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Author Topic: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly  (Read 3024 times)

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Online Johann

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Werte Freunde,

um das Thema Absicht ranken sich ja die meisten Ausreden und Mytsiken. Wie wir alle wissen sind Rechte Ansicht und Rechte Absicht die Vorläufer für den Tugendabschnitt des achtfachen Pfades.
Sehr oft muß ich selbst von Mönchen Erklärungen wahrnehmen (speziell von Gelehrten Mönchen oder Mönchen die sich in unpassender Verbindung mit Laien befinden und mit ihnen Allgemeintugenden basteln), was denn da nicht alles unter dem Namen "Unabsichtlich" hineinpasst und dies ist nur all zu anziehend für Leute, die in Buddha-Dhamma weniger eine Zuflucht als eine Ausflucht für ihre Verhaltensweisen suchen.
Da gibt es dieses Set von 5 Ausfluchten, die "Untäter" dazu benutzen, ihre wissentlichen Untaten zu rechtfertigen:


Um zusätzlich einen Ansporn für das ehrliche Eingestehen von Missverhalten zu geben, blockte Buddha die Wege der Verleumdung. Moderne Soziologie hat fünf grundlegende Strategien, die Leute verwenden um davon abzuhalten Tadel für Verletzungen zu akzeptieren, festgestellt und es ist sicher bemerkenswert, daß die Pali Lehren über moralische Verantwortung, all diese fünf anschneiden. Diese Strategien sind:
* Verantwortlichkeit zu verleugnen;
* zu verleugnen, daß diese Verletzung überhaupt stattgefunden hat;
* die Wertigkeit des Opfers zu leugnen;
* den Kläger zu attackieren und
* die Rechtfertigung, daß dahinter Absichten einer höheren Aufgabe stehen.

Der Kanon entgegnet diesen Strategien wie folgt:

1.) Wir sind Verantwortlich für unsere bewußten Entscheidungen.
2.) Wir sollten uns immer in die Lage der anderen Person versetzen.
3.) Alle Wesen sind es wert, respektiert zu werden.
4.) Wir sollten jene, die unsere Fehler aufzeigen als unbezahlbare Schätze ansehen. (Mönche sind tatsächlich dazu angehalten, sich nicht respektlos gegenüber Leuten die sie kritisieren, selbst wenn diese vorhaben nicht von ihrer Kritik abzuweichen, zu verhalten)
5.) Es gibt keine, wiederholend keine, höheren Absichten, die das Brechend der grundlegenden Verhaltensregeln für ethisches Verhalten rechtfertigen.

All diese spielen sich ja eher im Bereich des wissentlichen ab, doch auch im Bereich des "Unwissentlichen" oder sagen wir, wahrlich ignoranten, spielt sich noch viel mehr ab und dieses ist noch mal heißer als man glauben mag.

Ich habe mir vor einiger Zeit erlaubt, hierzu ein paar Gedanken nieder zuschreiben und dies nun mit kleinen Ausbesserungen wieder veröffentlicht. (die englische Übersetzung ist sehr Laienhaft!)


 *sgift*
Unheilsames wissentlich und unwissentlich tun
Zusammenspiel von Wissen und Absicht


Möge es hilfreich sein und beim Reduzieren von Ignoranz helfen

 :-*



Dear friends,

around the issue intention are entwine many excusses and mystics. As we all know is right view and right intention the prerequisite for the virture section on the eightfold path.
Very often I come to see even monks explaining (especially scholar monks and monks who associate with lay people in an improper way and develop common virtues with them) what might fit under the label "unintended" and such is of course very attractive for people who do not really take Buddha-Dhamma as a refuge but seek subterfuge in regard of their way of conducts in it.
There is a set of five subterfuge, which are used by "malpractitioner" to justify their knowingly malpractice:

In addition to providing these incentives for honestly admitting misbehavior, the Buddha blocked the paths to denial. Modern sociologists have identified five basic strategies that people use to avoid accepting blame when they've caused harm, and it's noteworthy that the Pali teaching on moral responsibility serves to undercut all five. The strategies are:

* to deny responsibility,
* to deny that harm was actually done,
* to deny the worth of the victim,
* to attack the accuser, and
* to claim that they were acting in the service of a higher cause.

