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Author Topic: Weekly Boddhisattva stories -Wöchent. Bodhisattva Erzählung  (Read 17129 times)

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Offline Johann

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I thought of sharing a tread for Jataka stories, rebirth stories of the Buddha in his previous life before he attained awakening. They are very useful for virtue lessons in daily life and helpful as a guide to train once paramis.

Maybe its good to bring them weekly always on Uposatha Observance Days.

Ich dache eine Thema den Jataka Geschichten zu widmen, Wiedergeburtsgeschichten des Buddhas aus seinere früherern Existenzen vor dem Erwachen. Diese sind sehr gute Lektionen für Tugend im täglichen Altag und gute Anleiter für das stärken der Paramis.

Vielleicht ist es gut diese wochentlich, jeweil am Uposatha Tag zu teilen.


 :-*
« Last Edit: April 18, 2013, 07:26:27 AM by Johann »
This post and Content has come to be by Dhamma-Dana and so is given as it       Dhamma-Dana: Johann

Offline Johann

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Die Erzählung von den jungen Vögeln - Let all the forest's nestlings
« Reply #1 on: January 31, 2013, 04:48:50 AM »
Posted: 26 Jan 2013 20:32

aus den
"Die Erzählung von den jungen Vögeln"
Jataka 31 entnommen von http://www.palikanon.de


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)

Quote
Das Kapitel von dem Giebel

Ehedem herrschte im Reiche Magadha zu Rajagaha ein König von Magadha. Damals wurde der Bodhisattva, wie der, der jetzt Sakka [3] ist, in seiner letzten Existenz im Reiche Magadha im Dorfe Macala wiedergeboren wurde, in eben diesem Dorfe Macala als Sohn einer bedeutenden Familie wiedergeboren; und am Tage der Namengebung erhielt er den Namen Prinz [4] Magha. Als er herangewachsen war, nannte man ihn den jungen Brahmanen Magha. Darauf führten ihm seine Eltern ein junges Mädchen von gleichem Range als Frau zu. Und mit Söhnen und Töchtern ausgestattet war er ein Gabenspender [5] und beobachtete die fünf Gebote. In diesem Dorfe waren dreißig Familien; und die dreißig Familienhäupter standen einmal in der Mitte des Dorfes und besorgten die Dorfgeschäfte. Als nun der Bodhisattva an der Stelle, wo er stand, den Schmutz mit den Füssen wegscharrte und sich auf diesen bequem gemachten Platz stellte, kam ein andrer her und stellte sich dahin. Darauf machte der Bodhisattva einen andern Fleck bequem und stellte sich hin, aber es kam wieder ein andrer und nahm den Platz ein. So machte der Bodhisattva noch einen und noch einen, kurz von jedem den Platz, wo er stand, bequem. Zu einer andern Zeit stellte er an diesem Platze einen Pavillon auf; dann ließ er den Pavillon wegschaffen und ein Haus errichten. Hier ließ er Bänke anbringen und stellte einen Topf mit Wasser auf. Zu einer andern Zeit teilten die dreißig Leute die Bestrebungen des Bodhisattva. Nachdem sie der Bodhisattva in den fünf Geboten befestigt hatte, tat er von da ab mit ihnen beständig gute Werke. Sie taten mit ihm gute Werke, indem sie beizeiten aufstanden, Beile, Äxte und Keulen zur Hand nahmen und an den großen Kreuzwegen [6] mit der Keule die Steine zerhieben und wegschafften, die Bäume abhieben, die die Achsen der Wagen behinderten, das Unebene eben machten, einen Damm errichteten, Lotosteiche gruben, ein Haus bauten, Geschenke gaben und die Gebote hielten. So beharrten immer mehr die sämtlichen Dorfbewohner bei der Unterweisung des Bodhisattva und beobachteten die Gebote. —

Aber ihr Dorfvorsteher dachte: „Früher, wenn diese Branntwein tranken und Mördereien und Ähnliches ausführten, bekam ich durch die Topfmünzen [7] und durch Geldbußen Geld; jetzt aber denkt der junge Brahmane Magha: ‘Ich will sie zum Beobachten der Gebote bewegen’, und lässt sie keine Mordtaten u. dgl. mehr begehen. Jetzt will ich sie aber ihre fünf Gebote halten lassen.“ Und voll Zorn ging er zum König hin und sprach: „Herr, viele Räuber verwüsten beständig das Dorf und verüben noch andere Schandtaten.“ Als der König seine Worte vernahm, sagte er: „Gehe und bringe sie her.“ Da ging er hin, fesselte jene sämtlich, brachte sie zum König und meldete dem Könige: „Herr, da sind die Räuber.“ Der König untersuchte ihre Sache gar nicht, sondern sprach: „Lasst sie vom Elefanten zertreten.“

Da ließ man sie alle sich im Hofe des Königs niederlegen und brachte einen Elefanten herbei. Der Bodhisattva aber ermahnte sie: „Denkt an die Gebote; betätigt freundliche Gesinnung gegen den Verleumder, gegen den König und gegen den Elefanten ebenso wie gegen euch selbst.“ Sie taten so. Nun brachte man den Elefanten herbei, um sie zu zertreten. Obwohl er aber herangeführt wurde, ging er nicht hin, sondern er stieß ein lautes Geschrei aus und lief fort. Dann brachte man einen andern und wieder einen andern Elefanten herbei; aber auch sie liefen alle davon. Da dachte der König: „Sie werden eine Medizin [8] bei sich haben“, und sprach: „Untersucht sie!“ Als sie aber bei der Untersuchung nichts fanden, sagten sie: „Sie haben nichts, o Herr.“ Darauf sprach der König weiter: „Dann werden sie wohl irgend einen Zauberspruch vor sich hinsagen; frage sie, ob sie einen Zauberspruch vor sich hinsagen.“ Die Leute des Königs fragten und der Bodhisattva erwiderte: „Ja, wir haben einen Zauberspruch.“ Die Leute des Königs meldeten ihm nun: „Ja, sie haben einen, o Herr.“ Da ließ der König sie alle zu sich kommen und sprach: „Sagt mir den Zauberspruch, den ihr kennt.“ Der Bodhisattva erwiderte: „Herr, einen andern Zauberspruch haben wir nicht, sondern wir Leute, dreißig an Zahl, töten kein lebendes Wesen, wir nehmen nicht, was uns nicht gegeben wird, wir führen keinen üblen Wandel, wir reden nicht die Unwahrheit, wir trinken keine berauschenden Getränke, wir betätigen freundliche Gesinnung, wir spenden Gaben, wir machen den Weg eben, wir graben Lotosteiche, wir bauen ein Haus: dies ist unser Zauberspruch, unser Schutz und unsre Stärke.“ Durch diese Worte war der König für sie gewonnen und er schenkte ihnen das ganze Vermögen des Verleumders und gab ihnen diesen selbst als Sklaven; und auch das Dorf und den Elefanten schenkte er ihnen.

Von da an taten sie nach ihrem Belieben gute Werke; und da sie am großen Kreuzweg ein großes Haus bauen wollten, ließen sie einen Baumeister kommen und von ihm das Haus bauen. Da sie aber die Lust am weiblichen Geschlechte verloren hatten, ließen sie die weiblichen Wesen an diesem Hause nicht teilhaben [9].

Zu der Zeit waren im Hause des Bodhisattva vier Weiber namens Sudhamma, Citta, Nanda und Sujata [10]. Von diesen sprach Sudhamma zum Baumeister, als sie mit ihm allein war: „Bruder, mache mich zur Ältesten in diesem Hause“; und sie gab ihm ein Geschenk. Er gab seine Zustimmung. Und zuerst trocknete er ein Giebelholz, behieb es, durchbohrte es und machte den Giebel fertig; dann verbarg er es in einem Gewande und legte es zur Seite. Als nun das Haus vollendet war und es Zeit war, den Giebel aufzusetzen, sagte er: „Ihr Edlen, ach, eines haben wir nicht getan.“ „Was denn?“ „Wir müssen einen Giebel bekommen.“ „Nun gut, wir wollen einen holen.“ „Von einem Baume, der jetzt erst gefällt wird, kann man ihn nicht machen, sondern man muss ihn früher fällen, bebauen und durchbohren; so kann ein Giebel zustande kommen.“ „Was ist jetzt da zu tun?“ „Man muss nachsuchen, ob in jemands Hause ein fertiger Giebel käuflich ist.“ Als sie nun nachsuchten, fanden sie einen Giebel im Hause der Sudhamma, konnten ihn aber für Geld nicht erhalten. Vielmehr sagte sie: „Wenn ihr mich am Hause teilhaben lasst, will ich ihn euch schenken.“ Aber sie erwiderten: „Wir lassen die Weiber nicht daran teilhaben.“ Da sprach zu ihnen der Baumeister: „Außer der Brahma-Welt gibt es keinen Ort, der ohne Weiber wäre. Nehmt den Giebel, dann wird unser Werk vollendet sein.“ Sie willigten ein, nahmen den Giebel und vollendeten das Haus; dann richteten sie Bänke her, stellten Wasserkrüge und versorgten das Haus beständig mit Reisspeise. Um das Haus herum errichteten sie einen Wall, verbanden damit ein Tor und streuten innerhalb des Walles Sand und außerhalb des Walles pflanzten sie eine Reihe Palmen. — Citta legte an diesem Orte einen Garten an, und es gab keinen Blütenbaum oder Fruchtbaum, der nicht darin gewesen wäre. Nanda ließ an diesem Orte einen Lotosteich anlegen, der mit fünffarbigen Lotusblumen bedeckt war, lieblich anzusehen. Sujata tat nichts. —

Nachdem nun der Bodhisattva die sieben moralischen Verpflichtungen erfüllt hatte, nämlich die Achtung gegen die Mutter, die Achtung gegen den Vater, die Ehrung des Ältesten in der Familie, wahr zu reden, nicht unfreundlich zu reden, nicht zu verleumden und die Bezwingung des Geizes,

    (§0.1. „Wer seine Eltern unterhält,
    den Ältesten im Hause ehrt,
    wer sanft und freundlich im Gespräch,
    wer die Verleumdung von sich weist,
     
    §0.2. wer auch den Geiz in Schranken hält,
    wer wahr ist, seinen Zorn bezwingt,
    ‘Der ist ein guter Mensch’, dies ist
    der dreiunddreißig Götter [11] Ruf.“)

nachdem er so ein rühmliches Leben geführt hatte, wurde er am Ende seines Lebens im Himmel der dreiunddreißig Götter als der Götterkönig Sakka wiedergeboren. Auch seine Freunde wurden ebendort wiedergeboren. —

-------------------------------

Teile der selben Geschichte hier vom Ehrürdigen. K. Gunaratana Thera im Mangala Sutta Uannana unter folgendem Kapitel wiedergegeben:


Quote
Sich in rechtschaffenden Unternehmungen einzubringen ist von größtem Segen

Die folgende Geschichte soll zeigen, wie jemand sich an rechte und tadelloses Verhalten hält und wie man gestelten von verdienstvoller Arbeit festhält:

In dem Dorf von Macala, lebte einst ein Mann Namens Magha, der aus dem Lande Magadha stammte. Eines Tages war eine Freiluftversammlung der Dorfbewohner, an der diese einen Plan für die generelle Gestaltung ihres Dorfes festlegen wollten. Magha war innerhalb der Menge und wie es seine Angewohnheit von ihm war, beschaffte er sich sein sauberes Plätzchen wo er dann stand und dem Dorfvorsteher zuhörte, wie er seine Volksleute über die Angelegenheiten und das Wohl des Dorfes ansprach. Ein Mann kam und stieß Magha zur Seite und nahm seinen angenehmen Platz ein. Magha ließ sich durch das nicht stören und war auch nicht verärgert, suchte sich aber gleich einen Platz, machte ihn sauber und stand dann dort. Ein andere Mann nahm bald wieder seinen Platz ein und großzügig überließ er auch diesen und suchte sich den nächsten freien Platz und fegte ihn sauber. Wieder und wieder, mußte er seinen Platz wechseln. Er achtete darauf die Leute um sich nicht zu stören, da er verstand, daß jeder gerne einen sauberen Platz haben möchte.

Am folgenden Tag brach Magha von seinem Zuhause auf um begann damit eine größe freie Fläche für ein Spielfeld zu gestalten. Er zupfte das Unkraut aus und entfernte, was immer es an Unrat auf dem Landstück gab. Als er eine Arbeit erledigt hatte, beschäftigte er sich damit Wege zu reparieren, die sich aufgrund ihrer starken Nutzung, in schlechtem Zustand befanden. Er sicherte die beschädigten Stellen und füllte die Löcher und Furchen auf. Ein Mann der vorbei kam, befragte ihn über seine Arbeit und er erzählte ihm, daß er dabei ist sich eine sichere Straße die ihm zum Himmel führt herrichtet. Der Mann, der die gute Arbeit erkannte und lernte, beteiligte sich bald. Nach und nach traten mehr Männer in die Szene und beteiligten sich Magha zu unterstützen, in der Hoffnung den selben Anteil an seinen Verdiensten zu erhalten. All seinen Mitarbeiter, Zweiunddreißig an der Zahl arbeiteten emsig und hat mit ihm.

Ein Aufseher des Königs, der für die Erhaltung der Wege und Straßen zuständig war, beobachtete diese seltsame Gruppe von Arbeitern, die mitFreude dabei waren die Straßen in freiwilliger Arbeit herzurichten. Es kam ihm in den Geist, daß es doch viel besser wäre, wenn diese ihre Zeit in das Brauen von Gerauschenden Getränken stecken würden, daß natürlich illegal war und er sich damit könnte er im Rahmen einer Bestechung eine gute Portion mitverdienen können, wenn er sie nur einmal dazu gebracht haben würde. Doch Magha ließ sich nicht davon überzeugen in sein Geschäft einzusteigen, auch wenn er mit der großen Dauer seiner jetzigen Arbeit und ihre Nutzlosigkeit, und das es viel ertragreicher wäre sich im Schnapsbrennen und Wilderei zu betätigen, argumentierte. Dieser Umstand machte den Aufsehr wütend und er entwickelte einen Plan, sich an Magha und seinen Mithelfern zu rächen.

