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[September 25, 2017, 04:12:41 PM]

Author Topic: Moral und Ethik im Buddha Dhamma, eine Einführung  (Read 989 times)

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Online Johann

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Moral und Ethik im Buddha Dhamma, eine Einführung
« on: November 17, 2015, 03:13:50 AM »

Aramika   *

Dieses neue Thema wurde  aus abgetrennten Beiträgen, ursprünglich in Virtue - Sila - Tugend ,  hier zu einem neuen eröffnen. Für ev. ergänzende Informationen zur Herkunft, sehen Sie bitte das Ursprugsthema ein. Anumodana!

The new topic here is made from one or more post from there Virtue - Sila - Tugend . For eventual additionally information to this new Topic, please visit also the Topic of origin. Anumodana!
[Original post:]


Quote
Tugendregeln -  Sila

Die Praxis auf dem Pfad der Lehren Buddhas, beginnt mit dem Üben von einfachen Tugendregeln (Pali sīla) zur Entwicklung von Sittlichkeit (pali sikkhāpada).

Inhaltsverzeichnis


Sila - Einleitung

Die Silas sind praktische Zusammenfassungen von Übungsvorsätzen für die Entwicklung des Tugendabschnitt des Edlen Achtfachen Pfades , (Rechte Rede , Handlung und Lebensweise ) und als Gegenstand der Achtsamkeit im täglichen steten Verhalten zu verstehen. Die Einhaltung von Silas oder Verhaltensregeln erfolgt anfänglich auf Vertrauen (saddha), gewonnen aus grober Einsicht über den Nutzen des Verhaltens, im Hinblick auf Ursache und Wirkung (Karma) und fördert die Gewissensfreiheit, die zur Erlangung angemessener Konzentration und Einsichtgewinnung erforderlich sind. Die Grundlagen für Tugend stellen rechte Ansicht und rechte Entschlossenheit dar. Gleichzeitig schützt die Einhaltung von Silas vor Verletzungen anderer, sowie seiner selbst und trägt zur Harmonie im Umfeld und im Alltag bei. Sie heilt die eigenen Wunden, und die Wunden der Welt.[1]

Tugend stellt die Basis der Übung im Dhamma-Vinaya, als Teil der Achtfachen Pfades[2] dar und ist für einen erfolgreichen und ernsthaften Weg unumgänglich.

In der Regel erfolgt die Annahme der fünf Übungsverhaltensregeln als Basispaket des Trainings mit der Zuflucht in Buddha, Dhamma und Sangha[3] und wird von einer eingeweihten Person (Bhikkhu oder Bhikkhuni) oder zumindest von einer tugendhaften und eingewiesenen Person erbeten. Laienanhänger[4], die eine ernsthafte Zuflucht im Pfad Buddhas suchen, nehmen zumindest die grundlegenden fünf Verhaltensregeln auf sich. Personen, die sich neben einem moderaten Leben auch intensiver der Meditation widmen wollen, kommen in der Regel mit den acht Silas aus. Jene, die als Laien ein nahezu klösterliches Leben führen, nehmen sich der Einhaltung von den zehn Verhaltensregeln eines Novizen (Samana oder Samaneri) an. Buddhistische Mönche oder Nonnen halten Sich je nach Tradition und Einweihungsgrad an 150 bis 227 Regeln (311 Regeln für Bhikkhunis), die neben dem reinen Tugendverhalten auch Regeln der Umgangsform zur Wahrung des Ansehens der klösterlichen Sangha umfassen.


Fünf Silas

Die formale Annahme der fünf Tugendregeln (Pali: pañca-sila) erfolgt durch die verbale oder zumindest geistige Wiederholung der einzelnen Regeln. Die Formel für das Vorhaben zur Einhaltung dieser Übungsregeln fällt nach der Anfrage und Zufluchtnahme[5] (hier aus der Dhammayut-Tradition in Pali[6]):
    pāṇâtipātā veramaṇī sikkhāpadaṃ samādiyāmi

        Ich nehme mich der Übungsregel an, davon abzusehen, Leben zu nehmen.

    adinnādānā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi

        Ich nehme mich der Übungsregel an, davon abzusehen, zu nehmen was nicht gegeben ist Stehlen.

    kāmesu micchācāra veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi

        Ich nehme mich der Übungsregel an, von sexuellem Fehlverhalten abzusehen.

    musāvādā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi

        Ich nehme mich der Übungsregel an, davon abzusehen, zu Lügen (Unwahrheit Sprechen).

    surā meraya majja pamādatthānā veramani sikkhāpadaṃ samādiyāmi

        Ich nehme mich der Übungsregel an, davon abzusehen, berauschende Mittel zu nehmen, die zur Gewissenlosigkeit führen.

Diese einfachen Regeln sind für jede Person unabhängig von ihrem Alter in ihrem Wahrnehmungsbereich anwendbar und natürlich von der Bewusstseinsentwicklung des Einzelnen abhängig. Auch wenn es dazu zahlreiche Kommentare und Auslegungen gibt, bleiben sie so einfach und anspruchsvoll wie sie sind.

Acht Sila

Die acht Tugendregeln (Pali: atthangasila) werden von vertrauensvollen Laienanhängern an den wöchentlichen Uposatha-Fastentagen[7] eingehalten. An diesen Tagen versammelt sich die Laiengemeinschaft in den Klöstern oder Viharas, um Zuflucht und eine Erneuerung der Tugendregeln zu erbitten. Dort wo diese mondphasenabhängigen Einhaltunstage gepflegt werden, treffen sich die Laienanhänger schon am Vorabend und verbringen die Nacht mit Dhammagesprächen oder Meditation sowie den Vorbereitungen und Arbeiten in den Klöstern zur Unterstützung der Mönchs- oder Nonnengemeinschaft. Menschen, die sich einem meditativen Leben widmen und deren Lebensweise entsprechend ist, oder Personen, die sich einer Meditationsklausur unterziehen, nehmen diese Regeln als stete Begleitung in ihrem Alltag auf sich.

Sie ergänzen die fünf Silas um drei weitere Regeln[8]:

    Vikalabhojana veramani sikkhapadam samadiyami

        Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Essen zu verbotener Zeit an.