The Pali responses to these strategies are:

(1) We are always responsible for our conscious choices.
(2) We should always put ourselves in the other person's place.
(3) All beings are worthy of respect.
(4) We should regard those who point out our faults as if they were pointing out treasure. (Monks, in fact, are required not to show disrespect to people who criticize them, even if they don't plan to abide by the criticism.)
(5) There are no — repeat, no — higher purposes that excuse breaking the basic precepts of ethical behavior.

All of that takes place merely in the sphere of knowingly but also in the sphere of "unknowingly" - or should we say real ignorant, is a lot going on and this is even much heater as one might assume.

Some times ago I wrote some reflexions about this issue allowed my self to republish it with some minor corrections (note: the english translation is really not the best)

 *sgift*
Unwholesome done knowingly and unknowingly
The relation of View and Intention

"NO RELEASE"

May it be useful and helpful to reduce ignorance

 :-*
« Last Edit: December 09, 2013, 11:25:21 PM by Moritz »
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Offline Moritz

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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #1 on: December 09, 2013, 11:24:21 PM »
Vielen Dank für diesen vielschichtigen Aufsatz.


Ich habe eine Frage dazu.

Aus den Anweisungen an Rahula am Mangofels (MN 61):

Quote

...

"Eine körperliche Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten... Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer, oder beidem geführt hat, dann solltet Ihr sie gestehen, aufdecken, sie vor Eurem Lehrer oder wissensfähigen Gefährten im heiligen Leben offen legen. Sie gestanden... solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben."

...

"Eine verbale Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten... Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer, oder beidem geführt hat, dann solltet Ihr sie gestehen, aufdecken, sie vor Eurem Lehrer oder wissensfähigen Gefährten im heiligen Leben offen legen. Sie gestanden... solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben."

...

"Eine geistige Tat vollzogen, solltet Ihr diese gegenbetrachten... Wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie zu Selbst-Leid, zum Leid anderer, oder beidem geführt hat, dann solltet Ihr bestürzt, beschämt und angewidert darüber sein. Bestürzt, beschämt und angewidert davon, solltet Ihr Beherrschung für die Zukunft üben."

...



/me: In dem Aufsatz "Unheilsames wissentlich und unwissentlich tun", steht das letzte noch falsch.


Wie ist diese Unterscheidung zu erklären?

Mein Ansatz: Eine geistige unheilsame Tat kann man niemandem wahrheitsgemäß erklären. Es führt in unendliche Erklärungsnot und in den Wahnsinn, so wie falsche Spekulation über alle Auswirkungen von Karma (cetana) und falsche Bezugnahmen: Das und das ist aus meiner Absicht entstanden (ohne das Bindeglied direkt daraus folgender Handlungen klar auszumachen).

Außerdem ist es ja nicht möglich, jemandem sein Bewusstsein (Geisteszustand), vergangen oder gegenwärtig, direkt mitzuteilen. Wenn es ein Geisteszustand war, der grauenhaft war, und für den anderen in der gegenwärtigen Situation (glücklicherweise) gar nicht vorstellbar, ist es nur gut, darüber zu schweigen, davon angewidert zu sein, um ihn zu vergessen. Angewidert zu sein, nicht um darin zu schwelgen und sich zu suhlen. Sondern ihn einfach zu vergessen.

Ist diese Erklärung stimmig und nützlich? Vielleicht hat jemand noch ergänzende Erklärungen? Vielleicht weiß jemand von Erklärungen dazu in einem bekannten Kommentar? Möglicherweise wäre das hilfreich, es gründlicher zu verstehen.