Der Aufseher zögerte nicht, dem König zu erzählen, daß sich eine Bande von Räubern auf den Straßen herumtreibt. Er nannte Magha und seine Männer und diese wurden gefaßt und vor den König gebracht. Der fehlgeleitete König, bestebt die Strafe für die unglücklichen Männer festzulegen, sah keinerlei Anlaß ihre Schuldigkeit zu hinterfragen. Daraus folgend wurden die Stäflinge auf den Boden gelegt werden und die freigelassenen königlichen Elefanten auf sie gehetzt um über ihre Körper zu trampeln. Magha, als er saß, daß ihr Tod nicht mehr zu verhindern wäre, richtete sich an die Männer: „Jetzt ist nur mehr eine Sache für uns zu tun, und das ist die Reinheit unserer Taten zu erhalten. Mögen wir zu unserer letzten Stunde unsere Wohlwollen auf den König, seine Offiziere und auch auch die Elefanten richten. Möge kein Haß aus unserem Herzen dringen und mögen sie gefüllt von Liebe gegenüber unseren Mitmenschen, wie die Liebe zu uns selbst sein.“

Aus irgend einem Grund stoppten die Elefanten, wie sie in die Richtung der aufgebarrten Körper gedrängt wurden, apprupt von ihnen. Der König dachte, daß die Elefanten sich vor so vielen, vor ihnen liegenden Männern, fürchteten und so beauftragte er seine Leute die Gefangenen mit Matten zu bedecken und veranlaßte es die Elefanten über sie zu treiben. Abermals weigerten sich die Elefanten dies zu tun. Der König, der das unübliche Verhalten der Elefanten bemerkte, ließ die Gefangenen vor sich rufen. Der König sagte: „Ihr Männer, die ihr kühne Starßenräuber seit und in eurem Schlupfloch gefangen seit, was erwartet ihr als meine letzte Möglichkeit euch zu bestrafen.“

Magha trat hervor und verbeute sich mit tiefem Respekt vor dem König. Dann sagte er: „Oh König! Es ist interessant zu wissen, daß wir als Straßenräuber bezeichnet werden. Wir sind nur einfache friedliche Dorfbewohner, die aus interesse an unserem Projekt, einen Straße die uns nach oben bringt zu bauen. Ihr Aufsehr, auch wenn er nicht an unserem Projekt interessiert war, ist der Kronzeuge unserer Taten bevor wir festgenommen wurden.“ Der König, das vernommen, sagte: „Ich, der ich der König bin und so auch ein menschliches Wesen, erkenne eure Tugend nicht, doch meine Elefanten, auch wenn sie Tieren sind, erkennen eure Tugend. Ich bitte euch nun um Vergebung.“ Der König, um den verkommenen Aufseher zu bestrafen, verordnete diesen und seine Familie als persönliche Diener von Magha zu arbeiten und gab ihm, seine Männer und dem Dorf Steuerfreiheit und die Freiheit abseits der Regelungen des Königs zu leben. Er erlaubte auch, daß die Elefanten für Sie arbeiten zu lassen.





taken from
"Let all the forest's nestlings."
Jataka 31 taken from http://www.sacred-texts.com


Sub chapter without tiltel

[199] Once on a time there was a king of Magadha reigning at Rājagaha in the laud of Magadha. And just as he who is now Sakka came to life in his preceding birth in the hamlet of Macala in the land of Magadha, even so was it in the selfsame hamlet that the Bodhisatta came to life in those days as a young noble. When the day for his naming came, he was named 'Prince Magha,' but when he grew up, it was as 'Magha the young Brahmin' that he was known. His parents took a wife for him from a family of equal rank with their own; and he, with a family of sons and daughters growing up round him, excelled in charity, and kept the Five Commandments.

In that village there were just thirty families, and one day the men were standing in the middle of the village transacting the affairs of the village. The Bodhisatta had kicked aside the dust from where he was standing, and was standing there in comfort, when up came another and took his stand there. Then the Bodhisatta made himself another comfortable standing-place,--only to have it taken from him like the first. Again and again the Bodhisatta began afresh until he had made comfortable standing-places for every man there. Another time he put up a pavilion,--which later on he pulled down, building a hall with benches and a jar of water inside. Another time these thirty men were led by the Bodhisatta to become like-minded with himself; he established them in the Five Commandments, and thenceforth used to go about with them doing good works. And they too doing good works, always in the Bodhisatta's company, used to get up early and sally forth, with razors and axes and clubs in their hands. With their clubs they used to roll out of the way all stones that lay on the four highways and other roads of the village; the trees that would strike against the axles of chariots, they cut down; rough places they made smooth; causeways they built, dug water-tanks, and built a hall; they shewed charity and kept the Commandments. In this wise did the body of the villagers generally abide by the Bodhisatta's teachings and keep the Commandments.

Thought the village headman to himself, "When these men used to get drunk and commit murders and so forth, I used to make a lot of money out of them not only on the price of their drinks but also by the fines and dues they paid. But now here's this young brahmin Magha bent on making them keep the Commandments; he is putting a stop to murders and other crime." [200] And in his rage he cried, "I'll make them keep the Five Commandments!" And he repaired to the king, saying, "Sire, there is a band of robbers going about sacking villages and committing other villainies." When the king heard this, he bade the headman go and bring the men before him. And away went the man and hauled up as prisoners before the king every one of those thirty men, representing them to be the rascals. Without enquiry into their doings, the king commanded offhand that they should be trampled to death by the elephant. Forthwith they made them lie down in the king's court-yard and sent for the elephant. The Bodhisatta exhorted them, saying, "Bear in mind the Commandments; love the slanderer, the king and the elephant as yourselves." And they did so.

Then the elephant was brought in to trample them to death. Yet lead him as they might, he would not approach them, but fled away trumpeting loudly. Elephant after elephant was brought up;--but they all fled away like the first. Thinking that the men must have some drug about their persons, the king ordered them to be searched. Search was made accordingly, but nothing was found;--and so they told the king. "Then they must be muttering some spell," said the king; "ask them whether they have got a spell to mutter."

The question being put to them, the Bodhisatta said they had got a spell. And this the king's people told his majesty. So the king had them all summoned to his presence and said, "Tell me your spell."

The Bodhisatta made answer, "Sire, we have no other spell than this, that not a man among the whole thirty of us destroys life, or takes what is not given, or misconducts himself, or lies; we drink no strong drink; we abound in lovingkindness; we shew charity; we level the roads, dig tanks, and build a public hall;--this is our spell, our safeguard, and our strength."

Well-pleased with them, the king gave them all the wealth in the slanderer's house and made him their slave; and he gave them the elephant and the village to boot.

Thenceforward, doing good works to their hearts' content, they sent for a carpenter and caused him to put up a large hall at the meeting of the four highways; but [201] as they had lost all desire for womankind, they would not let any woman share in the good work.

Now in those days there were four women in the Bodhisatta's house, whose names were Goodness, Thoughtful, Joy, and Highborn. Of these Goodness, finding herself alone with the carpenter, gave him a douceur, saying,--"Brother, contrive to make me the principal person in connexion with this hall."

"Very good," said he. And before doing any other work on the building, he had some pinnacle-wood dried, which he fashioned and bored and made into a finished pinnacle. This he wrapped up in a cloth and laid aside. When the hall was finished, and it was time to put on the pinnacle, he exclaimed, "Alas, my masters, there's one thing we have not made." "What's that?" "Why, we ought to have a pinnacle." "All right, let one be got." "But it can't be made out of green wood; we ought to have a pinnacle which had been cut some time ago, and fashioned, and bored, and laid by." "Well, what is to be done now?" "Why, have a look round to see if anybody has got such a thing in his house as a ready-made pinnacle for sale." As they. looked round accordingly, they found one in the house of Goodness, but could not buy it of her for any money. "If you will make me a partner in the good work," said she, "I will give it you for nothing."

"No," was the reply, "we do not let women have a share in the good work."

Then said the carpenter to them, "My masters, what is this you say? Save the Realm of Brahma, there is no place from which women are excluded. Take the pinnacle, and our work will be complete."

Consenting, they took the pinnacle and completed their hall. They had benches put up, and jars of water set inside, providing also a constant supply of boiled rice. Round the hall they built a wall with a gate, strewing the space inside the wall with sand and planting a row of fan-palms outside. Thoughtful too caused a pleasaunce to be laid out at this spot, and not a flowering or fruit-bearing tree could be named which did not grow there. Joy, too, caused a water-tank to be dug in the same place, covered over with the five kinds of lotuses, beautiful to behold. High-born did nothing at all.

The Bodhisatta fulfilled these seven injunctions,--to cherish one's mother, to cherish one's father, to honour one's elders, to speak truth, [202] to avoid harsh speech, to eschew slander, and to shun niggardliness:--

Whoso supports his parents, honours age,
Is gentle, friendly-spoken, slandering not,
Unchurlish, truthful, lord--not slave--of wrath,
--Him e’en the Thirty Three 1 shall hail as Good.

Such was the praiseworthy state to which he grew, and at his life's close he passed away to be reborn in the Realm of the Thirty-three as Sakka, king of Devas; and there too were his friends reborn.

--------------------------------------------------------

parts of the same story retold by Ven. K. Gunaratana Thera in Mangala Sutta Uannana under the chapter:

Quote
To Engage In Undertakings Of A Righteous Action Is Most Blissful

The following is a story which will give an illustration on the right and blameless conduct one has to keep and the performance of meritorious work.

In the village of Macala, there lived a man Magha by name, who was native of the country of Magadha. One day there was an open air assembly of the villagers, who turned up to formulate their plan with regards to the general outlay of the village. Magha was in the crowd and as it was his habit, he prepared a clean spot where he stood and listened to the village headman who was addressing his fellowmen on matters concerning the welfare of the village. A man came and pushed Magha aside and stood on the clearance of his ground. Magha did not refute nor appeared annoyed, but moved quietly to another place and having made it clean, he stood there. Another man again took up his position and he moved ungrudgingly to the next vacant spot which he swept clean. Again and again, he was made to go from one stand to another. He was heedful of not causing annoyance to people around him, for he realised that any man wanted to choose a clean place for himself.
On the following day, Magha set out from his home and prepared and cleaned a big area of land to serve the purpose of a playing field. He raked out the weeds and whatever rubbish that was scattered on the land. When the work was completed, he kept himself busy in attending to road repairs, which was in a bad state due to heavy usage. He remetalled the damaged portion and leveled up the holes and cracks. A man who happened to pass, enquired of him about his work and he told him that he was in the course of making a safe road to lead him to heaven. The man on learning of his good work, joined him. More men appeared on the scene and they all joined in to assist Magha in the hope of sharing the same merits with him. In all his fellowworkers numbered thirty-two and they toiled diligently with him.
An overseer of the king who looked after the maintenance of the roads and highways, observed with curiosity this gang of workers happily engaged in making a road-way with their free labour. It came to his mind that if would be more practical for them to employ their time to the brewing of intoxicants, which was of course illegal and thereby he could earn a portion for himself by way of bribery once he tipped them off. But Magha could not be pursuaded to fall in with his project though the overseer argued at great length, the uselessness of his work which could be more profitably employed in brewing intoxicants or wild game hunting. This infuriated the overseer and he conceived on a plan to revenge himself on Magha and his fellow workers.
The overseer was not slow in communicating to the king that a gang of robbers were operating on the highways. He named Magha and his men as the robbers and they were caught and brought before the king. The misguided king, eager to mete out punishment to the unfortunate men did not make any enquiry as to their guilt. Whereupon the prisoners were made to lie on the ground and the king’s elephants were immediately released and led to trample on their prostrate bodies. Magha seeing that their death was imminent addressed all this men, “There is left only one course for us and that is to protect our purity of action. May we at this hour extend our loving kindness to the king, his officials, and to the elephants. Let no hatred spring from our hearts; instead, let them be filled with thoughts of love for our fellowmen like the same love that feel for ourselves.”
Somehow the elephants when released in their direction stopped abruptly on approaching the prostrate figures. The king though that his elephants were afraid on being confronted by so many men lying on the ground, so he instructed his men to cover the prisoners with mats, and to lead the elephants to trample on them. But again the elephants refused to do so. The king, noticing the unusual behavior of his elephants, ordered his prisoners to stand before him. The king said, “You men, being daring highway robbers, and caught in your den, what would you all expect me to do as my last resort for your punishment.”
Magha stood forward and bowed in deep respect before the king. He then said, “O! King, it is interesting to know why we were branded as robbers from the highways. We are only peaceful villagers laboring for our own interest to make a road to lead us to heaven. Your overseer, tough not interested in our project, is the principal witness of our activity before you arrest.” The king hearing this said, “I, who am your king and a human being as well do not know your virtue, whereas my elephants although dumb animals themselves, know your true virtue. I now ask your forgiveness.” The king, in order to punish the wicked overseer ordered that the overseer and his family were to work as personal attendants to Magha and have him and his men their village free from taxation and their freedom to live from the king’s rule and also allowed the elephants to work for them.

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« Last Edit: February 18, 2013, 04:40:44 AM by Johann »
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33 Sammodamana Jataka
« Reply #2 on: February 03, 2013, 09:23:01 AM »
   

SAMMODAMĀNA-JĀTAKA. (33)
"While concord reigns."


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)

SAMMODAMĀNA-JĀTAKA.
taken from: www.sacred-texts.com


"While concord reigns." This story was told by the Master while dwelling in the Banyan-grove near Kapilavatthu, about a squabble over a porter's head-pad, as will be related in the Kuṇāla-jātaka 1.

On this occasion, however, the Master spoke thus to his kinsfolk:--"My lords, strife among kinsfolk is unseemly. Yes, in bygone times, animals, who had defeated their enemies when they lived in concord, came to utter destruction when they fell out." And at the request of his royal kinsfolk, he told this story of the past.

_____________________________

Once upon a time when Brahmadatta was king of Benares, the Bodhisatta was born a quail, and lived in the forest at the head of many thousands of quails. In those days a fowler who caught quails came to that place; and he used to imitate the note of a quail till he saw that the birds had been drawn together, when he flung his net over them, and whipped the sides of the net together, so as to get them all huddled up in a heap. Then he crammed them into his basket, and going home sold his prey for a living.

Now one day the Bodhisatta said to those quails, "This fowler is making havoc among our kinsfolk. I have a device whereby he will be unable to catch us. Henceforth, the very moment he throws the net over you, let each one put his head through a mesh and then all of you together must fly away with the net to such place as you please, and there let it down on a thorn-brake; this done, we will all escape from our several meshes." "Very good," said they all in ready agreement.

On the morrow, when the net was cast over them, they did just as the Bodhisatta had told them:--they lifted up the net, [209] and let it down on a thorn-brake, escaping themselves from underneath. While the fowler was still disentangling his net, evening came on; and he went away empty-handed. On the morrow and following days the quails played the same trick. So that it became the regular thing for the fowler to be engaged till sunset disentangling his net, and then to betake himself home empty-handed. Accordingly his wife grew angry and said, "Day by day you return empty-handed; I suppose you've got a second establishment to keep up elsewhere."


"No, my dear," said the fowler; "I've no second establishment to keep up. The fact is those quails have come to work together now. The moment my net is over them, off they fly with it and escape, leaving it on a thorn-brake. Still, they won't live in unity always. Don't you bother yourself; as soon as they start bickering among themselves, I shall bag the lot, and that will bring a smile to your face to see." And so saying, he repeated this stanza to his wife:--

While concord reigns, the birds bear off the net.
When quarrels rise, they'll fall a prey to me.

Not long after this, one of the quails, in alighting on their feeding ground, trod by accident on another's head. "Who trod on my head?" angrily cried this latter. "I did; but I didn't mean to. Don't be angry," said the first quail. But notwithstanding this answer, the other remained as angry as before. Continuing to answer one another, they began to bandy taunts, saying, "I suppose it is you single-handed who lift up the net." As they wrangled thus with one another, the Bodhisatta thought to himself, "There's no safety with one who is quarrelsome. The time has come when they will no longer lift up the net, and thereby they will come to great destruction. The fowler will get his opportunity. I can stay here no longer." And thereupon he with his following went elsewhere.

Sure enough the fowler [210] came back again a few days later, and first collecting them together by imitating the note of a quail, flung his net over them. Then said one quail, "They say when you were at work lifting the net, the hair of your head fell off. Now's your time; lift away." The other rejoined, "When you were lifting the net, they say both your wings moulted. Now's your time; lift away."

But whilst they were each inviting the other to lift the net, the fowler himself lifted the net for them and crammed them in a heap into his basket and bore them off home, so that his wife's face was wreathed with smiles.

_____________________________

"Thus, sire," said the Master, "such a thing as a quarrel among kinsfolk is unseemly; quarrelling leads only to destruction." His lesson ended, he shewed the connexion, and identified the Birth, by saying, "Devadatta was the foolish quail of those days, and I myself the wise and good quail."

[Note. See for the migrations of this story Benfey's Pañca-Tantra 1. 304, and Fausböll in R.AṢ. Journal, 1870. See also Julien's Avadānas, Vol. 1. page 155.]

_____________________________
[/b]


Die Erzählung von der Eintracht (Sammodamana-Jataka)
„Solang die Vögel einig sind“
entnommen von: www.palikanon.de

§A. Dies erzählte der Meister, da er bei Kapilavatthu in einem Nigrodha-Parke [1] verweilte, mit Beziehung auf einen Streit wegen eines Tragkissens [2].