    Nacca-gita-vadita-visukkadassana mala-gandha-vilepana-dharana-mandana-vibhusanathana veramani sikkhapadam samadiyami

        Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Tanzen, Singen, Musik, Unterhaltungsveranstaltung zu besuchen, tragen von Schmuck, Gebrauch von Duftstoffen, und Verschönerung des Körpers mit Kosmetik, an.

    Uccasayana-mahasayana veramani sikkhapadam samadiyami

        Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens vom liegen auf hohen und üppigen Liegen an.

Im Zuge einer Meditationsklausur wird die Übungsregel des Abstehens von sexuellem Fehlverhalten auf ein zölibatäres Leben ausgeweitet bzw. ausgetauscht.[9]
    Abrahmacariya veramani sikkhapadam samadiyami

        Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von sexuellen Handlungen an.

Zur falschen Zeit essen betrifft die Ziet nach Höchststand der Sonne ca. 12 Uhr bis Sonnenaufgang ca. 5 Uhr am Morgen.

Zehn Sila

Ähnlichen Inhalt haben auch die zehn Tugendregeln (Pali: dasasila) für Novizen (Samaneras). Sie ergänzen die acht Tugendregeln (die siebte Regel wird in zwei Regeln getrennt) um eine weitere:

    Jatarupa-rajata-patiggahana veramani sikkhapadam samadiyami

        Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens Gold und Zahlungsmittel anzunehmen an.

Zahlungsmittel hier, bedeutet wörtlich Silber. Zu Buddhas Zeiten gab es soetwas wie Geld, so wie wir es kennen nicht. Das Pali Wort für Silber wurde stets für Bezahlung oder Gegenleistung verwendet und auch heute noch verwendet man Silber in Südostasien wenn man von Lohn spricht.

Tugendregeln der Mönche und Nonnen


Unterscheidungen zwischen Laienpraxis und Klösterlichen Regeln

Der Pfad des Dhammas ist ein stetig steigender Stufenpfad des Trainings (Anupubbi-Sikkha[10]) und so ist auch die Zunahme der Strenge der Verhaltensregeln immer mit der entsprechenden Lebensweise, dem entsprechenden Lebensunterhalt in Übereinkunft und abhängig davon, was die einzelne Person für ihre Praxis bereit ist aufzugeben. Während ein Laie durchaus noch in einer sexuellen Beziehung im Einklang leben kann und Fortschritte machen wird, ist es für Mönche und Nonnen ein vollständiges Tabu und das kleinste Vergehen Grund genug, um aus der Klostergemeinschaft ausgeschlossen zu werden.[11]

Moderne Interpretationen und Auslegungen

Vegetarismus

Wie zu allen Zeiten, so auch zu Buddhas Zeiten, werden Tugenden oft dafür genutzt, um die eigene Gruppe gegenüber einer anderen zu heben. So versuchte zum Beispiel Devadatta die Führung der Sangha, mit dem Auferlegen bestimmter Praktiken, die auf den ersten Blick erhabener schienen, zu gewinnen. Eine der bekannstesten Forderungen war das Abstehen des Essens von Fleisch, welches der Buddha dahingehend ablehnte, zu sagen, daß das Essen von Fleisch, keine unheilsame Handlung ist. Heute, aufgrund der übermäßigen regelrechten Industie um die Produktion von Lebewesen, zum Zwecke des Verzehrs und des Sinnesvergnügens, stehen viele Buddhisten von Verzehr von Fleisch ab, da sie auf keinem Fall Anteil am Töten von Lebewesen, durch Nachfrage haben wollen. In manchen spärteren Traditionen, spezielle in jenen, in denen die höchste Art des Lebensunterhaltes, durch Leben von Almosen, aufgegeben würde, und die Aufträgen in der Welt nachgehen, wird Vegetarismus zu einer "buddhistischen" Tugend gemacht. Alle Arten der Versuche "saubere" Nahrung zu erzeugen oder zu definieren, scheitern jedoch daran, daß man meist übersieht, wieviel Leben und sogar Lebensraum es erfordert, zum Beispiel pfanzliche Nahrung zu erzeugen.[12]

Brechen von Regeln zu einem höheren Zweck

Wie zu allen Zeiten, um hohe Ethik auf einen Standard zu bringen, der einer Weltanschauung oder gesellschaftlichen Interessen dient, werden höhere Zweck für das Brechen von einfachen und klaren Regeln erschaffen. Die Lehren Buddhas kennen so etwas jedoch nicht und Tugend steht über jedem darüber hinaus erdachten höheren Zweck und fällt auch, wenn das Ziel über die Tugend gestellt wird. Es gibt verschiedene Schulen, welche die Eindeutigkeit der einfachen Regeln, für höhere Zwecke, vernachlässigen wollen. So ist es heute nicht selten, daß man dort und da sogar versucht, solche Dinge wie "heiligen Krieg" oder "gerechten Krieg" aus den Lehren Buddhas zu interpredieren. Wie auch immer, finden alle diese Versuche, keine Unterstützung in den ursprünglichen Lehren.[13][14][15][16] Siehe auch "Brechen der Silas". In den Lehren Buddhas finden sich zwei Ausnahmen von diesen generellen Regeln. Auf die Frage, was wenn es getötet wird, von Nutzen und Berechtig wäre, antwortete der Buddha einem Brahmanen mit "den eigenen Zorn".[17] Im Bezug auf sprachliches Verhalten, wie man oft merken mag, erklärt Buddha dem Prinz Abhaya, auf die Frage, was der Unterschied von ihm und anderen sein, wenn er tadelt, daß ein entfernen von schlechten Ansichten ebenso mitfühlend ist, wie ein Elternteil einem Kleinkind einen verschluckten Gegenstand herausziehen würde. Auch wenn dieses Vorgehen sinnbildlich Verletzung verursachen könnte, rettet es dem Kind das Leben.[18]