:-*
« Last Edit: December 09, 2013, 11:40:04 PM by Moritz »

Online Johann

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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #2 on: December 10, 2013, 05:51:17 AM »
Werter Moritz,

ich bin nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe, aber versuche es dennoch (soweit ich mir das erdenken kann, was gemeint ist)

Quote
Mein Ansatz: Eine geistige unheilsame Tat kann man niemandem wahrheitsgemäß erklären. Es führt in unendliche Erklärungsnot und in den Wahnsinn, so wie falsche Spekulation über alle Auswirkungen von Karma (cetana) und falsche Bezugnahmen: Das und das ist aus meiner Absicht entstanden (ohne das Bindeglied direkt daraus folgender Handlungen klar auszumachen).

Nein, das stimmt nicht. Die unmittelbare Ursache kann man sehr wohl feststellen, aber es wäre Unsinn, über die unmittelbare Ursache die Kette endlos zurückzuverfolgen.
Die unmittelbare Ursache wird im bedingten Mitaufkommen erklärt. Wenn man diese Kette noch nicht sieht oder versteht, oder dieses im Vergehensfall nicht nachvollziehen kann, genügt es festzustellen "das war falsch".
Ziel der Praxis ist es immer näher dem unmittelbaren Ursprung zu kommen und nicht unendlich auszzuweiten. Auch wenn es im großen das selbe Muster hat, kann es nur im kleinen im Detail unverzerrt wahrgenommen und verstanden werden. Hier vielleicht zur Wiederholung: Setze auf die Kleinigkeiten .

Eine Denkweise, die Dinge wären nicht nachvollziehbar wäre fatal falsch und ist dann nichts anderes wie Verdängen ist nicht Verzeihen (Verstehen). Was wir in der Praxis völlig weglassen versuchen, ist der gewöhnliche Drang die Vergangenheit zu ändern oder die Zukunft bestimmen zu wollen und wir konzentrieren uns auf unsere Gegenwertigen Handlungen.

Um dieses so ungestört wie möglich machen zu können, ist eben auch das Gestehen oder um Verzeihung bitten, das Aufklären so wichtig. Da uns Altlasten, wenn wir sie noch nicht abgehackt haben, stets gedanklich in die Vergangenheit und Zukunft treiben. Diese offengelegt, sind dann keiner weiteren Mehrung in Geist mehr unterworfen und ihre Resultate (die damit ja nichtaufgehoben sind) gehen ihren Wege, aber werden nicht mehr vervielfältigt.

Quote
Außerdem ist es ja nicht möglich, jemandem sein Bewusstsein (Geisteszustand), vergangen oder gegenwärtig, direkt mitzuteilen. Wenn es ein Geisteszustand war, der grauenhaft war, und für den anderen in der gegenwärtigen Situation (glücklicherweise) gar nicht vorstellbar, ist es nur gut, darüber zu schweigen, davon angewidert zu sein, um ihn zu vergessen. Angewidert zu sein, nicht um darin zu schwelgen und sich zu suhlen. Sondern ihn einfach zu vergessen.

Es ist richtig, das es Unsinn ist, sich rechtfertigen zu wollen und seine Handlungen zu rationalisieren zu beginnen.
Es ist nicht richtig, vergangene Geisteszustände zu vergessen (gute oder schlecht), vor allem nicht, wie es dazu gekommen ist. Das ist eine Element von Sati (erinnern). Sich erinnern, aus welchen Handlungen diese oder jene Geisteszustände aufgekommen sind. Einerseits um sicher zu gehen, nichts zu tun, von den man weiß, daß es zu solchen Zuständen führt. Wenn wir wissen warum wir in Teufels Küche gekommen sind, werden wir dieses nicht wiederholen.
Andererseits um sich zu erinnern, wie wir uns aus Teufels Küche wieder heruasgeholt haben oder wie wir z.B. gewandelt haben, um eine gewissen stärke an Konzentration zusammen zu bringen.