§D. Davon wird im Kunala-Jataka [536] erzählt werden.

Nachdem hierauf der Meister zu seinen Verwandten gesagt hatte: „Ihr Großkönige [4], unter Verwandten ist ein Streit miteinander nicht angebracht. Auch Tiere sind in früherer Zeit, während sie einträchtig waren, im Kampfe Sieger geblieben, als sie aber in Streit geraten waren, in großes Verderben gestürzt“, erzählte er, von den verwandten Königsfamilien dazu aufgefordert, folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

§B. Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, wurde der Bodhisattva als eine Wachtel wiedergeboren und verweilte im Walde, umgeben von einigen tausend Wachteln. Damals nun pflegte ein Wachteljäger nach ihrem Aufenthaltsort zu gehen und den Wachtelruf nachzuahmen; wenn er dadurch gemerkt hatte, wo sie versammelt waren, warf er ein Netz über sie, drückte es an den Enden zusammen, tat sie alle zusammen und füllte mit ihnen seinen Korb. Dann ging er nach Hause, verkaufte sie und verdiente sich dadurch seinen Lebensunterhalt. Da sprach eines Tages der Bodhisattva zu den Wachteln: „Dieser Vogeljäger bringt unsere Verwandten ins Verderben. Ich kenne aber ein Mittel, wodurch er uns nicht mehr fangen kann. Von jetzt an soll sogleich, wenn er das Netz über euch geworfen hat, jeder in eine Masche des Netzes seinen Kopf stecken, das Netz aufheben, es dahin bringen, wohin ihr wollt, und es dann in ein Dornengestrüpp werfen. Auf diese Weise werden wir ihm überall entgehen.“ Alle gaben ihre Zustimmung dazu. Als nun am zweiten Tage das Netz über sie geworfen wurde, hoben sie auf die vom Bodhisattva angegebene Weise das Netz empor, warfen es in ein Dornengestrüpp und entgingen so dem Untergang. Bis aber der Vogeljäger das Netz aus dem Gestrüpp losgemacht hatte, wurde es spät und er ging mit leeren Händen nach Haus.

Vom nächsten Tage an machten es die Wachteln immer so. Und nachdem er bis Sonnenuntergang das Netz freigemacht hatte, ging er, ohne etwas gefangen zu haben, mit leeren Händen heim. Da wurde seine Frau zornig und sprach: „Tag für Tag kommst du mit leeren Händen; du hast wohl noch jemand anderen zu unterhalten, meine ich.“ Aber der Vogeljäger erwiderte: „Liebe, ich habe keinen andern zu unterhalten. Aber die Wachteln sind jetzt einträchtig geworden; und wenn ich das Netz werfe, so nehmen sie es sogleich mit, werfen es in ein Gestrüpp und eilen davon. Indes werden sie nicht die ganze Zeit einträchtig sein. Bekümmere dich nicht; wenn sie Streit bekommen, werde ich sie dir alle bringen und dein Gesicht wieder lächeln machen.“ Und darauf sagte er seiner Frau folgenden Vers:

    §1. „Solang die Vögel einig sind,

    entkommen sie mitsamt dem Netz;

    doch wenn sie wieder streiten sich,

    dann fallen sie in meine Hand.“ —

Nach wenigen Tagen aber stieß eine Wachtel, als sie nach dem Futterplatze herabflog, unabsichtlich an den Kopf einer anderen. Die andere fragte zornig: „Wer hat mich an den Kopf gestoßen?“ Die erste erwiderte: „Ich habe dich unabsichtlich gestoßen, sei nicht böse“; aber trotzdem blieb die andere erzürnt. Als sie aber immer wieder sagten: „Du hebst, glaub ich, das Netz allein auf“, bekamen sie Streit miteinander. Da sie aber stritten, dachte der Bodhisattva: „Wenn Streit entstanden ist, gibt es keine Wohlfahrt mehr. Jetzt werden sie das Netz nicht aufheben und dadurch zu großem Unheil gelangen. Der Vogeljäger wird eine günstige Gelegenheit erhalten; ich darf an diesem Orte nicht mehr bleiben.“ Und er begab sich mit seinem Gefolge an einen anderen Ort. —

Nach einigen Tagen kam der Jäger, ahmte den Wachtelruf nach und warf über die Versammelten sein Netz. Da sagte eine Wachtel zur anderen: „Wenn du das Netz aufhebst, fallen dir die Haare vom Kopfe; hebe es jetzt auf!“ Die andere sagte: „Wenn du das Netz aufhebst, fallen dir an beiden Flügeln die Federn aus; hebe es jetzt auf.“ Während sie nun immer so sprachen: „Hebe du es auf“, hob der Jäger das Netz auf, tat sie alle zusammen, füllte seinen Korb mit ihnen und ging nach Hause, wo er dadurch seine Frau zum Lächeln brachte.

§C. Nachdem der Meister mit den Worten: „So, o Großkönig, ist ein Streit zwischen Verwandten nicht nützlich, sondern der Streit ist die Wurzel des Verderbens“, diese Lehrunterweisung beendigt hatte, stellte er die gegenseitigen Bedingungen fest und verband das Jataka mit den Worten: „Damals war die unkluge Wachtel Devadatta, die kluge Wachtel aber war ich.“

Ende der Erzählung von der Eintracht

[1] „Nigrodha“ ist der indische Feigenbaum, Ficus indica.

[2] Damit ist ein Tuch gemeint, das kranzartig auf den Kopf gelegt als Unterlage für die auf dem Kopfe getragene Last diente.

[4] Erst die spätere Überlieferung lässt Buddha aus königlichem Geschlechte entsprossen sein; vgl. „Leben des Buddha“, S. X.


« Last Edit: February 18, 2013, 04:41:59 AM by Johann »
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Kasava-Jataka 221.
« Reply #3 on: February 11, 2013, 03:45:52 AM »


221 .KĀSĀVA-JĀTAKA


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)


"If any man," etc.--This story the Master told while staying at Jetavana, about Devadatta.

It was occasioned by something that happened at Rājagaha. At one period the Captain of the Faith was living with five hundred brethren at the Bamboo Grove. And Devadatta, with a body of men wicked like himself, lived at Gayāsīsa.

At that time the citizens of Rājagaha used to club together for the purpose of almsgiving. A trader, who had come there on business, brought a magnificent perfumed yellow robe, asking that he might become one of them, and give this garment as his contribution. The townspeople brought plenty of gifts. All that was contributed by those who had clubbed together consisted of ready money. There was this garment left. The crowd which had come together said, "Here is this beautiful perfumed robe left over. Who shall have it--Elder Sāriputta, or Devadatta?" Some were in favour of Sāriputta; others said, "Elder Sāriputta will stay here a few days, and then go travelling at his own sweet will; but Devadatta always lives near our city; he is our refuge in good fortune or ill. Devadatta shall have it!" They made a division, and those who voted for Devadatta were in the majority. So to Devadatta they gave it. He had it cut in strips, and sewn together, and coloured like gold, and so he wore it upon him.

At the same time, thirty Brethren went from Sāvatthi to salute the Master. After greetings had been exchanged, they told him all this affair, adding, "And so, sir, Devadatta wears this mark of the saint, which suits him ill enough." "Brethren," said the Master, "this is not the first time that Devadatta has put on the garb of a saint, a most unsuitable dress. He slid the same before." And then he told them an old-world tale.

_____________________________

Once upon a time, when Brahmadatta was king of Benares, the Bodhisatta came into this world as an Elephant in the Himalaya region.

Lord of a herd that numbered eighty thousand wild elephants, he dwelt in the forest land.

A poor man that lived in Benares, seeing the workers of ivory in the ivory bazaar making bangles and all manner of ivory trinkets, he asked them would they buy an elephant's tusks, if he should get them. To which they answered, Yes.

So he took a weapon, and clothing himself in a yellow robe, he put on the guise of a Pacceka-Buddha [1], with a covering band about his head. Taking his stand in the path of the elephants, he slew one of them with his weapon, and sold the tusks of it in Benares; and in this manner he made a living. After this he began always to slay the very last elephant in the Bodhisatta's troop. Day by day the elephants grew fewer and fewer. Then they went and asked the Bodhisatta how it was that their numbers dwindled. He perceived the reason. "Some man," thought he, "stands in the place where the elephants go, having made himself like a Pacceka-Buddha in appearance. Now can it be he that slays the elephants? I will find him out." So one day he sent the others on before him and he followed after. The man saw the Bodhisatta, and made a rush at him with his weapon. The Bodhisatta turned and stood. "I will beat him to the earth, and kill him!" thought he: and stretched out his trunk,--when he saw the yellow robes which the man wore. "I ought to pay respect to those sacred robes!" said he. So drawing back his trunk, he cried--"O man! Is not that dress, the flag of sainthood, unsuitable to you? Why do you wear it?" and he repeated these lines:

"If any man, yet full of sin, should dare
To don the yellow robe, in whom no care
    For temperance is found, or love of truth,
He is not worthy such a robe to wear.

He who has speed out sin, who everywhere
Is firm in virtue, and whose chiefest care
    Is to control his passions, and be true,
He well deserves the yellow robe to wear."


With these words, the Bodhisatta rebuked the man, and bade him never come there again, else he should die for it. Thus he drove him away.

_____________________________

After this discourse was ended, the Master identified the Birth:--"Devadatta was the man who killed the elephants, and the head of the herd was I."[/size]

[1] One who has attained the knowledge needful for attaining Nirvana, but does not preach it to men.




221. Die Erzählung von dem gelben Gewand (Kasava-Jataka)
„Wenn einer nicht von Sünde frei“
entnommen von: www.palikanon.de


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf Devadatta. Die Begebenheit aber spielte sich zu Rajagaha ab. — Zu einer Zeit nämlich hielt sich der Heerführer der Lehre [1] mit fünfhundert Mönchen im Veluvana auf. Devadatta aber weilte, umgeben von seinem ihm entsprechenden lasterhaften Gefolge, auf dem Geiersberg.

Zu dieser Zeit hatten die Bewohner von Rajagaha nach dem Gefallen der einzelnen zusammengesteuert und richteten ein Geschenk her. Ein Kaufmann aber, der um eines Geschäftes willen dorthin gekommen war, sagte: „Nehmt dies Gewand dazu und macht auch mich zum Teilnehmer.“ Und er spendete ein sehr wertvolles, duftendes gelbes Gewand [2].— Die Städter brachten eine große Spende zusammen. Alles, was nach dem Belieben des einzelnen beigesteuert war, bestand aus Kahapanas. Nur jenes Gewand blieb übrig. Nun versammelte sich eine große Menge Volkes und sie überlegten: „Dies duftende gelbe Gewand ist übrig. Wem wollen wir es geben, dem Thera Sāriputta oder Devadatta?“ Da sagten einige: „Dem Thera Sāriputta“; andere aber sprachen: „Der Thera Sāriputta wird sich nur ein paar Tage hier aufhalten und dann weiterziehen; der Thera Devadatta aber wohnt beständig nahe unsrer Stadt. Dieser ist uns eine Hilfe im Glück und im Unglück; wir wollen es dem Devadatta geben.“ Als man die Stimmen zählte, waren diejenigen in der Mehrheit, die sagten, man solle es Devadatta geben, und man gab es Devadatta. Devadatta aber ließ die Ränder davon abreißen und die Einfassung zusammennähen: dann ließ er es färben, dass es die Farbe einer goldenen Platte erhielt, und bekleidete sich damit.

Zu der Zeit begaben sich Mönche, dreißig an der Zahl, von Rajagaha nach Savatthi. Nachdem sie den Meister begrüßt und freundliche Worte mit ihm getauscht hatten, berichteten sie ihm diese Begebenheit und erzählten: „So, Herr, hat Devadatta die nicht für ihn passende Heiligentracht angelegt.“ Darauf sprach der Meister: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, hat Devadatta die für ihn nicht passende Tracht eines Heiligen angezogen, sondern auch früher schon tat er so.“ Und nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer Elefantenfamilie im Himalaya-Gebirge seine Wiedergeburt. Nachdem er herangewachsen war, weilte er als Gebieter der Herde umgeben von achtzigtausend Elefanten im Walde.

Ein in schlechten Verhältnissen befindlicher Mann aber, der zu Benares wohnte, sah einmal in der Straße der Elfenbeinarbeiter, wie diese elfenbeinerne Armringe u. dgl. fertigten, und er fragte sie: „Werdet ihr Elefantenzähne annehmen, wenn ihr sie bekommt?“ Sie erwiderten: „Ja, wir werden sie annehmen.“ Darauf nahm er eine Waffe mit sich, zog ein gelbes Gewand an, dass er einem Paccekabuddha glich, befestigte ein Stirntuch an seinem Kopfe und stellte sich an dem Wege auf, den die Elefanten zu gehen pflegten. Mit seiner Waffe tötete er einen Elefanten, nahm dessen Zähne an sich und verkaufte sie in Benares. Damit erwarb er sich seinen Lebensunterhalt.

In der Folgezeit begann er von den Elefanten, die den Bodhisattva begleiteten, den allerhintersten zu töten. Als die Elefanten merkten, dass täglich ihre Zahl abnahm, sagten sie zum Bodhisattva: „Aus welchem Grunde nehmen die Elefanten ab?“ Der Bodhisattva machte folgende Beobachtung: „Am Ende des Elefantenweges steht ein Mann in der Kleidung eines Paccekabuddha. Ist vielleicht dieser der Mörder? Ich werde ihn auf die Probe stellen!“ Und eines Tages ließ er die Elefanten vorausgehen und ging selbst hinten nach. — Als jener den Bodhisattva sah, sprang er mit seiner Waffe auf ihn los. Der Bodhisattva drehte sich um und streckte, wie er dastand, den Rüssel aus, um jenen zu Boden zu werfen und zu töten. Als er aber die gelben Gewänder sah, die jener angelegt hatte, dachte er: „Es kommt mir zu, diese Heiligentracht mit Ehrfurcht zu behandeln“. Er zog den Rüssel wieder ein und sagte: „Holla, Mann, ist nicht diese Heiligentracht unpassend für dich? Warum legst du sie an?“ Und er sprach folgende Strophen [3]:

    „Wenn einer nicht von Sünde frei

    und doch das gelbe Kleid sich anlegt,

    ist er des gelben Kleids nicht würdig,

    der Ungezähmte, Wahrheitsferne.

 

    Doch wer die Sünden abgelegt

    und wohl befestigt in der Tugend,

    der ist des gelben Kleides würdig,

    der wohl Gezähmte, Wahrheitsvolle.“


Nachdem so der Bodhisattva jenem Manne diesen Sachverhalt auseinandergesetzt hatte, jagte er ihm Furcht ein mit folgenden Worten: „Von jetzt an komme nicht mehr hierher; wenn du noch einmal kommst, musst du sterben.“ Damit jagte er ihn fort.

Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals war der Mann, der die Elefanten tötete, Devadatta; der Gebieter der Herde aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem gelben Gewand

[1] Ein oft gebrauchter Beiname des Sāriputta.
[2] Gelbe Gewänder sind das äußere Kennzeichen der buddhistischen Mönche.
[3] Dhammapadam Vers 9 und 10.

« Last Edit: February 18, 2013, 04:43:17 AM by Johann »
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Cullaka-Sethi-Jataka (4)
« Reply #4 on: February 18, 2013, 04:29:02 AM »
4. CULLAKA-SEṬṬHI-JĀTAKA.