Sterbehilfe, Abtreibung, mitfühlendes Töten

In der ursprünglichen Ethik des Dhammas findet Sterbehilfe keinerlei Unterstützung und Anerkennung, da ein Anerkennen und Unterstützen, immer nocht Töten befürwortet und toleriert. So da drei Wege von unheilsamen und ungeschickten Handlungen sind (körperlich, sprachlich und geistig) stellen Anregungen, Aussagen wie "Es wäre besser, du würdest Sterben" und Unterstützung, welches zum Tod eines Lebewesens führt, zu unangenehmen Früchten und in vielen Fällen zum Bruch der Silas. Um die Wichtigkeit dieses Umstandes zu sehen, kann man sich an den Reglen für Mönche und Nonnen orientieren. Ein Unterstützen, Anordnen und Einwilligen des Tötens von menschlichen Wesen, führt zum höchsten Vergehen und dem umgehenden Ausschluß aus der Gemeinschaft.[19] Manche spätere Schulen, die sich auf die Lehren Buddhas berufen, versuchen aus den Geschichten über Buddhas Vorleben Moral zu entziehen, welche solche Tötungen rechtferigen sollte. Diese Geschichten, wie auch immer, sind Geschichten einer unerwachten Person, und noch nicht im Rahmen des Edlen Achtfachen Pfades. In manchen Fällen haben Schulen sogar eigene Wiedergeburtsgeschichten erfunden, welche durch die Anmaßung der Urteilfähigkeit, wer Tod verdienen würde, andere Lebewesen des Fürchtens vor Buddhisten verursachen würde. Solche Auslegungen finden jedoch in politischen und militärischen Kreisen immer wieder Anklang.[20] Auch haben einige Schulen Riten und Rituale entwickelt, welche Töten von Lebewesen zur Darbietung tolerieren.[21] Wieder andere haben Syteme der Wertigkeit von Lebewesen entwickelt, und akzeptieren das Töten für den Zweck des Erlangens einer besseren Wiedergeburt. All diese Aufwartungen haben jedoch nichts mit den ursprünglichen Lehren Buddhas und somit der buddhistischen Ethik zu tun. Zum Verständnis der Ablehnung von Abtreibung generell, ist zu verstehen, daß ein Leben bereits mit der Empfängnis beginnt, ab dem Zeitpunkt, wo Geist oder Lebenswille Körper annimmt.[22] In der Vinaya werden zahlreiche Geschichten angeführt, wo Bhikkhus durch Verabreichen von Medizin, zum Zwecke der Abtreibung, Beihilfe zum Streben von Föten geben. In allen Fällen verhängt der Buddha die höchste Strafe über diese Mönche und schließt sie aus der Gemeinschaft aus.[23]

Nutzen von Tugend

Gesellschaftlicher Nutzen

Die Tugendreglen gestalten die grundlegenden Ethik und Verhaltensweise von Personen, die in einer Gesellschaft und einem Miteinander leben. Durch das Einhalten von Tugendregeln wird das sozialle Gefüge gesichert und aufrecht erhalten, und jedes Mitglied erfährt einen Anteil an Sicherheit aus diesem Verhalten.

Persönlicher weltlicher Nutzen

Die buddhistsche Ethik, entgegen vieler anderer Verhaltensnormen, klammert Motive und übergeordnete Ziele aus, und reduziert sich auf die momentane Absicht. Übergeordnete Motive sind meist eine bestimmte Gruppe bevorzugend, oder einem höheren Zweck versprochen, und garantieren damit nur für eine eingeschränkte Gruppe von Lebewesen Sicherheit und führen zu zahlreichen heuchlerischen Auswüchsen. Jemand der anderen Lebewesen Freiheit von Angst und Bedrängnis gibt, erhält einen Anteil dieser gegebenen Sicherheit im Gegenzug zurück. Alle Lebewesen umfaßend, ist dieser Anteil entsprechend umfangreicher. Eine Person, die sich der grundlegenden Regeln des Verhaltens (die fünf Silas) annimmt, kann neben einem Nichtabfallen seines erlangten Bewußsteins, folgenden Nutzen erwarten:
"Wohlstand durch seine Gewissenhaftigkeit; eine vorteilhaftes Ansehen; eine selbstsicher Haltung ohne Furchtsamkeit in jeder Gesellschaft, sei es die von Noblen, Brahmanen, Haushältern oder Asketen; ein ruhiger Tod; und, mit dem Zerfall des Körpers nach dem Tod, Wiedergeburt in einen glücklichen Zustand, in der himmlischen Welt". - DN 16

In einer "kürzere Untersuchung von Handlungen"[24] zeichnet der Buddha die Gründe für die verschiedernen Errungenschaften und Unterschiede heraus. Diese haben folgende Gründe, die in tugendhaften Verhalten in der Vergangenheit zu finden sind. Manchmal kann man dieses Eigenschaften gepaart mit den Qualitäten einer Person, aber auch Veränderungen innerhalb einer Lebensspanne beobachten und sehen:
  • Langlebigkeit: Eine Frau oder ein Mann, welche(r) das Töten von Lebewesen abgelegt hat, steht dem Töten von Lebewesen ab und verweilt mit der Rute niedergelegt, sein/ihr Messer abgelegt, gewissenhaft, gnädig und teilnahmsvoll für das Wohlergehen aller Lebewesen.
  • Gesundheit: Eine Frau oder Mann, welche(r) nicht jemand ist, der Lebewesen mit seinen/Ihren Fäusten schlägt, mit Brocken, mit Stöcken, oder mit Messern.
  • Schönheit: Eine Frau oder Mann, welche(r) nicht missmutig und leicht verärgert ist, selbst wenn schwer kritisiert, wird er/sie nicht beleidigend, provozieren, arglistig und aufgebracht, zeigt keinen Verdruß, Ablehnung und Verbitterung.
  • Einflußreichtum: Eine Frau oder Mann nicht neidisch ist. Er/Sie ist nicht neidisch, missgönnend oder brütend, über anderer Zugewinne, Ehrung, Respektierung, Ehrfurcht und Anerkennung.
  • Großer Wohlstand: Eine Frau oder Mann, welche(r) ein Geber von Nahrung, Getränk, Gewand, Sandalen, Gestecken, Duftstoffen, Salben, Liegen, Unterkünften oder Erleichterungen für Brahmanen und Besinnlichen, ist.
  • Hohe Geburt: Eine Frau oder Mann, welche(r) nicht starrköpfig oder anmaßend ist. Er/sie zollt Ehrbietung an jene, die Ehrbietung verdienen, erhebt sich... überläßt einen Sitz... gibt Vorrang... verehrt... respektiert... würdigt jene, die man würdigen sollte und anerkennt jene, die anerkannt werden sollten.
  • Einsicht/Weisheit: Eine Frau oder Mann, welche(r) wenn einen Brahmanen oder Besinnlichen besuchend, fragt: 'Was ist geschickt, Ehrw. Herr? Was ist ungeschickt? Was ist tadelnswert? Was ist tadellos? Was sollte kultiviert werden? Was sollte nicht kultiviert werden? Was getan von mir, wird für meinen Langzeitschaden und Leiden sein? Oder, was getan von mir, wird für mein Langzeitwohlergehen und Glück sein?'
Persönlicher überweltlicher Nutzen