Das ist was gute Meditationslehrer als sehr wichtig aufzeigen. Wenn jemand z.B. meditiert, Erfolge hat und danach einfach wieder abbricht, ohne inne zu halten, wie er er an diesen oder jenen Punkt gekommen ist, hat er viel Arbeit umsonst gemacht. Er findet obwohl er schon einmal da war, nicht mehr leicht hin.

Deshalb wird ja z.b. vom Meistern der einzelenen Jhanas immer wieder gesprochen. Zurerst das niedrige meistern, sprich leicht dort hin kommen, bevor man sich weiter begiebt.

Das Muster ist immer das selbe. Zuerst das banale meistern, und dann gesichert in die nächste Stufe. Wie in der Mathematik. Es gibt zwar Leute, die sich mit den höchsten Dingen auseinander setzten können, aber wenn man ihnen die Hilfmittel die sie dazu benutzen weg nimmt, sind sie verloren. Sie haben die Grundrechnungsarten und Grundregeln nicht gemeistert.
Heißt aber nicht, daß man sich nicht Hilfmitteln bedienen sollte um einmal zu schnuppern was da oben alles machbar ist. Aber dann immer wieder zur Erde zurück und die Basis festigen.

Ich vertraue mal darauf, daß ich die Frage richtig vernommen habe und daß diese Ergänzungen nützlich sind.

Quote
In dem Aufsatz "Unheilsames wissentlich und unwissentlich tun", steht das letzte noch falsch.
Darf ich Dich bitten, es gleich auszubessern, da du gerade weißt worum es geht. Riesen Dank! Wenn damit gemeint war, daß die Vorgehensweise bei der dritten Tat eine andere ist, dann entspricht das dem Original. Was sie mentalen Handlungen betrifft so legt man die nicht alle offen. Wäre ja endlos und würde zu dem was du unter Bewusstsein... angesprochen hast führen. Endlosem Rationalisieren und andere mit seinen Gedanken dann vollmüllen. Aber vielleicht war etwas anderes gemeint.

* Johann möchte bemerken, das zwischen "/me" und weiteren Zeichen ( : ), ein Abstand sein sollte. Sonst er kennt das Programm den Shortcut nicht.

 :-*

« Last Edit: December 10, 2013, 06:16:24 AM by Johann »
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Offline Moritz

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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #3 on: December 10, 2013, 02:53:13 PM »
Quote
Um dieses so ungestört wie möglich machen zu können, ist eben auch das Gestehen oder um Verzeihung bitten, das Aufklären so wichtig. Da uns Altlasten, wenn wir sie noch nicht abgehackt haben, stets gedanklich in die Vergangenheit und Zukunft treiben.

Ja, um eben dieses ging es mir, und warum das bei geistigen Handlungen nicht möglich (? - oder heilsam?) ist.

Quote
Was die mentalen Handlungen betrifft so legt man die nicht alle offen. Wäre ja endlos und würde zu dem was du unter Bewusstsein... angesprochen hast führen. Endlosem Rationalisieren und andere mit seinen Gedanken dann vollmüllen. Aber vielleicht war etwas anderes gemeint.

Genau das war gemeint. Vielen Dank.

Und solche Sachen wie: "Was er wohl denkt, was ich wohl denke, was er denkt, was ich denke, was ...", und auf dieser Ebene dann argumentieren/"aufklären" wollen. Das setzt sich nur in unendlichen Wahnsinn fort und raubt vielen den Verstand.

Genau so etwas passiert leicht, wenn man etwas schlechtes (gedanklich) getan hat, aber jemand einem etwas gutes (gedanklich) unterstellt. Drumherum ist ein großes Gewirr von Missverständnissen, und man fühlt sich gequält dadurch: Wenn ich nur klären könnte: Ich hatte diesen und jenen bösen Geisteszustand. Mir wird zu viel Gutes unterstellt und andere in falsche Schuld verwickelt.