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)

4. CULLAKA-SEṬṬHI-JĀTAKA.
"With humblest start."

Introductory Story

[114] "With humblest start." This story was told by the Master about the Elder named Little Wayman, while in Jīvaka's Mango-grove 2 near Rājagaha. And here an account of Little Wayman's birth must be given. Tradition tells us that the daughter of a rich merchant's family in Rājagaha actually stooped to intimacy with a slave. Becoming alarmed lest her misconduct should get known, she said to the slave, "We can't live on here; for if my mother and father come to know of this sin of ours, they will tear us limb from limb. Let us go and live afar off." So with their belongings in their hands they stole together out by the hardly-opened door, and fled away, they cared not whither, to find a shelter beyond the ken of her family. Then they went and lived together in a certain place, with the result that she conceived. And when her full time was nearly come, she told her husband and said, "If I am taken in labour away from kith and kin, that will be a trouble to both of us. So let us go home." First he agreed to start to-day, and then he put it off till the morrow; and so he let the days slip by, till she thought to herself, "This fool is so conscious of his great offence that he dares not go. One's parents are one's best friends; so whether he goes or stays, I must go." So, when he went out, she put all her household matters in order and set off home, telling her next-door neighbour where she was going. Returning home, and not finding his wife, but discovering from the neighbours that she had started off home, he hurried after her and came up with her on the road; and then and there she was taken in labour.

"What's this, my dear?" said he.

"I have given birth to a son, my husband," said she.

Accordingly, as the very thing had now happened which was the only reason for the journey, they both agreed that it was no good going on now, and so turned back again. And as their child had been born by the way, they called him 'Wayman.'

[115] Not long after, she became with child again, and everything fell out as Before. And as this second child too was born by the way, they called him 'Wayman' too, distinguishing the elder as 'Great Wayman' and the younger as 'Little Wayman: Then, with both their children, they again went back to their own home.

Now, as they were living there, their way-child heard other boys talking of their uncles and grandfathers and grandmothers; so he asked his mother whether he hadn't got relations like the other boys. "Oh yes, my dear," said his mother; "but they don't live here. Your grandfather is a wealthy merchant in the city of Rājagaha, and you have plenty of relations there." "Why don't we go there, mother?" She told the boy the reason why they stayed away; but, as the children kept on speaking about these relations, she said to her husband, "The children are always plaguing me. Are my parents going to eat us at sight? Come, let us shew the children their grandfather's family." "Well, I don't mind taking them there; but I really could not face your parents." "All right;--so long as, some way or other, the children come to see their grandfather's family," said she.

So those two took their children and coming in due course to Rājagaha put up in a public rest-house by the city gate. Then, taking with them the two children, the woman caused their coming to be made known to her parents. The latter, on hearing the message, returned this answer, "True, it is strange to be without children unless one has renounced the world in quest of Arahatship. Still, so great is the guilt of the pair towards us that they may not stand in our sight. Here is a sum of money for them: let them take this and retire to live where they will. But the children they may send here." Then the merchant's daughter took the money so sent her, and despatched the children by the messengers. So the children grew up in their grandfather's house,--Little Wayman being of tender years, while Great Wayman used to go with his grand-father to hear the Buddha preach the Truth. And by constant hearing of the Truth from the Master's own lips, the lad's heart yearned to renounce the world for the life of a Brother.

"With your permission," said he to his grandfather, "I should like to join the Brotherhood." "What do I hear?" cried the old man. "Why, it would give me greater joy to see you join the Order than to see the whole world join. Become a Brother, if you feel able." And he took him to the Master.

"Well, merchant," said the Master, "have you brought your boy with you?" Yes sir; this is my grandson, who wishes to join your Brotherhood." [116] Then the Master sent for a Mendicant, and told him to admit the lad to the Order; and the Mendicant repeated the Formula of the Perishable Body 1 and admitted the lad as a novice. When the latter had learned by heart many words of the Buddha, and was old enough, he was admitted a full Brother. He now gave himself up to earnest thought till he won Arahatship; and as he passed his days in the enjoyment of Insight and the Paths, he thought whether he could not impart the like happiness to Little Wayman. So he went to his grandfather the merchant, and said, "Great merchant, with your consent, I will admit Little Wayman to the Order." "Pray do so, reverend sir," was the reply.

Then the Elder admitted the lad Little Wayman and established him in the Ten Commandments. But Little Wayman proved a dullard: with four months' study he failed to get by heart this single stanza:--

Lo! like a fragrant lotus at the dawn
Of day, full-blown, with virgin wealth of scent,
Behold the Buddha's glory shining forth,
As in the vaulted heaven beams the sun!

For, we are told, in the Buddhahood of Kassapa this Little Wayman, having himself attained to knowledge as a Brother, laughed to scorn a dull Brother who was learning a passage by heart. His scorn so confused his butt, that the latter could not learn or recite the passage. And now, in consequence, on joining the Brotherhood he himself proved a dullard. Each new line he learned drove the last out of his memory; and four months slipped away while he was struggling with this single stanza. Said his elder brother to him, "Wayman, you are not equal to receiving this doctrine. In four whole months you have been unable to learn a single stanza. How then can you hope to crown your vocation with supreme success? Leave the monastery." But, though thus expelled by his brother, Little Wayman was so attached to the Buddha's creed that he did not want to become a layman.

Now at that time Great Wayman was acting as steward. And Jīvaka Komārabhacca, going to his mango-grove with a large present of perfumes and flowers for the Master, had presented his offering and listened to a discourse; then, rising from his seat and bowing to the Buddha, he went up to Great Wayman and asked, "How many Brethren are there, reverend sir, with the Master?" "Just 500, sir." "Will you bring the 500 Brethren, with the Buddha at their head, to take their meal at my house to-morrow?" "Lay-disciple, one of them named Little Wayman is a dullard and makes no progress in the Faith," said the Elder; "I accept the invitation for everyone but him."

[117] Hearing this, Little Wayman thought to himself, "In accepting the invitation for all these Brethren, the Elder carefully accepts so as to exclude me. This proves that my brother's affection for me is dead. What have I to do with this proves? I will become a layman and live in the exercise of charity and other good works of a lay character." And on the morrow early he went forth, avowedly to become a layman again.

Now at the first break of day, as he was surveying the world, the Master became aware of this; and going forth even earlier than Little Wayman, he paced to and fro by the porch on Little Wayman's road. As the latter came out of the house, he observed the Master, and with a salutation went up to him. "Whither away at this hour, Little Wayman?" said the Master.

"My brother has expelled me from the Order, sir; and I am going to wander forth."

"Little Wayman, as it was under me that you took the vows, why did you not, when expelled by your brother, come to me? Conte, what have you to do with a layman's life? You shall stop with me." So saying, he took Little Wayman and seated him at the door of his own perfumed chamber. Then giving him a perfectly clean cloth which he had supernaturally created, the Master said, "Face towards the East, and as you handle this cloth, repeat these words--'Removal of Impurity; Removal of Impurity.'" Then at the time appointed the Master, attended by the Brotherhood, went to Jīvaka's house and sat down on the seat set for him.

Now Little Wayman, with his gaze fixed on the sun, sat handling the cloth and repeating the words, "Removal of Impurity; Removal of Impurity." And as he kept handling the piece of cloth, it grew soiled. Then he thought, "Just now this piece of cloth was quite clean; but my personality has destroyed its original state and made it dirty. Impermanent indeed are all compounded  things! And even as he realised Death and Decay, he won the Arahat's Illumination. Knowing that Little Wayman's mind had won Illumination, the Master sent forth an apparition and in this semblance of himself appeared before him, as if seated in front of him and saying, "Heed it not, Little Wayman, that this mere piece of cloth has become dirty and stained with impurity; within thee are the impurities of lust and other evil things. Remove them." And the apparition uttered these stanzas:--

Impurity in Lust consists, not dirt;
And Lust we term the real Impurity.
Yea, Brethren, whoso drives it from his breast,
He lives the gospel of the Purified.

              _______________

[118] Impurity in Wrath consists, not dirt;
And Wrath we term the real Impurity.
Yea, Brethren, whoso drives it from his breast,
He lives the gospel of the Purified.

              _______________

Delusion is Impurity, not dirt;
We term Delusion real Impurity.
Yea, Brethren, whoso drives it from his breast,
He lives the gospel of the Purified.

At the close of these stanzas Little Wayman attained to Arahatship with the four branches of knowledge 1, whereby he straightway came to have knowledge of all the sacred texts. Tradition has it that, in ages past, when he was a king and was making a solemn procession round his city, he wiped the sweat from his brow with a spotless cloth which he was wearing; and the cloth was stained. Thought he, "It is this body of mine which has destroyed the original purity and whiteness of the cloth, and dirtied it. Impermanent indeed are all composite things." Thus he grasped the idea of impermanence; and hence it came to pass that it was the removal of impurity which worked his salvation.

Meantime, Jīvaka Komārabhacca offered the Water of Donation 2; but the Master put his hand over the vessel, saying, "Are there no Brethren, Jīvaka, in the monastery?"

Said Great Wayman, "There are no Brethren there, reverend sir." "Oh yes, there are, Jīvaka," said the Master. "Hi, there!" said Jīvaka to a servant; "just you go and see whether or not there are any Brethren in the monastery."

At that moment Little Wayman, conscious as he was that his brother was declaring there were no Brethren in the monastery, determined to shew him there were, and so filled the whole mango-grove with nothing but Brothers. Some were making robes, others dyeing, whilst others again were repeating the sacred texts:--each of a thousand Brethren he made unlike all the others. Finding this host of Brethren in the monastery, the man returned and said that the whole mango-grove was full of Brethren.

But as regards the Elder up in the monastery--

Wayman, a thousand-fold self-multiplied,
Sat on, till bidden, in that pleasant grove.

"Now go back," said the Master to the man, "and say 'The Master sends for him whose name is Little Wayman.'

But when the man went and delivered his message, a thousand mouths answered, "I am Little Wayman! I am Little Wayman!"

Back came the man with the report, "They all say they are 'Little Wayman,' reverend sir."

"Well now go back," said the Master, "and take by the hand the first one of them who says he is Little Wayman, [119] and the others will all vanish." The man did as he was bidden, and straightway the thousand Brethren vanished from sight. The Elder came back with the man.

When the meal was over, the Master said, "Jīvaka, take Little Wayman's bowl; he will return thanks." Jīvaka did so. Then like a young lion roaring defiance, the Elder ranged the whole of the sacred texts through in his address of thanks. Lastly, the Master rose from his seat and attended by the Order returned to the monastery, and there, after the assignment of tasks by the Brotherhood, he rose from his seat and, standing in the doorway of his perfumed chamber, delivered a Buddha-discourse to the Brotherhood. Ending with a theme which he gave out for meditation, and dismissing the Brotherhood, he retired into his perfumed chamber, and lay down lion-like on his right side to rest.

At even, the orange-robed Brethren assembled together from all sides in the Hall of Truth and sang the Master's praises, even as though they were spreading a curtain of orange cloth round him as they sat.

"Brethren," it was said, "Great Wayman failed to recognise the bent of Little Wayman, and expelled him from the monastery as a dullard who could not even learn a single stanza in four whole months. But the All-Knowing Buddha by his supremacy in the Truth bestowed on him Arahatship with all its supernatural knowledge, even while a single meal was in progress. And by that knowledge he grasped the whole of the sacred texts. Oh! how great is a Buddha's power!"

Now the Blessed One, knowing full well the talk that was going on in the Hall of Truth, thought it meet to go there. So, rising from his Buddha-couch, he donned his two orange under-cloths, girded himself as with lightning, arrayed himself in his orange-coloured robe, the ample robe of a Buddha, and came forth to the Hall of Truth with the infinite grace of a Buddha, moving with the royal gait of an elephant in the plenitude of his vigour. Ascending the glorious Buddha-throne set in the midst of the resplendent hall, he seated himself upon the middle of the throne emitting those six-coloured rays which mark a Buddha,--like the newly-arisen sun, when from the peaks of the Yugandhara Mountains he illumines the depths of the ocean. Immediately the All-Knowing One came into the Hall, the Brotherhood broke off their talk and were silent. Gazing round on the company with gentle loving-kindness, the Master thought within himself, "This company is perfect! Not a man is guilty of moving hand or foot improperly; not a sound, not a cough or sneeze is to he heard! In their reverence and awe of the majesty and glory of the Buddha, not a man would dare to speak before I did, even if I sat here in silence all my life long. But it is my part to begin; and I will open the conversation." Then in his sweet divine tones he addressed the Brethren and said, [120] "What, pray, is the theme of this conclave? And what was the talk which was broken off?"

"Sir," said they, "it was no profitless theme, but your own praises that we were telling here in conclave."

And when they had told him word for word what they had been saying, the Master said, "Brethren, through me Little Wayman has just now risen to great things in the Faith; in times past it was to great things in the way of wealth that he rose,--but equally through me."

The Brethren asked the Master to explain this; and the Blessed One made clear in these words a thing which succeeding existences had hidden from them:--

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Main Story:

Once on a time when Brahmadatta was reigning in Benares in Kāsi, the Bodhisatta was born into the Treasurer's family, and growing up, was made Treasurer, being called Treasurer Little. A wise and clever man was he, with a keen eye for signs and omens. One day on his way to wait upon the king, he came on a dead mouse lying on the road; and, taking note of the position of the stars at that moment, he said, "Any decent young fellow with his wits about him has only to pick that mouse up, and he might start a business and keep a wife."

His words were overheard by a young man of good family but reduced circumstances, who said to himself, "That's a man who has always got a reason for what he says." And accordingly he picked up the mouse, which he sold for a farthing at a tavern for their cat.

With the farthing he got molasses and took drinking water in a water-pot. Coming on flower-gatherers returning from the forest, he gave each a tiny quantity of the molasses and ladled the water out to them. Each of them gave him a handful of flowers, with the proceeds of which, next day, he came back again to the flower grounds provided with more molasses and a pot of water. That day the flower-gatherers, before they went, gave him flowering plants with half the flowers left on them; and thus in a little while he obtained eight pennies.

Later, one rainy and windy day, the wind blew down a quantity of rotten branches and boughs and leaves in the king's pleasaunce, and the gardener did not see how to clear them away. [121] Then up came the young man with an offer to remove the lot, if the wood and leaves might be his. The gardener closed with the offer on the spot. Then this apt pupil of Treasurer Little repaired to the children's playground and in a very little while had got them by bribes of molasses to collect every stick and leaf in the place into a heap at the entrance to the pleasaunce. Just then the king's potter was on the look out for fuel to fire bowls for the palace, and coming on this heap, took the lot off his hands. The sale of his wood brought in sixteen pennies to this pupil of Treasurer Little, as well as five bowls and other vessels. Having now twenty-four pennies in all, a plan occurred to him. He went to the vicinity of the city-gate with a jar full of water and supplied 500 mowers with water to drink. Said they, "You've done us a good turn, friend. What can we do for you?" "Oh, I'll tell you when I want your aid," said he; and as he went about, he struck up an intimacy with a land-trader and a sea-trader. Said the former to him, "To-morrow there will come to town a horse-dealer with 500 horses to sell." On hearing this piece of news, he said to the mowers, "I want each of you to-day to give me a bundle of grass and not to sell your own grass till mine is sold." "Certainly," said they, and delivered the 500 bundles of grass at his house. Unable to get grass for his horses elsewhere, the dealer purchased our friend's grass for a thousand pieces.

[paragraph continues] Only a few days later his sea-trading friend brought him news of the arrival of a large ship in port; and another plan struck him. He hired for eight pence a well appointed carriage which plied for hire by the hour, and went in great style down to the port. Having bought the ship on credit and deposited his signet-ring as security, he had a pavilion pitched hard by and said to his people as he took his seat inside, "When merchants are being shewn in, let them be passed on by three successive ushers into my presence." [122] Hearing that a ship had arrived in port, about a hundred merchants came down to buy the cargo; only to he told that they could not have it as a great merchant had already made a payment on account. So away they all went to the young man; and the footmen duly announced them by three successive ushers, as had been arranged beforehand. Each man of the hundred severally gave him a thousand pieces to buy a share in the ship and then a further thousand each to buy him out altogether. So it was with 200,000 pieces that this pupil of Treasurer Little returned to Benares.