Über diese weltlichen Nutzen der Einhaltung hinaus, wird ab dem Einhalten der acht Tugenregeln, mit zusätzlichen Regeln, die das Enthalten von Sinnesvergnügen fördern, ein Maß an Freiheit von Gewissensbissen erlangt, welches als Basis von Konzentration erforderlich ist, und damit Einsicht in die höchtse Befreiung möglich macht und die Grundlage für das Erlangen von Nirvana geschaffen.
   
[Ananda:] "Was, Oh Ehrwürdiger, ist der Lohn und Segen von heilsamer Sittlichkeit?" [Der Buddha:] "Freiheit von Gewissensbissen, Ananda." "Und von Freiheit von Gewissensbissen?" "Freude, Ananda" "Und von Freude?" "Entzücken, Ananda" "Und von Entzücken?" "Gestilltkeit, Ananda." "Und von Gestilltheit?" "Wohl, Ananda." "Und von Wohl?" "Konzentration, Ananda." "Und von Konzentration?" "Vision und Wissen entsprechend der Wirklichkeit." "Und von Vision und Wissen entsprechend der Wirklichkeit?" "Abwendung und Loslösung, Ananda." "Und von Abwendung und Loslösung?" "Die Vision und Wissen im Bezug auf die Befreiung, Ananda." — AN 10.1

Das Training selbst, indem man mehr und mehr von der Betrachtung von Motiven und Rationalizierungen, für die eigenen Handlungen, abstand nimmt, und sich mehr an den aufkommenden Absichten und Geisteshaltungen orientiert (beginnend mit schlichtem "nicht Töten..." usw.), wird damit zu einem erhöhten Geistestraining.

Nutzen für andere

Tugend wird als das höchste Geschenk an Lebewesen verstanden und unterliegt niemals dem Tadel. Während jegliche Hilfe und Gabe, so gut wie immer auf Kosten anderer Lebewesen geht, gilt das Geschenk der Tugend, ehrhabener als alles alle Geschenke der Welt:

    "Nun, das sind diese fünf Gaben, fünf großen Gaben, ursprünglich, seit langem bestehend, traditionell, altertümlich, unverfälscht, rein von Anbeginn, welche nicht offen für Verdächtigungen, werden niemals für Verdächtigung offen sein und ungetadelt von wissensfähigen Besinnlichen und Brahmanen. Welche fünf? "Da ist der Fall, daß ein Schüler der Noblen, das Nehmen von Leben ablegend, absteht Leben zu nehmen. In dem er dies tun, gibt er einer unzählbaren Zahl von Lebewesen Freiheit von Gefahr, Freiheit von Feindseligkeit, Freiheit von Bedrängnis. Im Geben von Freiheit von Gefahr, Freiheit von Feindseligkeit, Freiheit von Bedrängnis, für eine unzählbare Zahl von Lebewesen, wird ihm grenzenlose Freiheit von Gefahr, Freiheit von Feindseligkeit und Freiheit von Bedrängnis zu Teil. Dies ist die erste Gabe, die erste große Gabe, ursprünglich, seit langem bestehend, traditionell, altertümlich, unverfälscht, rein von Anbeginn, die nicht offen für Verdächtigungen ist, niemals für Verdächtigung offen sein wird und ungetadelt von wissensfähigen Besinnlichen und Brahmanen ist. Dies ist die vierte Vergütung von Verdiensten...[gleiches für die übrigen vier Silas] - AN 8.39

Brechen der Silas

Das Einhalten von Tugendregeln ist als Übung zu verstehen, und es ist natürlich, dass diese bis zur Perfektion gebrochen werden. Sollte man im Üben von Tugend, eine der Regeln berechen, wird empfohlen, dieses einem vorzüglichen Gefährten zu gestehen und abermals beschließen, vom Fehlverhalten abzustehen. Der Buddha beschreibt diese Vorgangsweise seinem Sohn Rahula.[25] Das Gestehen und Einsehen von Vergehen, bezieht sich jedoch nur auf körperliche und sprachliche Fehlhandlungen, da geistiges Fehlverhalten nicht in den Bereich von Sila, sondern Abhidhamma fällt. Entgegen anderer Religionen, gibt es keine übergeordnete Macht, die einem von den Früchten der Handlungen erlöst oder jemanden der Absolution erteil auch wenn die psychologische Wirkung eine ähnliche ist. Es gibt auch keinen letztlichen Richter abseits von Ursache und Wirkung (Kamma), und alle Handlungen, geschickt oder ungeschickt, fallen früher oder später, auf die eigene Person zurück. Der einzige Weg diesen Früchten des Handelns zu entkommen, ist das Erwachen. So dient das "Beichten" in der buddhischen Tradition nicht als Mittel, sich der Verantwortung zu entziehen, sondern um sein Gewissen zu erleichtern und auf dem Pfad fortschreiten zu können. Über dieses hinaus ist es ein Zeichen an die Mitpraktizierenden, dass man noch ernsthaft den Pfad verfolgt und gibt ihnen damit auch ein Gefühl der Sicherheit daraus. Im den Regeln der Mönche und Nonnen, spielt diese Reinigung in Form von "beichten" eine hohe Rolle und der wesentliche Teil der Vinaya widmet sich diesem. Alle zwei Wochen versammeln sich die Bhikkhus zum Uposatha, und die erste Frage an die Gemeinde ist "Sind Sie rein?" (sind alle Vergehen gebeitet und offen gelegt). Auch wenn es unter Laien nicht als generelle Gepflogenheit ausgeübt wird, zeigen die Anweisungen an Rahula den Nutzen und den Sinn, dieses dennoch zu tun.

