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Topic Summary

Posted by: Krecik
« on: July 19, 2013, 09:23:19 PM »

Werte Dhammafreunde,

...

Gilana Sutta: Kranke Leut'

...


Sadhu!
Sadhu!
Sadhu!
 :-*

Und ehrenwerte Sophon, allertiefsten Dank für das wertvolle Teilen deiner Erfahrung!
Sadhu!
Sadhu!

Quote
Also wie geht' euch so in der Arzt oder Patientenrolle dort und da und im täglichen Leben?

:-*


Es ist chaotisch.

Aber nicht ohne Fortschritt.
Hier Luft zu schnappen gibt viel Sicherheit.


Ich danke euch beiden sehr!
 :-*
Posted by: Sophorn
« on: July 18, 2013, 07:58:40 PM »

 :-* :-* :-*

Ich muß gestehen, es hat länger gedauert, mich durch diese Texte durchzuarbeiten und diese auch durchzuüberlegen.

Diese innere Haltung der Ehrfurcht und des Respekts ist etwas, das man selbst erfahren hat und weitergibt. Da kann jede noch so strenge Vorgabe nichts beeinflussen; im besten Fall zurückhalten oder verzögern.
Tieferes Wahrnehmen bedingt tiefere Sicht, aber wie man letztlich damit umgeht, ist verschieden aufgrund vieler Gegebenheiten.
Wahres Lernen führt automatisch zu verantwortungsvollem (-vollerem) Agieren, bei jedem irgendwann einmal. Es ist nur eine Frage von früher oder später, denke ich zumindest.

 :-* :-* :-*
Posted by: Johann
« on: July 18, 2013, 03:28:15 PM »

Ob das konform geht? Passt so ein Eid in den Rahmen, wie Buddha sich als Arzt sieht oder ein Dhammalehrer Dhamma lehrt?

„Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.

Ich werde den, der mich diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterricht teilnehmen lassen, ihm, wenn er in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt und Vertrag. Und ich werde an Vorschriften, Vorlesungen und aller übrigen Unterweisung meine Söhne und die meines Lehrers und die vertraglich verpflichteten und nach der ärztlichen Sitte vereidigten Schüler teilnehmen lassen, sonst aber niemanden.

Ich werde ärztliche Verordnungen treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht, wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben. Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Ich werde nicht schneiden, sogar Steinleidende nicht, sondern werde das den Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben.

In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgange mit Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren.

Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen indem ich Ansehen bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.“

Ohh... der wird ja heute nicht mehr geleistet. Da hab ich schon wieder was verpasst.  ^-^

Genfer Konvention:

WELTÄRZTEBUND
DEKLARATION VON GENF
verabschiedet von der
2. Generalversammlung des Weltärztebundes
Genf, Schweiz, September 1948
und revidiert von der
22. Generalversammlung des Weltärztebundes
Sydney, Australien, August 1968
und revidiert von der
35. Generalversammlung des Weltärztebundes
in Venedig, Italien, Oktober 1983
und revidiert von der
46. Generalversammlung des Weltärztebundes
Stockholm, Schweden, September 1994


GELÖBNIS:
Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich:
mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen.
Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen.
Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.
Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein.
Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren.
Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten.
Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein.
Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten
meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen
lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung,
Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht,
Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse,
sexuelle Orientierung oder soziale Stellung.
Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in
Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden.
Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.

Gebote der Menschlichkeit? Schwierig. Da ist wieder viel Freiraum zur Kreativität.
Posted by: Johann
« on: July 18, 2013, 12:16:54 PM »

Werte Dhammafreunde,

Viele Leute, die meinen, schon gefestigt im Dhamma zu sein, behaupten oft, daß man dummen und hoffnungslosen Leuten erst gar nicht das Dhamma zu lehren braucht bzw. sogar soll.

Das wäre als ob ein Arzt, kranke Leute betrachtend, sagen würde: "Du bist hoffnungslos und es wäre wertlos dir das Dhamma zu lehren."

In vielen Regionen ist die Einstellung der Ärzte auch oft so, anders sieht es zum Glück in unseren Breiten und der Ethik unserer Ärzte aus.

Ich bin bei meinen holprigen Übersetzungsarbeiten, wieder über dieses wichtige Sutta gestoßen und möchte die Gelegenheit nutzen, es hier mit euch zu teilen und auch jenen die Argumente zu entziehen, die sich, noch immer in Gesellschaft befinden, ihrer Verantwortung entziehen und sich in Überheblichkeit gesichert fühlen. Nicht jeder verläßt so leicht rechtschaffend die gegenseitige Abhängigkeit und Verantwortung und Ärzte, so weit ich weiß, ihre Ethik, erst mit dem Tod.