Actuated by a desire to shew his gratitude, he went with one hundred thousand pieces to call on Treasurer Little. "How did you come by all this wealth?" asked the Treasurer. "In four short months, simply by following your advice," replied the young man; and he told him the whole story, starting with the dead mouse. Thought Lord High Treasurer Little, on hearing all this, "I must see that a young fellow of these parts does not fall into anybody else's hands." So he married him to his own grown-up daughter and settled all the family estates on the young man. And at the Treasurer's death, he became Treasurer in that city. And the Bodhisatta passed away to fare according to his deserts.

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[123] His lesson ended, the Supreme Buddha, the All-Knowing One himself, repeated this stanza:

With humblest start and trifling capital
A shrewd and able man will rise to wealth,
E’en as his breath can nurse a tiny flame.

Also the Blessed One said, "It is through me, Brethren, that Little Wayman has just now risen to great things in the Faith, as in times past to great things in the way of wealth." His lesson thus finished, the Master made the connexion between the two stories he had told and identified the Birth in these concluding words, "Little Wayman was in those days the pupil of Treasurer Little, and I myself Lord High Treasurer Little."

[Note. The 'Introductory Story' occurs in Chapter vi. of Capt. T. Rogers' Buddhaghosha's Parables, but the 'Story of the Past' there given is quite different. See Mrs Bode's 'Women Leaders of the Buddhist Reformation' in the J. R. A. S. 1893, p. 556. See also Dhammapada, p. 181, and compare Chapter xxxv. of the Divyāvadāna, edited by Cowell and Neil, 1886. The whole Jātaka, in an abbreviated form, forms the story of 'The Mouse Merchant' at pages 33, 34 of the first volume of Tawney's translation of the Kathā Sarit Sāgara. See also Kalilah and Dimnah, Chapter XVIII. (Knatchbull, page 358).]

Footnotes

14:2 Jīvaka, a prominent lay-follower of the Buddha, was physician to the Magadha King Seniya Bimbisāra. See, for his history, the account in the Vinaya (Mahavagga VIII. 1).
15:1 Buddhism teaches the impermanence of things, and chief of the trains of thought for realising this doctrine is the meditation on the body and its 32 impurities (see Sutta Nipāta I. 11, and the 12th Jātaka infra). At the present day every novice in Ceylon, when invested with the yellow robe of the Order, repeats the verses which enumerate the 32 impurities.
17:1 These four branches were (i) understanding of the sense of the sacred books, (ii) understanding of their ethical truth, (iii) ability to justify an interpretation grammatically, logically, &c., and (iv) the power of public exposition.
17:2 When a gift was made, the donor poured water over the hand of the donee. The gift that was here made by Jīvaka was the food bestowed on the Brotherhood, as the Milinda-pañho explains (p. 118) in its version of this story.




Die Geschichte von dem Kaufmann Cullaka (Cullaka-Sethi-Jataka)

„Mit ganz geringen Mitteln kann der Weise“
entnommen von: www.palikanon.de

Vorgeschichte:

§A. Diese Belehrung verkündete der Erhabene, als er bei  Rajagaha im Mango-Walde [1] des Jivaka sich aufhielt, mit Beziehung auf den Thera [2] Cullapanthaka [3]. Dabei ist die Wiedergeburt [4] des Cullapanthaka zu erzählen. Zu Rajagaha hatte eine Tochter aus einer reichen Kaufmannsfamilie sich mit einem Sklaven eingelassen, und da sie fürchtete, es möchten andere diese ihre Tat erfahren, sprach sie: „Wir können an diesem Orte nicht bleiben; wenn meine Eltern diese meine Schuld erfahren, werden sie mich in Stücke hauen. Wir wollen in ein anderes Land gehen und dort wohnen.“ Und sie nahmen mit, was ihnen zur Hand war, gingen zum Haustor hinaus und zogen beide fort, indem sie dachten: „Wir wollen hierhin oder dorthin gehen an einen den anderen nicht bekannten Ort und dort wohnen.“ Als sie sich nun an einem Orte aufhielten, entstand infolge ihres Zusammenseins in dem Leibe des Mädchens ein Embryo. Da sie aber nahe vor der Entbindung stand, sprach sie zu ihrem Gatten: „Meine Leibesfrucht ist zur Reife gelangt und die Geburt der Leibesfrucht an einem von Verwandten und Angehörigen entfernten Orte wäre für uns beide ein Unglück; wir wollen zu dem Hause meiner Familie gehen.“ Er aber hielt sie von Tag zu Tag hin, indem er sagte: „Heute wollen wir gehen, morgen wollen wir gehen.“ Da dachte sie: „Dieser Tor wagt nicht zu gehen wegen der Große seiner Schuld; die Eltern sind aber die besten Freunde. Mag er deshalb gehen oder nicht, mir kommt es zu hinzugehen.“ Sie verließ also das Haus, nachdem sie die Hausgeräte in Ordnung gebracht hatte, und teilte den Bewohnern des Nachbarhauses mit, dass sie zu dem Hause ihrer Familie gehe; dann machte sie sich auf den Weg. Als aber der Mann nach Hause kam und sie nicht sah, fragte er die Nachbarn und vernahm, sie sei nach dem Hause ihrer Familie gegangen; schnell lief er ihr nach und holte sie unterwegs ein. Und gerade da trat ihre Niederkunft ein. Er fragte: „Was ist es, Liebe?“, und sie erwiderte: „Herr, ein Knabe ist geboren.“ „Was sollen wir jetzt tun?“ Da dachte sie: „Das, weshalb wir zu dem Hause der Familie gehen wollten, ist inzwischen schon eingetreten; was sollen wir tun, wenn wir dorthin kommen? Wir wollen wieder umkehren.“ Und da sie so einer Meinung waren, kehrten sie um. Weil nun der Knabe auf dem Wege geboren war, nannten sie ihn Panthaka (= „Wegmann“).

Nicht lange darauf entstand wieder eine Leibesfrucht in ihrem Mutterleibe. Alles ereignete sich gerade so wie vorher. Der erstgeborene Knabe nun wurde, weil er auf dem Wege geboren war, der große Panthaka genannt, den zweiten nannten sie den kleinen Panthaka. Und sie nahmen die beiden Knaben und begaben sich wieder an ihren Wohnort. Als sie nun dort wohnten, hörte dieser Weg-Knabe, wie die anderen Knaben von Onkel, Großvater und Großmutter sprachen, und er fragte seine Mutter: „Mutter, andere Knaben sprechen von Onkel, Großvater und Großmutter; wir aber haben keine Verwandten.“ Die Mutter erwiderte: „Ja, Lieber, hier habt ihr keine Verwandten, aber in der Stadt  Rajagaha ist euer Großvater ein reicher Kaufmann; dort habt ihr viele Verwandten.“ Da sagte der Knabe: „Warum gehen wir denn nicht dorthin, Mutter?“ Und sie erzählte dem Knaben den Grund ihres Weggehens. Als aber die Knaben immer wieder davon sprachen, sagte sie zu ihrem Mann: „Die Kinder plagen mich zu sehr. Wie, werden die Eltern uns auffressen, wenn sie uns sehen? Komm, wir wollen den Kindern die großväterliche Familie zeigen.“ Der Mann erwiderte: „Ich kann nicht vor sie treten; dich aber will ich dorthin bringen.“ „Gut, Herr“, versetzte die Frau, „auf irgend eine Art müssen wir den Kindern die großväterliche Familie zeigen.“ Darauf nahmen die beiden Leute die Knaben mit sich und gelangten allmählich nach  Rajagaha. Hier fanden sie in einem Hause am Stadttor eine Wohnung; die Mutter der Knaben aber nahm die beiden und ließ ihren Eltern ihre Ankunft mitteilen. Als diese die Nachricht vernahmen, ließen sie ihr sagen: „Für die der Wiedergeburt Unterworfenen ist es ein Unding, Sohn oder Tochter nicht zu haben. Du aber hast dich schwer gegen uns verfehlt; wir können dich nicht vor unsere Augen lassen. Doch sollen die beiden Leute dieses Geld nehmen und damit leben, wo es ihnen beliebt; die Knaben aber sollen sie hierher schicken.“ Die Tochter des Großkaufmanns nahm das von ihren Eltern geschickte Geld, übergab die Knaben den zu ihr gesandten Boten und schickte sie ihnen.

So wuchsen die Knaben in der großväterlichen Familie heran. Von ihnen war der kleine Panthaka noch zu jung, der große Panthaka aber ging mit seinem Großvater, um die Erklärung der Lehre des mit den zehn Kräften Ausgestatteten zu hören. Als er nun beständig bei dem Meister die Lehre hörte, neigte sich sein Herz zum Mönchwerden und er sprach zu seinem Großvater: „Wenn du es zugibst [5], möchte ich Mönch werden.“ „Was sagst du, Lieber?“, versetzte der Großvater. „Wenn auch die ganze Welt Mönch wird, dein Mönchwerden ist mir das erwünschteste; wenn du es vermagst, so werde Mönch, Lieber.“ Nachdem er so seine Zustimmung erteilt, begab er sich zu dem Meister. Der Meister fragte: „Wozu, o Großkaufmann, hast du den Knaben hergebracht?“ Der Kaufmann erwiderte: „Ja, Herr, dieser Knabe, mein Enkel, sagt, bei dir wolle er Mönch werden.“ Darauf ließ der Meister einen Mönch von seinem Almosengang holen mit der Weisung: „Nimm diesen Knaben in den Mönchsstand auf.“ Der Mönch setzte ihm die Erwägung von der Vergänglichkeit des Körpers auseinander und nahm ihn in den Mönchsstand auf. Nachdem dieser viel von dem Buddhawort in sich aufgenommen und das erforderliche Alter [6] erreicht hatte, empfing er die Weihe; und da er geweiht war, gelangte er, in weisem Aufmerken seine Pflichten erfüllend, zur Heiligkeit.

Als er nun im Glück der Ekstase und im Glück des Weges [7] lebte, dachte er: „Könnte ich dieses Glück wohl dem kleinen Panthaka verschaffen?“ Und er ging zu seinem Großvater, dem Kaufmann hin und sprach: „O Großkaufmann, wenn du zustimmst, möchte ich den kleinen Panthaka in den Mönchsstand aufnehmen.“ „Nimm ihn auf, Herr [8]“, versetzte der Kaufmann. Und der Thera nahm den Knaben Klein-Panthaka in den Mönchsstand auf und befestigte ihn in den zehn Vorschriften [9]. Als aber der Novize Klein-Panthaka Mönch geworden war, war er dumm; er konnte die eine Strophe:

    §0.1. „Wie roter Lotos duftend in der Frühe
    in voller Blüte Wohlgerüche aushaucht,
    so sieh den Angirasen [10], wie er leuchtet
    der Sonne gleich, die an dem Himmel strahlet“,

in vier Monaten nicht behalten. Zu der Zeit, da Kassapa der völlig Erleuchtete [11] war, war er Mönch geworden, hatte Weisheit erlangt und über die Zeit, die ein unbegabter Mönch zum Erfassen der Rezitation brauchte, gescherzt und gespottet. Der Mönch aber hatte, durch den Spott beschämt, die Rezitation überhaupt nicht erfasst und auch nicht wiederholt. Wegen dieser Tat wurde er selbst, als er Mönch geworden war, dumm; wenn er einen weiteren Vers lernte, entschwand ihm wieder der vorher gelernte und so vergingen, während er sich abmühte, nur diese Strophe zu lernen, vier Monate. Da sprach zu ihm der große Panthaka: „Panthaka, du kannst in dieser Lehre nicht bleiben, du vermagst ja nicht, in vier Monaten eine einzige Strophe zu behalten; wie willst du aber dann den Gipfel des Mönchtums erreichen? Gehe weg von hier aus dem Kloster!“ Und er schickte ihn fort. Der kleine Panthaka aber wünschte aus Liebe zur Lehre des Meisters, nicht als Laie zu leben. — Nun war zu dieser Zeit der große Panthaka der Speisenverteiler [12]. Da kam Jivaka Komarabhacca [13] mit viel Wohlgerüchen und Kränzen in seinen Mangowald, verehrte den Meister und hörte die Lehre; dann erhob er sich von seinem Sitze, grüßte den mit den zehn Kräften Ausgestatteten, begab sich zu dem großen Panthaka und fragte: „Herr, wie viel Mönche sind bei dem Meister?“ „Fünfhundert“, war die Antwort. Darauf sagte Jivaka: „Nimm, Herr, morgen die fünfhundert Mönche mit Buddha, ihrem Haupte, mit und hole in unserem Hause das Almosen.“ Der Mönch erwiderte: „Da ist einer mit Namen Klein-Panthaka, o Laienbruder, ein Törichter, nicht in die Lehre Eingedrungener; diesen lasse ich weg und nehme für die übrigen die Einladung an.“ Als dies der kleine Panthaka hörte, dachte er: „Da der Thera für so viele Mönche die Einladung annimmt, nimmt er sie an, indem er mich ausnimmt. Ohne Zweifel wird die Liebe meines Bruders zu mir geschwunden sein. Was soll ich jetzt mit dieser Disziplin? Ich will Laie werden, durch Almosen u. dgl. mir gute Werke verschaffen und so leben.“ Und am nächsten Tage ging er in der Frühe fort in der Absicht, Laie zu werden.

Dies bemerkte der Meister, als er zur Zeit der Morgendämmerung die Welt betrachtete [14]; und er ging zuerst hin und blieb auf seinem Gange an der Torzinne stehen da, wo der kleine Panthaka des Weges kommen musste. Als nun der kleine Panthaka zum Haus hinaus ging, sah er den Meister, ging zu ihm hin und begrüßte ihn. Da sprach der Meister zu ihm: „Wohin gehst du zu dieser Zeit, Klein-Panthaka?“ Dieser erwiderte: „Herr, mein Bruder schickt mich fort; darum gehe ich, um draußen herumzuschweifen.“ Doch Buddha sprach: „Klein-Panthaka, dein Mönchwerden geht mich an; wenn du von deinem Bruder fortgeschickt wurdest, warum bist du da nicht zu mir gekommen? Geh, was soll dir das Leben als Laie; du wirst bei mir bleiben.“ Und er nahm Klein-Panthaka mit sich, ging vor sein duftendes Gemach und ließ ihn dort sich niedersetzen. Dann sprach er: „Klein-Panthaka, richte dein Antlitz gen Osten und reibe dies Gewand, indem du sagst: ‘Entfernung der Unreinheit, Entfernung der Unreinheit’, und bleibe so hier.“ Damit gab er ihm ein durch seine Wundermacht geschaffenes, ganz reines Gewand; er selbst ging zur angegebenen Zeit, umgeben von der Mönchsgemeinde, zu dem Hause des Jivaka und ließ sich auf einem hergerichteten Sitze nieder. — Klein-Panthaka nun saß da, indem er nach der Sonne schaute, das Gewandstück rieb und dabei: „Entfernung der Unreinheit, Entfernung der Unreinheit“, sagte. Während er aber das Gewandstück immer rieb, wurde es schmutzig. Da dachte er: „Dies Gewandstück war überaus rein; durch meine Persönlichkeit aber hat es die vorige Beschaffenheit aufgegeben und ist so schmutzig geworden. Wahrlich, vergänglich sind die zusammengesetzten Dinge.“ Während er sich so Verfall und Tod vorstellte, erwuchs in ihm die übernatürliche Einsicht.