Moderne Psychologie listet fünf Gründe für die Rechtfertigung von Vergehen auf:
  • Verantwortlichkeit zu verleugnen;
  • zu verleugnen, daß diese Verletzung überhaupt stattgefunden hat;
  • die Wertigkeit des Opfers zu leugnen;
  • den Kläger zu attackieren und die Rechtfertigung,
  • daß dahinter Absichten einer höheren Aufgabe stehen.
Die Methode der Praxis des Dharmas setzt jedem Punkt das entsprechende Mittel dagegen:
  • Wir sind Verantwortlich für unsere bewußten Entscheidungen.
  • Wir sollten uns immer in die Lage der anderen Person versetzen.
  • Alle Wesen sind es wert, respektiert zu werden.
  • Wir sollten jene, die unsere Fehler aufzeigen als unbezahlbare Schätze ansehen. (Mönche sind tatsächlich dazu angehalten, sich nicht respektlos gegenüber Leuten die sie kritisieren, selbst wenn diese vorhaben nicht von ihrer Kritik abzuweichen, zu verhalten)
  • Es gibt keine, wiederholend keine, höheren Absichten, die das Brechend der grundlegenden Verhaltensregeln für ethisches Verhalten rechtfertigen.[26]
Schlechte vorangegangene Handlungen schrenken die Möglichkeit der höchsten Befreiung zwar in gewisser Weise ein und erschweren es, sind da nur fünf Handlungen[27], die einem vom Pfad abschneiden. Personen, welche diese Handlungen begangen haben, können im gegenwärtigen Leben keinerlei spirituelle Weiterentwicklung erwarten:
   
  • eine Person, die ihren Vater umgebracht hat,
  • eine Person, die ihre Mutter umgebracht hat,
  • eine Person, die einen Arahat umgebracht hat,
  • eine Person, die einen Buddha (Arahat oder auch Paceccabuddha) böswillig verletzt hat, bis zu dem Punkt, daß dieses ihm zu bluten verursacht, und
  • eine Person, die unehrlich ein Schisma in der Saṅgha verursacht hat, wissend oder vermutend, daß seine Stellung entgegen Dhamma-Vinaya war.
Eine Person, die den Strom des Dhammas noch nicht erreicht hat, ist immer noch Gegenstand, diese Kardinalvergehen zu begehen. Das Beispiel vom Massenmörder Angulimala zeigt, daß selbt großes Verbrechen, wenn Eingesehen und geläutert, den Weg zur Befreiung noch im gegenwärtigen Leben nicht versperrt.[28]

Konsequenzen unmoralischen Verhaltens

Nutzen und Schaden aus Verhalten und Handlungen, sind keine Frage eines übergeordneten Richters, sonder, selbst wenn man sich aller Bestrafungen durch äußere Maßregelorgane entziehen kann, immer noch eine Frage des Kammas und dem Reifen der Früchte aus dem Kamma[29].

Der junge Subha, erstaunt über die Unterschiedlichkeit der Menschen in Aussehen, Lebensspanne, Stand und Ansehen, fragte den Buddha einst, was die Gründe für die Unterschiede sind. Der Buddha führte deren Konsequenzen aus. Für den Fall, daß eine von einer Wiedergeburt in den elenden Bereichen, in der Tierwelt oder in der Hölle abgesehen wird, sind aus bestimmten Handlungen bestimmte Folgen für eine menschliche Geburt zu erwarten[30]:

"Da ist der Fall, Student, daß eine Frau oder Mann, ein Mörder von Lebewesen ist, brutal, blutrünstig, dem Töten und Schlachten hingegeben, keine Gnade für Lebewesen zeigend. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung, dem schlechten Bestimmungsort, in den niedrigen Reichen, der Hölle. Wenn, mit dem Zerfall des Körpers, nach dem Tod, anstelle in der Ebene der Entbehrung wiederzuerscheinen, dem schlechten Bestimmungsort, in den niedrigen Reichen, der Hölle, zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie kurzlebig, wo immer wiedergeboren.

"Da ist der Fall. daß eine Frau oder Mann, jemand ist, der Lebewesen mit seinen/Ihren Fäusten schlägt, mit Brocken, mit Stöcken, oder mit Messern. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie kränklich, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu Kränklichkeit führt...

"Da ist der Fall, daß eine Frau oder Mann, missmutig und leicht verärgert ist, selbst wenn leicht kritisiert, wird er/sie beleidigend, provozieren, arglistig und aufgebracht, zeigt Verdruß, Ablehnung und Verbitterung. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie häßlich, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu Häßlichkeit führt...

"Da ist der Fall, daß eine Frau oder Mann neidisch ist. Er/Sie ist neidisch, missgönnend und brütend, über anderer Zugewinne, Ehrung, Respektierung, Ehrfurcht und Anerkennung. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie einflußlos, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu niedriger Geburt führt...

"Da ist der Fall, daß eine Frau oder Mann, kein Geber von Nahrung, Getränk, Gewand, Sandalen, Gestecken, Duftstoffen, Salben, Liegen, Unterkünften oder Erleichterungen für Brahmanen und Besinnlichen, ist. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie arm, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu niedriger Geburt führt...

"Da ist der Fall, daß eine Frau oder Mann, starrköpfig und anmaßend ist. Er/sie zollt keine Ehrbietung an jene, die Ehrbietung verdienen, erhebt sich nicht für jene, für die man sich erheben sollte, überläßt nicht einen Sitz für jene, für denen man einen Sitz überlassen sollte, gibt keinen Vorrang jenen, denen man Vorrang geben sollte, verehrt jene nicht, die man verehren sollte, respektiert jene nicht, die respektiert werden sollten, würdigt jene nicht, die man würdigen sollte oder anerkennt jene nicht, die anerkannt werden sollten. Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie von niedriger Geburt, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu niedriger Geburt führt...

"Da ist der Fall, daß eine Frau oder Mann, wenn einen Brahmanen oder Besinnlichen besuchend, nicht fragt: 'Was ist geschickt, Ehrw. Herr? Was ist ungeschickt? Was ist tadelnswert? Was ist tadellos? Was sollte kultiviert werden? Was sollte nicht kultiviert werden? Was getan von mir, wird für meinen Langzeitschaden und Leiden sein? Oder, was getan von mir, wird für mein Langzeitwohlergehen und Glück sein?' Durch das Aufnehmen und Austragen solcher Handlungen, mit dem Zerfall des Körper, nach dem Tod, wiedererscheint er/sie in den Ebenen der Entbehrung... Wenn er/sie anstelle zu einem menschlichen Zustand gelangt, dann ist er/sie dumm, wo immer wiedergeboren. Dies ist die Art, die zu Dummheit führt...