Aber einen bösen Geisteszustand zuzugeben hat der Buddha nicht empfohlen. Und es hat auch, in meiner eigenen Erfahrung, nie zum Erfolg geführt, sondern nur dazu: "Ja, richtig so. Du konntest ja nicht anders denken/empfinden/wollen." Nur zur Bestärkung. Nicht zur Lösung. Es ist dumm. Es kann nicht richtig verstanden werden. Es gründet wohl auch nicht auf eigenem richtigen Verständnis.

Man kann nur auf der Ebene der physischen Handlungen äußerliche Aufklärung anstreben. Was geistiges angeht, so muss man das allein mit sich selbst klären.

Ich danke dir sehr für all deine Erläuterungen.

:-*


Online Johann

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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #4 on: December 10, 2013, 03:18:20 PM »
Nein, das denke ich ist nicht der Grund, Moritz.

Die Sache ist nur, daß man in der Regel immer viele unheilsame Gedanken hat, und wenn man die alle aufarbeiten würde, das endlos wäre. Wenn aber ein unheilsamer Gedanke, dann auch zu einer Verletzung, nicht nur seiner selbst, sondern auch eines anderen führt, dann eben die Rücksprache, da es ja offensichtlich eine extreme Denke war.

Letztlich geht es ja darum Geisteshaltungen damit zu erziehen und zu fördern. Das auf eine Materielle ebene zu bringen, wie es ja weltliche Gerichte machen, wäre Unsinn. Deshalb ist ja Vinaya so schwer für viele zu verstehen. Man kann ein und die selbe Tat tun, und es können 10, 15 verschiedene Vergehen oder gar kein Vergehen sein. Dazu durchleuchtet man die Absicht genau, und stellt sie heraus.

 :-*
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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #5 on: December 11, 2013, 02:58:58 AM »
Ich danke dir sehr für die geduldige Auseinandersetzung.
Es ist sehr schwer für mich, in meinem Kopf das aufzulösen, woran ich da festhänge.

:-*

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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #6 on: December 11, 2013, 04:07:40 AM »
Gut Moritz, manchmal ist man auch "zu" gewissenhaft (hat sich da Dinge zusammen konstruiert, die gar nicht Sache sind), und macht sich damit auch leicht fertig und vergißt auf den zweiten Teil, den man ja auch schon kennt, aber hat noch nicht so genau.

Die nicht heilsamen Dinge kennend ist es vielleicht besser, sich ausschließlich und vermehrt mit der zweiten Seite der Medaille zu beschäftigen und sich daran zu halten:

- Namo tassa bhagavato arahato sammā-sambuddhassa -

...Aber wenn Ihr mit dem Gegenbetrachten wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat... sie eine geschickte körperliche Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll bleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

...Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat... sie eine geschickte verbale Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll verbleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

...Aber wenn Ihr mit der Gegenbetrachtung wißt, daß sie nicht zu Leiden geführt hat... sie eine geschickte geistige Tat mit wohlen Nachwirkungen, wohlen Ergebnissen war, dann solltet Ihr geistig erquickt und freudvoll verbleiben, Tag und Nacht in geschickten geistigen Qualitäten übend.

Mit Entsetzen und Beschämung ein Ende und ein erreichten keines weiteren Fortschreiten auf schlechten Pfaden, aber nun wo da der Stagnation sein sein mag, bedarf es dem erneuten Fortschritt.

Dem Antrieb aus Freude und Entzücken. Das ist was die werte Kusala stets mit "Ohne Freude kein Fortschritt" meint.

Was immer man, und sein es noch so klein, an guten Taten vollbracht hat, sei es nun geistig, verbal, körperlich, halte man sich stets im Kopf und wuscht es so bald es geht wieder zu tun.

Das ist Handeln aus Wissen und Ablassen aus Wissen.