Der Meister aber erkannte, dass in Klein-Panthakas Geist die übernatürliche Einsicht erwachsen sei; und indem er eine Erscheinung von sich entsandte und das Aussehen annahm, als sitze er vor ihm, sagte er: „Klein-Panthaka, mache dir keine Gedanken darüber, dass dies Gewandstück so unsauber und schmutzbefleckt geworden ist; sondern die Lust und die Unreinheit u. dgl., die in deinem Innern ist, die entferne.“ Und er sprach folgende Strophen:

    §0.2. „Die Lust, nicht Schmutz, wird Unreinheit genannt,
    der Lust ist Unreinheit das Attribut;
    die Mönche, die die Unreinheit getilgt,
    sie leben in des Reinen Disziplin.
     
    §0.3. Die Schuld, nicht Schmutz, wird Unreinheit genannt,
    der Schuld ist Unreinheit das Attribut;
    die Mönche, die die Unreinheit getilgt,
    sie leben in des Reinen Disziplin.
     
    §0.4. Irrtum, nicht Schmutz, wird Unreinheit genannt,
    des Irrtums Attribut ist Unreinheit;
    die Mönche, die die Unreinheit getilgt,
    sie leben in des Reinen Disziplin.“

Am Ende der Strophen gelangte Klein-Panthaka zur Heiligkeit samt den Unterscheidungen [15]. Durch die Unterscheidungen aber kam ihm die Kenntnis der drei Pitakas [16]. Als er in einer früheren Zeit einmal König war und die Stadt in feierlichem Zuge umfuhr, da floss ihm der Schweiß von der Stirne und er wischte ihn mit einem ganz reinen Tuch von der Stirn ab. Dadurch wurde das Tuch schmutzig. Da dachte er: „Durch diesen meinen Körper hat das so reine Tuch seine Beschaffenheit aufgegeben und ist schmutzig geworden. Wahrlich, vergänglich sind die zusammengesetzten Dinge“. Und er erlangte so das Bewusstsein der Vergänglichkeit. Aus diesem Grunde wurde jenem das Entfernen der Unreinheit zum Anlass der Erkenntnis.

Nun bot Jivaka Komarabhacca dem mit den zehn Kräften Begabten das Schenkungswasser [17] an. Der Meister bedeckte die Schale mit der Hand, indem er sagte: „Sind noch Mönche im Kloster, Jivaka?“ Groß-Panthaka erwiderte: „Herr, im Kloster sind keine Mönche mehr.“ Aber der Meister sprach: „Es sind noch dort, Jivaka.“ Darauf schickte Jivaka einen Mann fort mit den Worten: „Gehe deshalb, sag ich, und schaue, ob im Kloster noch Mönche sind oder nicht.“

In diesem Augenblick dachte Klein-Panthaka: „Mein Bruder sagt: ‘Im Kloster sind keine Mönche mehr’; ich will ihm zeigen, dass im Kloster Mönche sind.“ Und er füllte den ganzen Mangopark mit Mönchen an [18]. Einige Mönche verfertigten Gewänder, einige waren mit Färben beschäftigt, einige wiederholten; so schuf er tausend Mönche, von denen jeder dem andern ungleich war. Als der Mann im Kloster die vielen Mönche sah, kehrte er um und sagte zu Jivaka: „Herr, der ganze Mangopark ist voll von Mönchen.“ Von dem Thera heißt es in Bezug darauf:

    §0.5. „Sich tausendfältig hat vermehret
    Panthaka und sitzt nun da
    im schönen Mangopark, bis ihm
    die Zeit zum Mahl gemeldet wird.“

Darauf sprach der Meister zu dem Manne: „Gehe in das Kloster und sage: ‘Der Meister lässt Klein-Panthaka rufen.’“ Als er aber hinging und dies sagte, riefen tausend Stimmen: „Ich bin Klein-Panthaka, ich bin Klein-Panthaka.“ Der Mann kehrte zurück und sagte: „Herr, alle heißen Klein-Panthaka.“ „Darum gehe hin und wer zuerst sagt: ‘Ich bin Klein-Panthaka’, den nimm bei der Hand und die übrigen werden verschwinden.“ Und er tat so. Sogleich verschwanden die tausend Mönche. Der Thera aber kam mit dem Manne, der zu ihm hingegangen war. Am Ende des Mahles sprach der Meister zu Jivaka: „Jivaka, nimm die Schale von Klein-Panthaka, er wird dir die Danksagung darbringen.“ Jivaka tat so. Und wie ein junger Löwe den Löwenruf ausstößt, so fasste der Thera die drei Pitakas zusammen und brachte so die Danksagung dar [19]. Darauf erhob sich der Meister von seinem Sitze und begab sich, umgeben von der Mönchsgemeinde, in das Kloster; nachdem er dann den Mönchen ihre Pflichten mitgeteilt hatte, stand er wieder auf und stellte sich vor sein duftendes Gemach. Hier gab er ihnen eine Buddha-Ermahnung und setzte ihnen einen Stoff zur Betrachtung auseinander; dann entließ er die Mönchsgemeinde, betrat sein mit wohlriechenden Düften erfülltes, duftendes Gemach und legte sich auf die rechte Seite in die Löwenlage [20].

Zur Abendzeit aber versammelten sich die Mönche von da und dort in der Lehrhalle und setzten sich nieder, wie wenn sie einen Vorhang von roten Gewändern [21] herumfegten. Und sie begannen eine Unterhaltung von den Vorzügen des Meisters: „Lieber, Groß-Panthaka kannte nicht die Denkkraft von Klein-Panthaka, sondern er dachte: ‘In vier Monaten kann er nicht eine einzige Strophe lernen, er ist ein Dummkopf’, und trieb ihn aus dem Kloster fort. Der völlig Erleuchtete aber verlieh ihm kraft seiner unübertrefflichen Rechtsherrschaft während des einen Mahles die Heiligkeit samt der Unterscheidung; durch die Unterscheidungen kam ihm die Kenntnis der drei Pitakas. Wahrlich, groß ist die Macht der Buddhas [22].“

Als nun der Erhabene erkannte, dass in der Lehrhalle darüber gesprochen wurde, dachte er: „Heute kommt es mir zu hinzugehen“; und er erhob sich von dem Buddhalager, legte das schön rote doppelte Untergewand an, band den einem Blitz gleichenden Gürtel um und zog das einem roten Vorhang gleichende große Buddha-Oberkleid darüber. Dann verließ er sein duftendes Gemach, ging mit dem herrlichen Schritt eines brünstigen Elefantenfürsten mit unendlicher Buddha-Anmut nach der Lehrhalle, bestieg hier den in der Mitte der geschmückten Halle wohl hergerichteten Buddhasitz und ließ sich in der Mitte des Sitzes nieder, sechsfarbige Buddhastrahlen aussendend, wie die junge Sonne am Gipfel des Yugandhara-Berges [23] das Innere des Ozeans beleuchtet. Als aber der völlig Erleuchtete gekommen war, unterbrach die Mönchsgemeinde ihre Unterhaltung und schwieg still. Der Meister schaute sanften, freundlichen Sinnes die Versammlung an und dachte dabei: „Diese Versammlung ist überaus lieblich; auch nicht bei einem einzigen ist eine unpassende Bewegung mit Hand oder Fuß zu bemerken noch ein Räuspern oder Schnäuzen zu hören. Aus Ehrfurcht vor der Buddha-Autorität und erschreckt durch den Buddhaglanz werden sie, wenn ich auch zeitlebens dasitze, ohne zu reden, die erste Unterhaltung nicht aufnehmen und werden nicht reden. Ich muss die Unterhaltung beginnen; ich muss zuerst reden.“ Und mit süßem Himmelslaut sprach er zu den Mönchen: „Zu welcher Unterhaltung habt ihr euch hier niedergelassen und welches Gespräch habt ihr abgebrochen?“ Sie antworteten: „Herr, wir haben uns hier nicht niedergelassen, um eine gewöhnliche Geschichte zu erzählen; wir sitzen hier und preisen deine Vorzüge. Wir sprachen: ‘Lieber, Groß-Panthaka kannte nicht die Denkkraft von Klein-Panthaka, sondern er dachte: ‘In vier Monaten kann er nicht eine einzige Strophe lernen, er ist ein Dummkopf’, und trieb ihn aus dem Kloster fort. Der völlig Erleuchtete aber verlieh ihm kraft seiner unübertrefflichen Rechtsherrschaft während des einen Mahles die Heiligkeit samt der Unterscheidung; durch die Unterscheidungen kam ihm die Kenntnis der drei Pitakas. Wahrlich, groß ist die Macht der Buddhas.’“ Als der Meister die Rede der Mönche gehört hatte, sprach er: „Ihr Mönche, jetzt hat Klein-Panthaka durch mich die Größe in der Lehre erlangt, in früherer Zeit aber hat er durch mich die Größe im Reichtum erhalten.“ Nun baten die Mönche den Erhabenen, ihnen diese Begebenheit kund zu tun. Und der Erhabene offenbarte die durch eine frühere Existenz verborgene Geschichte.

Die Hauptgeschichte:

§B. Ehedem, als im Reiche Kasi zu Benares Brahmadatta regierte, wurde der Bodhisattva in einer Kaufmannsfamilie wiedergeboren; und als er herangewachsen war, nahm er die Stelle eines Kaufmanns ein und hieß der Kaufmann Cullaka. Dieser war gescheit und weise und kannte alle Vorzeichen. Als er eines Tages zum Dienste des Königs sich begab, sah er auf der Strasse eine tote Maus; und er verglich in diesem Augenblicke die Konstellation und sagte: „Für einen einsichtigen Sohn von guter Familie ist es möglich, wenn er diese Maus aufhebt, ein Weib heimzuführen und Geschäfte zu machen.“ Nun hörte ein Sohn von guter Familie, der arm geworden war, die Worte des Kaufmanns und dachte: „Dieser wird es nicht sagen, ohne es zu wissen“; und er hob die Maus auf, gab sie in einem Wirtshause für die Katze her und bekam dafür einen Heller. Für den Heller kaufte er Zuckersatz und nahm einen Krug voll Wasser mit. Als er dann die aus dem Walde kommenden Kränzemacher sah, gab er jedem ein bisschen Zuckersatz und dazu einen Löffel Wasser. Sie gaben ihm jeder eine Handvoll Blumen dafür. Für diese Blumen kaufte er am nächsten Tage wieder Zuckersatz und einen Krug Wasser und ging damit nach dem Blumenpark. Die Kränzemacher gaben ihm an diesem Tage Blumensträucher, noch halb voll Blumen, und gingen weg. So bekam er auf diese Weise bald acht Kahapanas.

Wiederum an einem Wind- und Regentage war im Garten des Königs viel trocknes Holzwerk, Gezweig und Laub durch den Wind herabgefallen. Der Aufseher des Gartens fand kein Mittel, es wegzuschaffen. Da kam der Jüngling und sprach zu dem Aufseher des Gartens: „Wenn du mir das Holz und das Laub gibst, werde ich dir dies alles wegräumen.“ Jener gab seine Zustimmung mit den Worten: „Nimm es, Herr.“ Nun ging der Cullaka-Schüler zu dem Spielplatz der Knaben hin, gab ihnen Zuckersatz, ließ sie dafür in kurzer Zeit das ganze Holz und Laub wegräumen und machte daraus am Tore des Gartens einen Haufen. Da suchte nun gerade der königliche Töpfer Holz, um Töpfe für die königliche Familie zu brennen; er sah das Holz am Gartentore, kaufte es aus der Hand von jenem und nahm es mit. An diesem Tage bekam der Cullaka-Schüler durch den Verkauf des Holzes sechzehn Kahapanas und fünf Gefäße, Töpfe u. dgl.

Als es so vierundzwanzig Kahapanas geworden waren, dachte er: „Ich habe ein Mittel“; und er stellte an einem Orte nicht weit vom Stadttor einen Topf mit Wasser auf und bediente fünfhundert Grasholer mit Wasser. Sie sprachen: „Du, Lieber, hast uns viel geholfen; was sollen wir dir tun?“ Er antwortete: „Wenn ich etwas zu tun bekomme, werdet ihr mir helfen.“ Während er nun hier und dort verweilte, schloss er Freundschaft mit einem Landkaufmann und einem Schiffskaufmann. Da teilte ihm der Landkaufmann mit: „Morgen wird in diese Stadt ein Pferdehändler mit fünfhundert Pferden kommen.“ Als jener dessen Worte hörte, sagte er zu den Grasholern: „Gebt mir morgen jeder einen Büschel Gras; und bis ich die Gräser nicht verkauft habe, verkauft auch selbst eure Gräser nicht.“ Sie gaben mit dem Worte: „Gut“, ihre Zustimmung zu erkennen und nahmen fünfhundert Grasbüschel und legten sie an seinem Hause nieder. Als nun der Pferdehändler in der ganzen Stadt kein Gras für seine Pferde finden konnte, gab er ihm tausend und nahm dafür sein Gras. —

Nach einigen Tagen sagte ihm sein Freund, der Schiffskaufmann: „Ein großes Schiff ist in den Hafen gekommen.“ Er dachte: „Ich weiß ein Mittel“, nahm für acht Kahapanas einen auf Zeit vermieteten Wagen samt dem notwendigen Gefolge und fuhr mit großem Prunk nach dem Schiffshafen. Hier gab er einen Siegelring als Pfand für das Schiff, ließ dann an einem Platz in der Nähe ein Zelt aufschlagen, setzte sich dort nieder und beauftragte seine Leute: „Wenn von auswärts Kaufleute kommen, dann teilt es mir durch den dritten Türhüter [24] mit.“ Auf die Nachricht nun, dass ein Schiff angekommen sei, kamen von Benares hundert Kaufleute, um die Ware zu kaufen. Da hörten sie: „Ihr werdet die Ware nicht erhalten; an dem und dem Orte wurde uns von einem großen Kaufmann ein Pfand gegeben.“ Als sie dies vernahmen, gingen sie zu ihm hin. Seine Trabanten teilten ihm, wie es vorher bestimmt war, durch den dritten Türwächter ihr Kommen mit. Darauf gaben ihm die hundert Kaufleute jeder tausend, gingen mit ihm zu dem Schiffe hin, gaben ihm wieder jeder tausend, um ihn seinen Vorteil aufgeben zu lassen, und machten dann die Ware zu ihrem Eigentum. Der Cullaka-Schüler nahm die Zweihunderttausend und ging nach Benares zurück.

Da dachte er: „Jetzt muss ich dankbar sein“; und er nahm hunderttausend und begab sich zu dem Kaufmann Cullaka. Da fragte ihn der Kaufmann: „Was hast du getan, Lieber, dass du dies Geld bekommen hast?“ Er erwiderte: „Durch das von dir gesagte Mittel habe ich innerhalb vier Monaten dies Geld bekommen“; und er erzählte, von der toten Maus angefangen, die ganze Geschichte. Als dies der Kaufmann Cullaka hörte, dachte er: „Einen solchen Jüngling darf man jetzt nicht einem andern gehören lassen“; und er gab ihm seine erwachsene Tochter und machte ihn zum Herrn der ganzen Familie [25]. Und nach dem Kaufmann erhielt er in dieser Stadt die Kaufmannsstelle [26]. Der Bodhisattva aber kam an den Ort seiner Verdienste.