"Lebewesen sind Eigentümer von Kamma, Erben von Kamma, geboren durch Kamma, und haben Kamma als deren Schlichter. Kamma ist, was die Unterscheidungen unter Lebewesen, in Begriffen von Unebenheiten und Verfeinerungen ausmacht..."

Der Buddha, wie auch immer, ging nicht davon aus, daß alle Personen die Tatsache von Ursache und Wirkung, über ein Leben hinaus annehmen könnten. Im berühmten Kalama Sutta[31], gab er für jede Art der Anschauung gute Gründe, warum heilsames Verhalten von Nutzen ist, und was die vier Absicherungen sind:

"Nun, Kalamas, einer der ein Schüler der Edlen ist, sein Geist solcherart frei von Anfeindung, frei von Übelwollen, rein und klar, erlangt vier Absicherungen im Hier-und-Jetzt:

"'Wenn da eine Welt nach dem Tod ist, wenn da Frucht aus Taten, die richtig oder falsch getan, sind, dann ist dies die Grundlage aus welcher ich, mit dem Verfall des Körpers, nach dem Tod, an einem guten Bestimmungsort, den Himmlischen Welten, wiedererscheinen werde.' Dies ist die erste Absicherung, die er erlangt.

"'Doch wenn da keine Welt nach dem Tod ist, wenn da keine Frucht von Taten, die richtig oder falsch getan, sind, dann behüte ich mich, in diesem Leben, mit Leichtigkeit - frei von Anfeindung, frei von Übelwollen, frei von Störung.' Dies ist die zweite Absicherung, die er erlangt.

"'Wenn Böses durch Handlung getan, dennoch hätte ich kein Böses für irgendeinen gewollt. Keine böse Handlung getan, woher soll mich Leiden berühren?' Dies ist die dritte Absicherung, die er erlangt.

"'Doch wenn kein Böses durch Handlung getan, dann kann ich mich als rein in beider Hinsicht ansehen.' Dies ist die vierte Absicherung, die er erlangt.

"Einer der ein Schüler der Edlen ist, sein Geist solcherart frei von Anfeindung, frei von Übelwollen, rein und klar, erlangt vier Absicherungen im Hier-und-Jetzt."


Die Bestimmungsorte für unheilsame, ungeschickte Taten sind entsprechend der Kosmologie dieser Welt[32] jene:

Zehn unheilsame Handlungen (MN 41 )
Köperlich:
  • Nehmen von Leben, Töten von Lebewesen
  • Nehmen, was nicht gegeben ist
  • Sexuelles Vergehen
Sprachlich:
  • Unwarheit sprechen, Lügen
  • Böswillige Rede, Geeinte rennend
  • Verletzende und gobe Rede, Beschimpfen
  • Tratsch und unsachliche Rede
Geistig:
  • Begehrliche Gedanken, Denken zum Zwecke des Erlangens
  • Übelwollende Gedanken, Rache, Zerstörung, Vergeltung...
  • Denken mit falsche Ansicht, Gedanken die Dankbarkeit vermissen und Ursache und Wirkung negieren:
    'Da ist nichts gegeben, nichts ist dargeboten, nichts ist geopfert. Da ist keine Frucht oder Resultat von guten oder schlechten Handlungen. Da ist nicht diese Welt, keine nächste Welt, keine Mutter, kein Vater, keine spontan wiedergeborenes Wesen; keine Brahmanen oder Besinnliche, die rechtes schreiten und rechtens praktizieren, die diese Welt und die nächste verkünden, nachdem sie es direkt für sich selbst wissen und verwirklicht haben.'
Diese zehn Arten von ungeschickten Handlungen führen in einen der folgenden Bewußtseins- bzw. Existenzbereiche:
  • Asuras (asura)    Die Dämonen, Titanen, die hier verweilen sind im rastlosen Auseinandersetzen miteinander tätig.
  • Hungrige Schatten/Geister (peta loka)    Geister und unglückliche Seelen wandern hoffnungslos in diesem Reich und suchen leidlich nach sinnlicher Befriedigung.
  • Tiere (tiracchana yoni)    Dieses Reich beinhaltet alle Nicht-Menschlichen Formen von Leben, die uns unter gewöhnlichen Umständen sichtbar sind: Tiere, Insekten, Fische, Vögel, Würmer, usw.
  • Hölle (niraya)    Dies sind die Reiche von unvorstellbarem Leiden und Qual
Fehlen von Tugend und das Halten von falschen Ansichten führt in die Reiche:
  • Hungrige Schatten/Geister
  • Tiere
  • Hölle
Verhalten wie ein Tier: ins Reich der Tierwelt.
Töten seiner Eltern, töten eines Arahats, verletzen des Buddhas oder eine Spaltung der Sangha: in die Hölle
Streitsüchtig und nervend gegenüber anderen zu sein: in die Hölle

All diese Aufenthaltsorte und Zustände sind nicht ewig, wenn sie jedoch meist für sehr lange Zeit andauern. Nach dem "Abdienen" erscheinen Wesen auch wieder in anderen Existenz- bzw. Bewußtseinbereichen.