Die nächsten Stolperer kommen bestimmt, aber die werden dann schon gekonnter genommen, wie auch die Einsicht schneller herausgenommen und weiter gegangen. Dann kann man schön langsam auch etwas über sich selbst etwas zu lachen beginnen, wenn man wieder unachtsam war.

Wenn es über Ablegen nicht weiter geht, dann einfach mit dem Umgekehrten versuchen. Wenn es mit Angenehmen zu übermütig wird, dann mit dem Umgekehrten bremsen und langsam findet man damit den Mittelweg, der heute vielleicht oder mit Sicherheit nur ein Wort, oder ein Vorstellung ist, aber dem man sich mit nach-abstecken der Grenzen "die ist das eine Extrem, dies ist das andere Extrem" durch Erfahrung immer mehr durch Einengen der vernebelten Piste findet, sich deren Absteckungen als Signalmarkierungen beläßt (dahinter ist kein Glück, das kenn ich schon).

Würde man nicht einfach Schritt für Schritt weiter gehen um sich mit den Dingen bekannt zu machen, würde man in Untätigkeit verkommen. Also einfach Step by Step, den nächsten Schritt, wenn's wichtig ist, holt es einen so und so ein und alles andere kann man getrost hinter sich lassen.

mudita

 :-*
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Re: Wissentlich und Unwissentlich tun - Done knowingly and unknowingly
« Reply #7 on: December 11, 2013, 09:47:21 PM »
Ich danke dir.

Ich denke mir zu viele Dinge aus.

:-*

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Johann
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Johann

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Sophorn

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May every being be happy and free from dukkha.
May many renew their vows in silas today.   :-* :-* :-*
 

Danilo

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Bhante _/\_
 

Johann

April 15, 2018, 12:38:56 AM
Nyom Danilo.
 

Johann

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Moritz
 

Moritz

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Namasakara, Bhante. _/\_
 

Moritz

April 10, 2018, 07:19:18 PM
Hello.
 

Johann

April 10, 2018, 01:09:20 PM
Nyom. (Sideboad ist stets zugeklappt... tech. Probl.) 3:00 ist auch schon guten Tag.
 

Moritz

April 10, 2018, 03:06:49 AM
Good day (night here)
_/\_
 

Moritz

April 10, 2018, 02:54:42 AM
Namasakara, Bhante. _/\_
 

Johann

April 09, 2018, 09:43:17 AM
Take your time Nyom Danilo and watch the breath to stay best calm for best benefit. A lot of chances to get ride of many ols burdens.
 

Danilo

April 08, 2018, 06:24:57 PM
_/\_
 

Johann

April 08, 2018, 05:54:03 PM
Nyom Danilo.
 

Marcel

April 08, 2018, 09:58:59 AM
sadhu!
 

Johann

April 08, 2018, 07:35:17 AM
Sadhu!
 

Moritz

April 08, 2018, 06:13:54 AM
Good Uposatha to all. _/\_
 

Marcel

April 01, 2018, 06:17:08 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

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Nyom Jens.
 

Johann

March 31, 2018, 10:11:20 AM
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Marcel

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 :-* ich wünsche allen ein verdienstvollen uposatha  :-*
 

Johann

March 27, 2018, 06:44:11 PM
Atma zieht sich hier nun zurück. Möge sich Vollkommenheit einstellen.
 

Johann

March 27, 2018, 05:26:44 PM
Nyom Binocular.
 

Johann

March 27, 2018, 04:10:58 PM
Nyom Jens.
 

Johann

March 27, 2018, 01:47:58 PM
Brahmane Hanspeter.
 

Johann

March 27, 2018, 01:41:50 PM
Moritz, mag sich Vollendung ergeben. (Chamreun bo)
 

Moritz

March 27, 2018, 12:20:53 PM
Chom reap sour. _/\_
 

Moritz

March 27, 2018, 12:11:33 PM
Vandami, Bhante _/\_
 

Johann

March 26, 2018, 01:42:45 PM
Nyom Binocular.

my person will leave for today and rests. There have been left some hard challenges (sure for many). May they be releasing taken and increase conviction.
 