§A2. Als der völlig Erleuchtete diese Geschichte erzählt hatte, sagte er, der Erleuchtete, folgende Strophe:

    §1. „Mit ganz geringen Mitteln kann
    der Weise, der Verständige
    sich in die Höhe bringen, wie
    das Feuer nährt der leise Hauch.“

Dann sprach der Erhabene: „Ihr Mönche, Klein-Panthaka hat jetzt durch mich die Größe in der Lehre erlangt, in früherer Zeit aber ist er zu Größe im Reichtum gekommen.“

§C. Nachdem nun der Meister die beiden Begebenheiten erzählt hatte, legte er ihre Beziehung zu einander klar und verband das Jataka mit den Worten: „Damals war Klein-Panthaka der Cullaka-Schüler, der Kaufmann Cullaka aber war ich.“ Damit beschloss er seine Erzählung.

Ende der Erzählung vom Kaufmann Cullaka

[1] Der Mango, Mangifera Indica, ist ein in Indien wegen seiner wohlschmeckenden Früchte viel angepflanzter Baum.
[2] Thera, auf Sanskrit „Sthavira“ = „der Alte“, ist ein Ehrenname für angesehene Mönche.
[3] D. h. der kleine Wegmann. Die Erklärung des Namens wird in der Erzählung selbst gegeben.
[4] Nach buddhistischer Anschauung ist die jetzige nur eine der vielen Existenzen eines Menschen; vgl. „Leben des Buddha“, S. 358.
[5] Zur Aufnahme in den Orden war die Zustimmung der nächsten Verwandten notwendig; vgl. „Leben des Buddha“, S. 139.
[6] Gewöhnlich das zwanzigste Lebensjahr.
[7] Nämlich des höchsten der vier Pfade, der Heiligkeit; vgl. Jataka 1 Anm. 25.
[8] Als Mönch steht er höher wie sein Großvater und wird daher von diesem als „Herr“ angeredet.
[9] Dies sind außer den in Jataka 1 Anm. 13 erwähnten noch das Verbot, ein prunkvolles Lager zu benützen und Geld anzunehmen.
[10] Ein anderer Name für das alte Priestergeschlecht der Gautamas, mit dem die Sakyas, von denen Buddha abstammte, in Verbindung zu stehen vorgaben. Daher wird das Wort oft für Buddha selbst gebraucht.
[11] Kassapa ist Buddhas Vorgänger in der Buddhawürde.
[12] Im späteren Buddhismus der Mönch, der die geschenkten Speisen an die einzelnen zu verteilen hatte; überhaupt scheint er die äußeren Geschäfte des Klosters verwaltet zu haben.
[13] Ein reicher Wohltäter der Gemeinde, der Besitzer des Mango-Parkes, in dem sich Buddha, wie am Anfang der Erzählung erwähnt, aufhielt.
[14] Vgl. dazu „das Leben des Buddha“, S. 216.
[15] Damit sind die vier Teile des übernatürlichen Wissens eines Heiligen gemeint, nämlich
    (1.) die genaue Kenntnis des Inhalts der Lehre,
    (2.) der Lehre selbst,
    (3.) der Bedeutung der Wörter und
    (4.) des bestimmten Wissens im allgemeinen.
Doch sind die Buddhisten selbst über die Ausdehnung dieser Begriffe untereinander nicht einig.
[16] Die kanonischen Bücher des Buddhismus zerfallen in drei Hauptabteilungen, Pitakas (= „Körbe“) genannt.
    Die erste (Vinaya) umfasst die disziplinären Vorschriften,
    die zweite (Sutta) die Lehr-Schriften,
    die dritte (Abhidamma) gibt genauere Erläuterungen zu einzelnen Partien des Sutta.
(Vgl. „Leben des Buddha“, S. XIII—XXI.)
[17] Wenn eine Stiftung gemacht werden sollte, bot der Stifter Buddha oder der Gemeinde eine Schale mit Wasser an, die das Geschenk selbst symbolisch darstellte.
[18] Mit der Heiligkeit war ihm also auch die Gabe, Wunder zu wirken, zuteil geworden.
[19] Die Danksagung wurde gewöhnlich in einigen Versen dargebracht. (Vgl. z. B. „Das Leben des Buddha“, S. 149 und 163). In diesen wenigen Versen fasste hier Klein-Panthaka den Hauptinhalt der ganzen Lehre zusammen zum großen Erstaunen der anderen Mönche, die ihn bis dahin als unbegabt gekannt hatten.
[20] Diese Lage nimmt Buddha immer beim Ruhen ein.
[21] Die Gewänder der buddhistischen Mönche sind von rot-gelber Farbe; meist werden sie als gelb bezeichnet.
[22] Denn nach der späteren Ansicht ist Buddha nicht der einzige Buddha, sondern nur ein Glied in einer unendlichen Reihe. Vor ihm gab es wenigstens 24.
[23] Dies ist ein Berg zunächst dem Meru-Berg, der die Mitte jeder Welt bildet. Auf dem Yugandhara-Berg wohnen die vier „Großkönige“ [„lokapalas“], die Beherrscher der vier Himmelsgegenden.
[24] Er stellte also drei Türwächter auf, um einen recht vornehmen Eindruck zu machen.
[25] D. h. er verlieh ihm den ersten Rang nach ihm selbst.
[26] Diese war an die betreffende Familie geknüpft; eine freie Konkurrenz existierte also nicht.

« Last Edit: February 18, 2013, 04:47:10 AM by Johann »
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Jhanasodhana-Jataka 134. Rechtfertigung der Ekstase - With conscious
« Reply #5 on: February 25, 2013, 08:01:10 AM »


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)

"With conscious."--This story was told by the Master while at Jetavana, about the interpretation by Sāriputta, Captain of the Faith, at the gate of Saṁkassa town, of a problem tersely propounded by the Master. And the following was the story of the past he then told.

_____________________________

Once on a time when Brahmadatta was reigning in Benares,...&c.... the Bodhisatta, as he expired in his forest-home, exclaimed, "Neither conscious nor unconscious." And the recluses did not believe the interpretation which the Bodhisatta's chief disciple gave of the Master's words. Back came the Bodhisatta from the Radiant Realm, and from mid-air recited this stanza:--

With conscious, with unconscious, too,
Dwells sorrow. Either ill eschew.
Pure bliss, from all corruption free,
Springs but from Insight's ecstasy.


His lesson ended, the Bodhisatta praised his disciple and went back to the Brahma Realm. Then the rest of the recluses believed the chief disciple.

_____________________________

His lesson taught, the Master identified the Birth by saying, "In those days Sāriputta was the chief disciple, and I Mahā-Brahma."



Die Erzählung von der Rechtfertigung der Ekstase (Jhanasodhana-Jataka) [1] [1a]
„Das Sich-bewusst-Sein führt zum Leid“
entnommen von: www.palikanon.de


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Bezug auf die ausführliche Beantwortung einer von ihm am Stadttore von Samkassa in Kürze gestellten Frage durch den Heerführer der Lehre [2]. Hier ist folgendes die Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem Brahmadatta zu Benares usw. — Als der Bodhisattva im Walde das Zeitliche segnete, sagte er: „Es gibt weder ein Sich-bewusst-Sein noch ein Sich-nicht-bewusst-Sein usw.“ — Die Asketen begriffen nicht die Rede des ältesten Schülers. Da verließ der Bodhisattva den Lichtgötter-Brahma-Himmel und sprach, in der Luft stehend, folgende Strophe:

    „Das Sich-bewusst-Sein führt zum Leid [3],

    Sich-nicht-bewusst-Sein ebenso.

    Dies halte beides von dir fern;

    endlos ist der Vollendung Glück.“


Nachdem der Bodhisattva so die Wahrheit erklärt und den Vorzug seines Schülers klargestellt hatte, kehrte er in die Brahma-Welt zurück. Hierauf glaubten auch die übrigen Asketen dem ältesten Schüler.

Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beendigt hatte, verband er das Jataka mit folgenden Worten: „Damals war der älteste Schüler Sariputta, der große Brahma aber war ich.“

Ende der Erzählung von der Rechtfertigung der Ekstase




[1] Dies Jataka, das den gleichen Stoff wie das 99. behandelt, hat diesen Titel, weil der Bodhisattva beweisen will, dass der von ihm erreichte ekstatische Zustand den beiden niederen Sphären des Sich-bewusst-Seins und des Sich-nicht-bewusst-Seins überlegen ist.

[1a] Der Pali-Titel lautet bei Dutoit „Ihanasodhana-Jataka“. Das „I“ statt „J“ dürfte ein Druckfehler sein.

[2] Auch hier ist die Vorgeschichte zu ergänzen aus dem Jataka 522; vgl. Jataka 99 Anm.1.

[3] Wörtlich: „Diejenigen, die sich bewusst sind, sind unglücklich.“ Das wahre Glück beruht also nur in den obersten unkörperlichen Sphären, der Sphäre des Nichts-Seins-und-des-sich-weder-bewusst-Seins-noch-sich-nicht-bewusst-Seins; vgl. „Leben des Buddha,“ S. 263 und 335, Anm. 127.
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ASAṀKIYA-JĀTAKA
"The village breeds no fear in me."
taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)


"The village breeds no fear in me."--This story was told by the Master while at Jetavana, about a lay-brother who lived at Sāvatthi. Tradition says that this man, who had entered the Paths and was an earnest believer, was once journeying along on some business or other in the company of a leader of a caravan; in the jungle the carts were unyoked and a laager was constructed; and the good man began to pace up and down at the foot of a certain tree hard by the leader.

Now five hundred robbers, who had watched their time, had surrounded the spot, armed with bows, clubs, and other weapons, with the object of looting the encampment. [333] Still unceasingly that lay-brother paced to and fro. "Surely that must be their sentry," said the robbers when they noticed him; "we will wait till he is asleep and then loot them." So, being unable to surprise the camp, they stopped where they were. Still that lay-brother kept pacing to and fro,--all through the first watch, all through the middle watch, and all through the last watch of the night. When day dawned, the robbers, who had never had their chance, threw down the stones and clubs which they had brought, and bolted.

His business done, that lay-brother came back to Sāvatthi, and, approaching the Master, asked him this question, "In guarding themselves, Sir, do men prove guardians of others?"

"Yes, lay-brother. In guarding himself a man guards others; in guarding others, he guards himself."

"Oh, how well-said, sir, is this utterance of the Blessed One! When I was journeying with a caravan-leader, I resolved to guard myself by pacing to and fro at the foot of a tree, and by so doing I guarded the whole caravan."

Said the Master, "Lay-brother, in bygone days too the wise and good guarded others whilst guarding themselves." And, so saying, at the lay-brother's request he told this story of the past.

________________________________________________

Once on a time when Brahmadatta was reigning in Benares, the Bodhisatta came to life as a brahmin. Arriving at years of discretion, he became aware of the evils that spring from Lusts, and so forsook the


world to live as a recluse in the country round the Himalayas. Need of salt and vinegar having led him to make a pilgrimage for alms through the countryside, he travelled in the course of his wanderings with a merchant's caravan. When the caravan halted at a certain spot in the forest, he paced to and fro at the foot of a tree, hard by the caravan, enjoying the bliss of Insight.

Now after supper five hundred robbers surrounded the laager to plunder it; but, noticing the ascetic, they halted, saying, "If he sees us, he'll give the alarm; wait till he drops off to sleep, and then we'll plunder them." But all through the livelong night the ascetic continued to pace up and down; and never a chance did the robbers get! So they flung away their sticks and stones and shouted to the caravan-folk;--"Hi, there! you of the caravan! If it hadn't been for that ascetic walking about under the tree, we'd have plundered the lot of you. Mind and fēte him tomorrow!" And so saying, they made off. When the night gave place to light, the people saw the clubs and stones which the robbers had cast away, [334] and came in fear and trembling to ask the Bodhisatta with respectful salutation whether he had seen the robbers. "Oh, yes, I did, sirs," he replied. "And were you not alarmed or afraid at the sight of so many robbers?" "No," said the Bodhisatta; "the sight of robbers causes what is known as fear only to the rich. As for me,--I am penniless; why should I be afraid? Whether I dwell in village or in forest, I never have any fear or dread." And therewithal, to teach them the Truth, he repeated this stanza:--

The village breeds no fear in me;
  No forests me dismay.
I've won by love and charity
  Salvation's perfect way.

[paragraph continues] When the Bodhisatta had thus taught the Truth in this stanza to the people of the caravan, peace filled their hearts, and they shewed him honour and veneration. All his life long he developed the Four Excellences, and then was re-born into the Brahma Realm.

_____________________________

His lesson ended, the Master shewed the connexion and identified the Birth by saying, "The Buddha's followers were the caravan-folk of those days, and I the ascetic."



Die Erzählung von der Furchtlosigkeit
(Asamkiya-Jātaka 76)

„Von Furcht bin ich im Dorfe frei“
entnommen von: www.palikanon.com

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen zu Savatthi wohnenden Laienbruder. Dieser nämlich war ein Bekehrter, ein edler Schüler. Aus irgendeinem Grunde machte er zusammen mit einem Wagenkarawanenführer eine Reise. In einer waldigen Gegend schirrten sie die Wagen ab und errichteten ein befestigtes Lager. Jener aber wandelte in der Nähe des Karawanenführers am Fuße eines Baumes auf und ab. — Es wollten aber fünfhundert Räuber das Lager ausplündern; und da sie merkten, dass die Zeit günstig sei, umringten sie mit Bogen, Keulen u. dgl. in den Händen das Lager. Der Laienbruder aber wanderte immer auf und ab. Als ihn die Diebe sahen, dachten sie: „Gewiss wird dieser der Wächter des Lagers sein; wenn er eingeschlafen ist, wollen wir es ausplündern“; und da sie ihn nicht überwältigen konnten, blieben sie da und dort stehen. Der Laienbruder aber beharrte bei seinem Wandeln während der ersten Nachtwache, während der mittleren Nachtwache und während der letzten Nachtwache. Als die Morgendämmerung kam, warfen die Räuber, da sie keine Gelegenheit gefunden hatten, die mitgenommenen Steine, Keulen u. dgl. weg und liefen davon.

Nachdem aber der Laienbruder seine Geschäfte besorgt hatte, kehrte er wieder nach Savatthi zurück. Und er ging zum Meister hin und fragte: „Herr, behüten die, welche sich selbst bewachen, auch einen andern?“ Buddha erwiderte: „Ja, Laienbruder, wer sich selbst behütet, behütet auch den Nächsten; und wer seinen Nächsten behütet, der behütet auch sich selbst.“ Jener versetzte: „Wie schön, Herr, ist dies vom Erhabenen gesagt! Ich wollte, als ich mit einem Karawanenführer zusammen reiste, mich selbst behüten, indem ich am Fuße eines Baumes auf und ab wandelte, und habe damit die ganze Karawane behütet.“ Darauf sprach der Meister: „O Laienbruder, auch früher schon haben Weise, als sie sich selbst behüteten, auch ihren Nächsten behütet.“ Und nach diesen Worten erzählte er auf seine Bitte folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer Brahmanenfamilie seine Wiedergeburt. Als er herangewachsen war und die Sündlichkeit einsah, die in den Begierden liege, betätigte er die Weltflucht der Weisen und wohnte im Himalaya. Um sich mit Salz und Saurem zu versehen, ging er einmal auf das Land; und als er auf dem Lande seinen Almosengang machte, traf er mit einem Karawanenführer auf dem Wege zusammen. Als die Karawane in einer waldigen Gegend ihr Lager errichtet hatte, betätigte er unweit von der Karawane, über das Glück der Ekstase nachdenkend, am Fuße eines Baumes das Auf-und-ab-Wandeln. —

Nachdem aber die Zeit des Abendmahles vorüber war, kamen fünfhundert Räuber, um diese Wagenkarawane auszuplündern, und umringten sie. Als sie den Asketen sahen, dachten sie: „Wenn dieser uns sieht, wird er es den Leuten der Karawane mitteilen; wir wollen plündern, wenn er eingeschlafen ist.“ Und sie blieben dort stehen. Der Asket aber wandelte die ganze Nacht auf und ab. Da nun die Räuber keine Gelegenheit gefunden hatten, warfen sie alle die Keulen und Steine, die sie mitgenommen hatten, weg und riefen zu den Leuten der Wagenkarawane hin: „He, ihr Karawanenleute, wenn dieser am Fuße des Baumes auf und ab wandelnde Asket heute nicht gewesen wäre, wäre euch allen eine große Plünderung zuteil geworden. Bereitet morgen dem Asketen eine große Ehrung!“ Nach diesen Worten entfernten sie sich.