Anmerkungen und Links
 1. Die heilende Kraft der Tugendregeln
 2. Die dreifaltige Einteilung des Pfades - The threefold division of the path
 3. Going for Refuge - Zuflucht nehmen
 4. Was ist ein Upasaka, eine Upasika?
 5. Fünf Tugendregeln mit Auszügen aus Suttas
 6. Formal Requests, Taking five Precepts - Chanting Guide Dhammayut Orden
 7. Rituals & Ceremonies - [Rituale & Zeremonien] sikkhāpada & pūjāvidhi  
 8. Die Acht Tugendregeln
 9. pdf-file: Methuna Sutta Die Lehrrede über Vereinigung, Die sieben Fesseln der Sexualität, Übersetzung und Erklärung von Piya Tan
 10. Siehe Ud 5.5 u. MN 70 in Dhamma, Ein Stufenweiser Pfad
 11.  Kodex für buddhistische Einsiedler I, Kapitel 4 (2. Ausgabe, 2007)Pārājika
 12. Buddhismus und Ernährung , Aufsatz: haben Buddhisten das Recht Tiere zu töten.
 13. The War on Error - Holy War in Buddhism , Bhikkhu Pesala
 14. Den Inhalt verstehen , Erklärung zum Thema Töten.
 15. Letters in Response to “War and Peace, A Buddhist Perspective teilweise Deutsche Übersetzung der Texte und Diskussion Für den Frieden in den Krieg schicken
 16. MN 97 Dhanañjani Sutta: An Dhanañjani
 17. SN 1.71 Ghatva Sutta: Getötet haben
 18. MN 58 Abhaya Sutta: An Prinz Abhaya
 19. Kodex für buddhistische Einsiedler I Kapitel 4 (2. Ausgabe, 2007) Pārājika
 20. The Buddhist Soldier , eine Aufarbeitung der Rechtfertigung für Töten anhand von späteren Sutras aus dem Mahayana.
 21. The tantric female sacrifice
 22. Das Wurzelerbe, das Anfangskapitel der Selbstschulung, Ein Herz befreit Die Lehren von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Thera
 23. Kodex für buddhistische Einsiedler I Kapitel 4 (2. Ausgabe, 2007) Pārājika
 24. MN 135 Cula-kammavibhanga Sutta: Die kürzere Untersuchung von Handlungen  
 25.  MN 61 Ambalatthika-rahulovada Sutta: Anweisungen an Rahula am Mangofels
 26. Versöhnung, Recht und Unrecht , Essay vom Ehrw. Thanissaro Bhikkhu
 27. AN 5.129 Parikuppa Sutta: In Qualen
 28. Angulimala: Eines Mörders Weg zur Heiligkeit , Hellmuth Hecker (englisch)
 29. Beabsichtigte Handlung
 30. Cula-kammavibhanga Sutta: Die kürzere Untersuchung von Handlungen
 31. AN 3.65 Kalama Sutta: An die Kalamas
 32. Die einunddreißig Ebenen der Existenz
« Last Edit: November 21, 2015, 09:01:38 AM by Johann »
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Johann
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Johann

October 16, 2017, 05:40:03 PM
Sokh chomreoun, Nyom. (Mag sukha sich für Nyom mehren). Thoamada (Dhammada - naturly, gewohnt). At mean ay pisech te (nichts besonders). Klach dukkh, klach sokh (wohl und weh wechseln sich ab). Nyom sokh sabay dea te? Sokh leumom dea te?
 

Marcel

October 16, 2017, 04:13:43 PM
 :-* ehrwürdiger samana johann! wie ist ihr befinden?  :-*
 

Marcel

October 07, 2017, 01:56:00 PM
 :-* :-* :-*
 

Johann

October 07, 2017, 02:48:39 AM
Der Tathagata tut das, wenn man ihn in seinem Dhamma sieht, und dieser, entgegen Personen, kommt auf wenn man ihn nährt, und einmal da, geht er für einen nicht mehr verloren, bleibt Tor zur Todlosigkeit.
 

Marcel

October 06, 2017, 11:37:24 PM
 :-*
 

Marcel

October 06, 2017, 11:36:31 PM
 :-* ehrwürdiger samana johann :-* mögen sie noch lange leben,   für das wohl vieler.... anumodana, ich freue mich sehr! sie decken auf, was vorher verdeckt. so das vijja entstehen kann, und avijja gehen muss!! geht direkt ins herz!
 

Johann

October 06, 2017, 04:19:37 PM
Nyom Marcel.
 

Sophorn

September 28, 2017, 03:51:05 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

September 27, 2017, 12:17:53 PM
Nyom Sophorn, Roben mag man immer geben können. Im Monat nach dem Vassa Ende, ist es für jene Mönche, die den Vassa gehalten haben, möglich und einfacher für den Eigenbedarf Roben anzunehmen.
 

Sophorn

September 27, 2017, 07:01:23 AM
Bhante, ist dann die Robengabe möglich ab dem 5. Okt. bid zum nächsten Vollmond oder darf man auch danach Roben geben? :-*
 

Sophorn

September 27, 2017, 05:44:45 AM
Wie geht es Bhante heute? Haben die Tropfen geholfen?
 ::) :-*
 

Johann

September 05, 2017, 01:21:44 AM
Gerestet: funktioniert tadellos. Nochmal alle Zugangsdaten gemailt, Nyom.
 

Sophorn

September 04, 2017, 02:06:42 PM
Kana hat mit U. Chamroeun das Login mit neuem Passwort erfolglos versucht.
Daraufhin versuchten kana das über die Veränderung über E-mail, aber da erschien, dass die E-mailadresse nicht gültig war (die hatten Bhante auch an kana in der Mail bestätigt)
 :-* :-* :-*
 

Johann

September 04, 2017, 11:52:03 AM
Sollte email im Posteingang haben, Nyom Sophorn.
 

Johann

September 04, 2017, 11:41:14 AM
Kann nicht antworten auf was, Nyom Maria? Was und wo genauer?

Nyom Sophorn. Nyom Chomroeun kann kurzlich email Daten bekommen. Mal annehmend das PW auch vergessen, (abgesenhen von der Möglichkeit, link zu drücken wenn) wird Atma ein neues anlegen und ihm mailen.
 

Maria

September 04, 2017, 11:30:41 AM
 :-*
Werther Bhante , selbiges Problem was ich schon einmal hatte, Login geht aber kann nicht antworten, bin am Nachmittag bei neuen Computer, dieser hier ist schon über 12 Jahre alt.
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:23:14 AM
Kana hat das File runtergeladen und U. Chamroeun gegeben,  der sich um die Kprrektur annehmen möchte. Kana wird auch gern das File den anderen Schülern zum Lesen teilen. Ev. sehen mehr Augen mehr.
 :-* :-* :-*
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:17:06 AM
Verehrter Bhante, Chamroeun kann sich nicht einloggen. Ist das Passwort für E-mail oder sangham.net? In beiden Fällen haben kana das erfolglos probiert.
 :-* :-* :-*
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:08:26 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

August 20, 2017, 01:37:40 AM
Es ist vielleicht gut eine Pause zu tun, doch kann es gut sein, daß man nicht zurückkehrt, für ein gutes oder schlechtes, für sich selbt und andere. Gut dort wo gut genährt und unterstützt und for allem Konzentration steigt, oder dort wo satt in jeder Hinsicht.
 