Johann

March 25, 2018, 01:40:14 PM
Gute Antwort. Sadhu!
 

Marcel

March 25, 2018, 12:46:12 PM
 :-* :-* :-*

beste wünsche zurück an erhwürdigen bhante! es ist unsicher wann ich wieder komme! upanissayapaccayena!  :-* :-* :-*
 

Johann

March 25, 2018, 12:28:38 PM
Marcel.
(Heute im Nordkloster, best wünsche vom Abt dort, er fragt stets "Wann kommt er? Ich muß immer an ihn denken."
 

Johann

March 24, 2018, 10:44:34 AM
Sadhu!
 

Marcel

March 24, 2018, 09:52:48 AM
 :-* heute ist uposatha!! ich wünsche allen ein verdienstvollen tag! mögen die devas jene bescheid geben, die kein zugang haben! :-*
 

Johann

March 23, 2018, 11:37:46 AM
Sadhu! Zu was immer einer Zuflucht nimmt, sich hingibt, daran erfreut, das wird/ist sein Schutz, für Bindung oder Ungebundenheit.
 

Marcel

March 23, 2018, 01:43:01 AM
 :-* möge die drei juwelen den ehrwürdigen bhante beschützen und ihn auf seinem weg unterstützen :-*
 

Johann

March 23, 2018, 01:28:02 AM
Kampf der Devas mit den Asuras um den Berg. :)
 

Johann

March 23, 2018, 01:26:30 AM
Regenzeit... außen trüb und unangenehm, nagend, faulend, doch dahinter ist alles fein.
 

Marcel

March 23, 2018, 01:10:47 AM
 :-* ehrwürdiger bhante johann, ja soweit alles gut! und wie geht es ihnen?  :-*
 

Johann

March 23, 2018, 12:58:05 AM
verlesen... Marcel :) alles gut im (ver)laufen?
 

Johann

March 23, 2018, 12:26:23 AM
Moritz
 

Administration

March 21, 2018, 03:42:55 PM
Sadhu!
 

Marcel

March 21, 2018, 03:32:47 PM
 :-* mögen sie alle noch in diesem leben das herz von avijja befreien!!! :-*
 

Johann

March 19, 2018, 05:20:12 AM
This "wiki"-like backup tool is meant as a outwardy insurance that one does not be afraid that anything possible good can be desroyed or made bad while looking for cleaning it. So worry at all, kamma does not dissapear. No need to fear to make good deeds, knowing that.
 

Johann

March 19, 2018, 04:03:35 AM
And there is no intention to just make a museum out of a working and concentration camp, since the Dhamma can not be understood by just looking on forms but by learning and experiance skillful deeds.
 

Johann

March 19, 2018, 04:00:47 AM
Post-history: http://sangham.net/index.php/topic,1164.0.html (but there is no notification system). My person uses to make a @mention , off topic "/me" in the OP.
 

Johann

March 19, 2018, 03:49:28 AM
Or to simply make a new post. No need to be shy in doing good things. It's not a museum, it's a working and concentration place. Mudita.
 

Johann

March 19, 2018, 03:47:57 AM
There is such as a "wiki" backup function in all posts, Nyom Danilo. Good is to use the mention option, at the places where making changes @Johann , that it gets not "lost".
 

Danilo

March 19, 2018, 03:02:46 AM
I have a backup of the original post in any case. I might review the second post next time. Very insightful teaching. _/\_
 

Danilo

March 19, 2018, 03:01:35 AM
I've recently fixed many words and sentences of the first post of the thread "Debts, but to whom?". It take me some time trying to figure out the meaning of some sentences. So it would be good if Bhante could check if the original intended meaning of the post still intact. I have a backup of the ori
 

Danilo

March 19, 2018, 01:57:28 AM
_/\_ _/\_ _/\_

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