Aber es mag vielleicht auch für jene interessant sein, die sich durch die steten Behandlungen belästigt fühlen. Keine Sorge, es ist nur für den Fall und zielt immer nur auf Heilungsfähige ab.

Dumm wird's halt, wenn sich die Kurpfuscher auf dich stürzten  :D

Gilana Sutta: Kranke Leut'



"Da sind diese drei Arten von kranken Leuten, in dieser Welt existierend, zu finden. Welche drei?

"Da ist der Fall, in dem eine kranke Person, welche - unabhängig davon, ob sie nun zuträgliche Speise erhält oder nicht, unabhängig davon, ob sie nun zuträgliche Medizin erhält, oder nicht, unabhängig davon, ob sie nun passende Behandlung erhält oder nicht - sich nicht von dieser Krankheit erholen wird. Da ist der Fall, in dem eine kranke Person - unabhängig davon, ob sie nun zuträgliche Speise erhält oder nicht, unabhängig davon, ob sie nun zuträgliche Medizin erhält, oder nicht, unabhängig davon, ob sie nun passende Behandlung erhält oder nicht - sich von dieser Krankheit erholen wird. Da ist der Fall, in dem eine kranke Person sich von dieser Krankheit erholt, wenn sie zuträgliche Speise, zuträgliche Medizin und passende Behandlung erhält, aber nicht wenn sie dies nicht.

"Nun ist es aufgrund der kranken Person, die sich von dieser Krankheit erholt, wenn sie zuträgliche Speise, zuträgliche Medizin und passende Behandlung erhält - aber nicht wenn sie dies nicht -, daß diese Speise für den Kranken erlaubt war, Medizin für den Kranken erlaubt war, passende Behandlung für den Kranken erlaubt war. Und es ist aufgrund dieser Art von kranken Personen, daß andere Arten von kranken Personen, ebenfalls behandelt werden. [1]

"Dies sind die drei Arten von kranken Leuten, die in dieser Welt existierend zu finden sind.

"In der selben Weise sind diese drei Arten von Leuten, gleich wie die drei Arten von kranken Leuten, in dieser Welt existierend zu finden. Welche drei?

"Da ist der Fall, in dem eine Person, welche - unabhängig davon ob sie den Tathagata zu sehen bekommt oder nicht, unabhängig davon, ob sie das Dhamma und die Zucht, dargelegt von Tathagata, zu hören bekommt oder nicht - sich nicht in Gesetzmäßigkeit, der Rechtschaffenheit von geschickten geistigen Qualitäten, niederlassen wird. Da ist der Fall, in dem eine Person, unabhängig davon ob sie den Tathagata zu sehen bekommt oder nicht, unabhängig davon, ob sie das Dhamma und die Zucht, dargelegt von Tathagata, zu hören bekommt oder nicht - sich in Gesetzmäßigkeit, der Rechtschaffenheit von geschickten geistigen Qualitäten, niederlassen wird. Da ist der Fall, in dem eine Person sich in Gesetzmäßigkeit, der Rechtschaffenheit von geschickten geistigen Qualitäten niederläßt, wenn sie den Tathagate zu sehen bekommt und das Dhamma und die Zucht, dargelegt von Tathagata zu hören bekommt, aber nicht wenn sie dies nicht.

"Nun ist es aufgrund der Person, die sich in Gesetzmäßigkeit, der Rechtschaffenheit von geschickten geistigen Qualitäten, dargelegt von Tathagata, niederläßt - doch nicht wenn sie nicht - , daß dieses Lehren des Dhamma erlaubt gewesen sein. Und es ist aufgrund dieser Art von Person, daß andere Arten von Personen, das Dhamma ebenfalls gelehrt bekommen [auf die Möglichkeit abzielend, daß es sich für diese herausstellt es zu brauchen und sie einen Nutzern daraus ziehen könnte].

"Dies sind die drei Arten von Leuten, gleich den drei Arten von kranken Leuten, die in dieser Welt existierend zu finden sind."

Anmerkung

1.    D.h. auf die Möglichkeit abzielend, daß es sich für diese dennoch herausstellt solch eine Behandlung gebrauchen und einen Nutzen daraus ziehen können.

Also wie geht' euch so in der Arzt oder Patientenrolle dort und da und im täglichen Leben?

 :-*