Johann

August 10, 2017, 11:31:40 AM
Wenn jemand Lust hat, oder anderen etwas Gutes oder Besseres tun kann und möchte: Korrekturlesen http://sangham.net/index.php/topic,1018.msg9625.html#msg9625 Baue nach und nach, so gut wie möglich ein auf ZzE.
 

Johann

August 07, 2017, 02:24:55 AM
Einen ausübungsreichen Vollmond-Uposatha and Gelegenheit die Mönche zu besuchen wünscht meine Person.
 

Sophorn

July 25, 2017, 03:59:03 PM
... versteht und womöglich sieht, wenn er nicht den Weg hierher
findet.

Großer Dank an alle im Hintergrund.

Mögen all diese Früchte vielfach zurückkommen und inspirieren.

Ayu vanno sukkham balam

 :-* :-* :-*
 

Sophorn

July 25, 2017, 03:55:25 PM
 :-* :-* :-*
karuna tvay bongkum Preah metschah

Herzliches Hallo an alle nach sehr langem!

Ein herzliches Dankeschön aus tiefsten Herzen an alle, die sich hier aktiv und indirekt hier beteiligen. Vor allem ein großes Sadhu an Bhante, der unvergleichliche Arbeit leistet, die kaum jemand ver
 

Johann

July 24, 2017, 03:15:56 AM
Fehlinvestition: Was immer man nicht in die Juwelen, in den Pfad investiert, ist vergeude Mühe, schnurrr einen fest im Rad des Leidens. Prüfen Sie es!   :) Wiederholungstäter...
 

Johann

July 17, 2017, 01:50:17 AM
Moritz
 

Moritz

July 16, 2017, 02:28:02 PM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 14, 2017, 07:07:17 AM
Moritz. Gut ihn früh Morgens und nicht bis in den frühen Morgen zu sehen.
 

Moritz

July 14, 2017, 07:03:53 AM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 13, 2017, 08:12:46 AM
Moritz.
 

Moritz

July 13, 2017, 07:42:39 AM
Chom reap lea
_/\_
 

Moritz

July 13, 2017, 07:40:46 AM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 08, 2017, 02:26:09 AM
Vor mehr als 2500 Jahen wurde a diesem Vollmondtag das Rad des Dhammas in bewegung gesetzt. Anumodana!
 

Mohan Gnanathilake

July 02, 2017, 08:24:13 AM
Sehr ehrwürdiger Samanera Johann,

ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre nette Erklärung.

Dhamma Grüße an Sie aus Sri Lanka!

 

Johann

July 01, 2017, 07:43:41 PM
Nyom Mohan. Besser: "Ich hoffe, daß es Ihnen gut geht." und bestens (ohne suggerieren, wenn interessiert) "Wie geht es Ihnen." Oder: "Möge es Ihnen Gut gehen." (wenn metta ausdrücken wollend)
 

Mohan Gnanathilake

July 01, 2017, 10:43:15 AM
Sehr ehrwürdiger Samanera Johann,

ich glaube, dass es Ihnen gut geht.

Dhamma Grüße an Sie aus Sri Lanka!
 

Mohan Gnanathilake

July 01, 2017, 10:32:46 AM
Werter Micro,
herzliche Grüße aus Sri Lanka nach Deutschland!
 

Johann

July 01, 2017, 10:32:17 AM
Nyom Mohan.
 

Johann

June 25, 2017, 01:38:38 PM
Alles Zufälle. Nissaya. Und wenn da keine starke Grundlagenursache aufkommt, upanissayapaccayena, na dann war's das, und alles is weg. Lebewesen sind Erben ihrer Taten (im Geist, Wort und Körper).
 

Johann

June 25, 2017, 01:27:24 PM
Schwupps und weg. Waffen und Nahrung geholt.

Oh, was sag ich. Wenn man's doch nehmen kann, auch ohne das Gefühl zu nehmen... Unsinn hier. Hat doch keiner interesse Verdienste zu tun.
 

Johann

June 25, 2017, 01:21:28 PM
Mirco. Wie geht es?
 

Johann

June 25, 2017, 01:20:43 PM
Es ist doch viel angenehmer, wenn man sich nehmen kann was und wann immer man will, oder? Warum sollte man sich so viel antun, da sind genügend die Anbieten.
 

Johann

June 14, 2017, 06:45:07 PM
Jetzt aber vorerst. Möge jeder guten Unterhalt (ung) im Dhamma und Stärkung finden uud sich davon reichlich nehmen.
 

Mohan Gnanathilake

June 11, 2017, 08:24:45 AM
Werter Harry,

ich freue mich darüber, nach einigen Monaten wieder auf sangham.net Sie zu grüßen.

Herzliche Grüße aus Sri Lanka nach Deutschland!
 

Johann

June 09, 2017, 05:05:59 PM
Mögen sich alle, möge sich Guest der Uposatha-Einhaltung nicht nur heute annehmen, und glücksverheißende Zeit verbringen.

May all, may Guest not only today observe the Uposatha and spend auspicious time
 

Mohan Gnanathilake

June 03, 2017, 01:48:08 AM
Sehr ehrwürdiger Samanera Johann,

es geht mir zur Zeit gut. Ich glaube, dass es Ihnen auch gut geht.

Dhamma Grüße an Sie aus Sri Lanka!
 

Johann

June 02, 2017, 11:19:32 PM
Wie geht es Upasaka Mohan?
 

Mohan Gnanathilake

June 02, 2017, 10:51:50 PM
Wie sehr ehrwürdiger Samanera Johann geschrieben hat, hatte ich am 10. Mai 2017 meinen  Geburtstag, an dem Tag  in diesem Jahr das Wesakfest gefeiert wurde.
Beste Grüße an Sie aus Sri Lanka!
Mohan Barathi Gnanathilake
 

Johann

June 02, 2017, 12:33:54 PM
Wußte doch, daß so Nahrung immer gefressen werden will.  :)
"Sehr gut, weiter hungern."

Freut das Nyom Marcel wohlauf ist.
 

Marcel

June 02, 2017, 12:20:52 PM
weil "keines" immer noch die bezugnahme auf eines hat!

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