bearable, but seemingly to him it is completely sufficient.

There is a sentence which sadly in recent history was used wrongly and lead to great suffering. But it is a sentence which holds much truth and even the solution to the problem. We cringe, usually, when we hear someone say "Labour makes (you) free" (here also a story which exemplifies this very well: "To Engage In Undertakings Of A Righteous Action is Most Blissful "), but exactly this is the only solution to escape the cycle. Skillful acts and not inactivity and lack of will while still being driven by greed and desire (in the manner of "I deserve this").

No one else can force us to our happiness or our freedom or give it to us. It is something that we have to work hard for by ourselves, and it only works out if we also recognize that by ourselves and make up our minds by ourselves to take this "hard" but fruitful route.

Oh, how so many people wish for beautiful monasteries for example, a buddhist way of life, simple living... and yet still cling tightly to all their belongings, would have a hard time only devoting a little amount of their time every week to wipe the communal hall a little bit or root out some weeds every other day. "And what do I gain from it? No one will thank me. For what do I pay 'taxes', do I pay donations, do I already bring so much about by my presence? ... Shall others take it upon themselves, I am a hardworking person, and neither am I rich..."

All that is possible today, and Dhamma is available at the bookstore after all, or in the supermarket. It does call for a fundamental decision, whether one goes along with this corrupt cycle or simply starts learning to receive, and also to give, or even to start making an effort and endeavouring for one's own virtue.

May one as a living room ascetic feel as secure and skilled in one's talent of samadhi as one likes, in the end, what we wanted to have recognized, "Ahh, I knew it", with hasty reassurance (in order to be able to distance ourselves again a bit from the troublesome things), still ends again with the sentence:

(sangha vatthu) There are two paths leading to benevolence. Which two? The good path, which is helpful and welcoming, and the best path, which is liberating and leads to salvation. With those two, the latter includes the former, requires it, cannot exist without it.

Without the good, the best will never come to be, even if we rejoice in the pleasent, still we first have to go through the unpleasent. Nothing is for free in this world. On credit, with one's own sweat, or taken shamelessly and without gratitude, everything has its according price. This shortcut does not exist, even if we would throw everything away with still so much frustration, and don't like this all in the least, it is but only the conceit which keeps us away from the good things, and the pleasent has nothing to do with the best after all.

If we think that "consuming wealth makes free" (today, there are also many "Buddhists" after all, who think that freedom is possible through wealth), then it may easily come to renewed misuse of the sentence "(Skillful) work makes free". Are we not already trying again to become free on the backs of others? Don't we already pay the price for having tried to become free on the backs of others?

At this point, I want to conclude these suggestions and proposals with a sutta quote:

Abandon the unwholesome! It is possible to abandon the unwholesome. If it were not possible to abandon the unwholesome, I would not say thus: "Abandon the unwholesome!" But because it is possible to abandon the unwholesome, I say: "Abandon the unwholesome!"

If this abandoning of the unwholesome led to harm and suffering, I would not tell you to abandon it. But because the abandoning of the unwholesome leads to welfare and happiness, I say: "Abandon the unwholesome!"

Develop the wholesome! It is possible to develop the wholesome. If it were not possible to develop the wholesome, I would not say thus: "Develop the wholesome!" But because it is possible to develop the wholesome, I say: "Develop the wholesome!"

If this developing of the wholesome led to harm and suffering, I would not tell you to develop it. But because the developing of the wholesome leads to welfare and happiness, I say: "Develop the wholesome!'

- AN 2.19 ("Right effort", translation (adapted from) Bhikkhu Bodhi)


If after death everything was over then making debts would possibly be the most intelligent way. There is good reason after all why one does not like to accept this all too eagerly. Even "Buddhism" without rebirth is, after all, gladly consumed today. Whether belief can change laws of nature, cause and effect, remains to be seen, and for sure we are not trying it for the first time, but maybe the last time in this way.

'Develop the wholesome!'

Only skillful action (labour) makes free.

 (generously translated by Moritz R., 30.6.2013)

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Comments *

1) Re: Geben, nehmen und die „neue“ Welt – „Arbeit macht frei!?“ -
Written by turtle am April 19, 2014, 02:23:50 Nachmittag
Like someone said once -
“Look at a day when you are supremely satisfied at the end. It’s not a day when you lounge around doing nothing; it’s when you’ve had everything to do and you’ve done it.”

---

Wie jemand einmal gemeint hat -
“Denke an einen Tag an dessem Ende du zutiefst zufrieden bist. Es is nicht der Tag an dem du träge herumsitzst; es ist der Tag an dem du alles zu tun gehabt hattest, und alles getan hast."

2)
Written by Johann am Juni 09, 2015, 04:59:31 Nachmittag
Sadhu!
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Johann
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