Als die anderen aber bei Tagesanbruch die von den Räubern weggeworfenen Keulen, Steine u. dgl. sahen, fürchteten sie sich; und sie gingen zum Bodhisattva hin, grüßten ihn und fragten: „Herr, habt Ihr die Räuber gesehen?“ Er erwiderte: „Ja, Freunde, ich habe sie gesehen.“ Sie fragten weiter: „Herr, da Ihr diese so vielen Räuber sahet, befiel Euch da keine Furcht, keine Angst?“ Darauf versetzte der Bodhisattva: „Freunde, beim Anblick von Räubern hat der Furcht, der Geld hat; ich aber habe kein Geld. Warum soll ich mich also fürchten? Ob ich im Dorfe wohne oder im Walde, Furcht oder Angst habe ich nicht.“ Und nach diesen Worten sprach er, die Lehre erklärend, folgende Strophe:

    Von Furcht bin ich im Dorfe frei,

    im Wald auch kenn ich keine Angst.

    Den rechten Weg hab ich betreten

    in Liebe und Barmherzigkeit.“


Als der Bodhisattva durch diese Strophe die Lehre erklärt hatte, wurde er von diesen Leuten beruhigten Herzens geehrt. Und nachdem er zeitlebens die vier Vollkommenheiten betätigt, wurde er im Brahma-Himmel wiedergeboren.

Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen hatte stellte er die gegenseitigen Beziehungen klar und verband das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals waren die Karawanenleute die Buddhaschar, der Asket aber war ich.“

Ende der Erzählung von der Furchtlosigkeit
« Last Edit: March 05, 2013, 03:24:11 AM by Johann »
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NANDIVISĀLA-JĀTAKA.
"Speak only words of kindness."
taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from http://jathakakatha.org , click picture to get the there hosted variate of the story)

"Speak only words of kindness."--This story was told by the Master while at Jetavana, about the bitter words spoken by the Six 1. For, in those days the six, when they disagreed with respectable Brethren, used to taunt, revile and jeer them, and load them with the ten kinds of abuse. This the Brethren reported to the Blessed One, who sent for the Six and asked whether this charge was true. On their admitting its truth, he rebuked them, saying, "Brethren, hard words gall even animals: in bygone days an animal made a man who had used harsh language to him lose a thousand pieces." And, so saying, he told this story of the past.

_____________________________

Once on a time at Takkasilā in the land of Gandhāra there was a king reigning there, and the Bodhisatta came to life as a bull. When he was quite a tiny calf, he was presented by his owners to a brahmin who came in--they being known to give away presents of oxen to such-like holy men. The brahmin called it Nandi-Visāla (Great-Joy), and treated it like his own child, feeding the young creature on rice-gruel and rice. When the Bodhisatta grew up, he thought thus to himself, "I have been brought up by this brahmin with great pains, and all India cannot show the bull which can draw what I can. How if I were to repay the brahmin the cost of my nurture by making proof of my strength?" Accordingly, one day he said to the brahmin, "Go, brahmin, to some merchant rich in herds, and wager him a thousand pieces that your bull can draw a hundred loaded carts."

The brahmin went his way to a merchant and got into a discussion with him as to whose oxen in. the town were the strong. "Oh, so-and-so's, or so-and-so's," said the merchant. "But," added he, "there are no oxen in the town which can compare with mine for real strength." Said the brahmin, "I have a bull who can pull a hundred loaded carts." "Where's such a bull to be found?" laughed the merchant. "I've got him at home," said the brahmin. "Make it a wager." "Certainly," said the brahmin, and staked [192] a thousand pieces. Then he loaded a hundred carts with sand, gravel, and stones, and leashed the lot together, one behind the other, by cords from the axle-tree of the one in front to the trace-bar of its successor. This done, he bathed Nandi-Visāla, gave him a measure of perfumed rice to eat, hung a garland round his neck, and harnessed him all

alone to the leading cart. The brahmin in person took his seat upon the pole, and flourished his goad in the air, shouting, "Now then, you rascal! pull them along, you rascal!"

"I'm not the rascal he calls me," thought the Bodhisatta to himself; and so he planted his four feet like so many posts, and budged not an inch.

Straightway, the merchant made the brahmin pay over the thousand pieces. His money gone, the brahmin took his bull out of the cart and went home, where he lay down on his bed in an agony of grief. When Nandi-Visāla strolled in and found the brahmin a prey to such grief, he went up to him and enquired if the brahmin were taking a nap. "How should I be taking a nap, when I have had a thousand pieces won of me?" "Brahmin, all the time I have lived in your house, have I ever broken a pot, or squeezed up against anybody, or made messes about?" "Never, my child." "Then, why did you call me a rascal? It's you who are to blame, not I. Go and bet him two thousand this time. Only remember not to miscall me rascal again." When he heard this, the brahmin went off to the merchant, and laid a wager of two thousand. Just as before, he leashed the hundred carts to one another and harnessed Nandi-Visāla, very spruce and fine, to the leading cart. If you ask how he harnessed him, well, he did it in this way:--first, he fastened the cross-yoke on to the pole; then he put the bull in on one side, and made the other fast by fastening a smooth piece of wood from the cross-yoke on to the axletree, so that the yoke was taut and could not skew round either way. Thus a single bull could draw a cart made to be drawn by two. So now seated on the pole, the brahmin stroked Nandi-Visāla on the back, and called on him in this style, "Now then, my fine fellow! pull them along, my fine fellow!" With a single pull the Bodhisatta tugged along the whole string of the hundred carts [193] till the hindermost stood where the foremost had started. The merchant, rich in herds, paid up the two thousand pieces he had lost to the brahmin. Other folks, too, gave large sums to the Bodhisatta, and the whole passed into the hands of the brahmin. Thus did he gain greatly by reason of the Bodhisatta.

_____________________________

Thus laying down, by way of rebuke to the Six, the rule that hard words please no one, the Master, as Buddha, uttered this stanza:--

Speak only words of kindness, never words
Unkind. For him who spoke him fair, he moved
A heavy load, and brought him wealth, for love.

When he had thus ended his lesson as to speaking only words of kindness, the Master identified the Birth by saying, "Ānanda was the brahmin of those days, and I myself Nandi-Visāla."

[Note. The substance of this story occurs in the Vinaya, Vol. IV. page 5.]

Footnotes
71:1 The 'Six' were notorious Brethren who are always mentioned as defying the rules of the Order.



Die Erzählung von Nandivisala  
(Nandivisala-Jataka)

„Nur Liebes mögest reden du“
entnommen von: www.palikanon.com


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die bissigen Reden der sechs Mönche [1]. Zu dieser Zeit nämlich erregten die sechs Mönche Streit; sie schmähten die liebenswürdigen Mönche, beschimpften sie, verletzten sie und lästerten sie mit den zehn Lästerworten [2]. Die Mönche teilten es dem Erhabenen mit. Da ließ der Erhabene die sechs Mönche zu sich kommen und fragte sie: „Ist es wahr, ihr Mönche?“; und als sie antworteten: „Es ist wahr“, tadelte er sie und sprach: „Ihr Mönche, eine harte Sprache ist auch den Tieren unangenehm. In früherer Zeit hat ein Tier einen, der es hart anredete, um tausend geschädigt.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit:

Ehedem regierte im Reiche Gandhara zu Takkasila [3] ein König von Gandhara. Da wurde der Bodhisattva als ein Rind wiedergeboren. Als er noch ein junges Kalb war, kam ein Brahmane zu Leuten, die Rinder als Opfergabe spendeten, und erhielt dort das Rind, dem er den Namen Nandivisala [4] gab. Er hielt es wie einen Sohn, behandelte es mit Liebe und zog es auf, indem er ihm Reisspeise und ähnliches zur Nahrung gab.

Als nun der Bodhisattva erwachsen war, dachte er: „Ich bin von diesem Brahmanen mit großer Mühe aufgezogen worden und auf dem ganzen Jambu-Erdteil ist kein Rind, das so stark wäre wie ich; wie, wenn ich nun meine Kraft zeigte und dadurch dem Brahmanen einen Verdienst verschaffte?“ Und eines Tages sprach er zu dem Brahmanen: „Geh, Brahmane, und suche einen Großkaufmann auf, der reich an Rindern ist; diesem sage: ‘Mein Ochse kann hundert stark beladene Wagen bewegen’, und wette mit ihm um tausend.“ Der Brahmane ging zu dem Großkaufmann hin und begann so seine Rede: „Wessen Rinder sind in dieser Stadt mit Stärke begabt?“ Der Großkaufmann erwiderte: „Die Rinder des so und so und des so und so“; dann fügte er hinzu: „In der ganzen Stadt aber gibt es keine, die unseren Rindern gleich wären.“ Nun sprach der Brahmane: „Mein eines Rind ist im Stande, hundert stark beladene Wagen zu bewegen.“ Da fragte der Großkaufmann, der Hausvater: „Wo ist ein derartiges Rind?“ Der Brahmane antwortete: „Es ist in meinem Hause.“ „Mache darum eine Wette!“ „Gut, ich mache sie“, versetzte der Brahmane und machte eine Wette um tausend (Geldstücke). Er füllte nun hundert Wagen mit Sand, Kies und Steinen, stellte sie hintereinander auf und verband sie zusammen durch eine Verknüpfung der sämtlichen Achsenbänder. Dann ließ er Nandivisala baden, gab ihm [4a] eine Handvoll wohlriechendes Futter, legte um seinen [4b] Hals einen Kranz und spannte ihn [4c] allein vor das Joch des vordersten Wagens; hierauf setzte er sich selbst auf das Joch, erhob die Geißel und rief: „Los, du Schelm; zieh, du Schelm!“ Der Bodhisattva dachte: „Dieser gibt mir den Namen Schelm, obwohl ich kein Schelm bin“; und er stellte seine vier Füße unbeweglich hin wie Säulen und stand fest. Da ließ sich der Großkaufmann von dem Brahmanen die tausend Geldstücke geben. —

Als nun der Brahmane in seiner Wette um die tausend unterlegen war, machte er sein Rind los, ging nach Hause und legte sich hin, von Kummer bedrückt. Nandivisala kam auch dorthin; und als er den Brahmanen von Kummer erfüllt sah, ging er zu ihm hin und fragte: „Schläfst du, Brahmane?“ „Wie soll ich schlafen, wo ich um tausend unterlegen bin!“ Darauf sprach der Bodhisattva: „O Brahmane, habe ich in der ganzen Zeit, die ich in deinem Hause wohne, vielleicht schon irgend ein Gefäß zerbrochen oder irgend jemand schon geschlagen oder aber an einem unpassenden Orte Kot oder Urin gelassen?“ Jener erwiderte: „Nein, Lieber.“ Darauf fuhr der Bodhisattva fort: „Was gibst du mir also den Namen ‘Schelm’? Du hast die Schuld, ich habe keine Schuld. Gehe nun hin und wette mit jenem um zweitausend Geldstücke; nur komme mir, der ich kein Schelm bin, nicht mit dem Namen Schelm.“

Als der Brahmane dessen Worte vernommen hatte, ging er hin und wettete um Zweitausend; dann ließ er wieder hundert Wagen stark beladen, schmückte Nandivisala und band ihn an das Joch des vordersten Wagens. (Wie befestigte er ihn? Er band die Deichsel fest an das Joch, schirrte mit einer Schnur Nandivisala an, befestigte die eine Schnur an der Jochdeichsel, steckte durch die Deichselschnur und die Achsen einen Stab von glattem Holze und band ihn fest an die Schnur. So konnte das Joch sich nicht da oder dorthin bewegen und ein Ochse war im Stande, es zu bewegen. [5]) — Als nun der Brahmane sich auf das Joch gesetzt hatte, berührte er den Rücken des Nandivisala und rief: „Los, Lieber, zieh, Lieber!“ Da bewegte der Bodhisattva die stark beladenen hundert Wagen mit einem Ruck vom Platze und brachte den zu hinterst stehenden Wagen dahin, wo der vorderste stand. Damit war der rinderreiche Großkaufmann besiegt und er gab dem Brahmanen zweitausend Geldstücke; und auch andere Leute gaben dem Bodhisattva viel Geld und alles gehörte nur dem Brahmanen. So erlangte er durch den Bodhisattva viel Geld.

Nachdem der Meister mit den Worten: „Ihr Mönche, ein hartes Wort gefällt niemand“, die sechs Mönche getadelt und damit eine Lehrvorschrift gegeben hatte, sprach er, als er völlig erleuchtet geworden war [6], folgenden Vers:

    §1. „Nur Liebes mögest reden du,
    doch niemals unlieb irgend was.
    Als jener Liebes redete,
    gar viel Gewinn erhielt er da;
    denn er empfing das ganze Geld
    und war darüber hocherfreut.“

Nachdem der Meister mit den Worten: „Nur Liebes mögest reden du“, diese Lehrunterweisung beendigt hatte, verband er das Jataka mit den Worten: „Damals war der Brahmane Ananda, Nandivisala aber war ich.“

Ende der Erzählung von Nandivisala



[1] Sechs Mönche werden öfter erwähnt als widerspenstige und streitsüchtige Glieder des Ordens.
[2] D. h. mit den zehn Vorwürfen, die man beim Zanken zu machen pflegte.
[3] Takkasila, skr. Taksasila, ist die unter dem Namen Taxila in der Geschichte Alexanders des Großen vorkommende Stadt im Pandschab.
[4] Zu deutsch: „großes Vergnügen“.
[4a] Dutoit hat hier „ihr“ (Femininum) stehen. Es handelt sich aber um einen (männlichen) Ochsen. Auch sonst wird immer die männliche Form verwendet.
[4b] Dutoit hat hier „ihren“ (Femininum) stehen. Siehe oben.
[4c] Dutoit hat hier „sie“ (Femininum) stehen. Siehe oben.
[5] Dies ist eine nachträgliche Erklärung, die das Wunder auf natürliche Weise zu deuten sucht.
[6] D. h. nicht, wie in den meisten Jatakas, in der betreffenden Existenz, sondern als Buddha.

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MAKHĀDEVA-JĀTAKA
"Lo! these grey hairs."

taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)

"Lo! these grey hairs."--This story was told by the Master while at Jetavana about the Great Renunciation, which has already been related in the Nidāna-Kathā 2.

On this occasion the Brethren sat praising the Renunciation of the Lord of Wisdom. Entering the Hall of Truth and seating himself on the Buddha-seat, the Master thus addressed the Brethren:--"What is your theme, Brethren, as you sit here in conclave?"

"It is naught else, sir, than the praise of your own Renunciation." "Brethren," rejoined the Master, "not only in these latter days has the Tathāgata 3 made a Renunciation; in bygone days too he similarly renounced the world."

The Brethren asked the Blessed One for an explanation of this. The Blessed One made clear what had been concealed from them by re-birth.

_____________________________

Once on a time in Mithilā in the realm of Videha there was a king named Makhādeva, who was righteous and ruled righteously. For successive periods of eighty-four thousand years he had respectively amused himself as prince, ruled as viceroy, and reigned as king. All these long years had he lived, when one day he said to his barber,--"Tell me, friend barber, when you see any grey hairs in my head." So one day, years and years after, [138] the barber did find among the raven locks of the king a single grey hair, and he told the king so. "Pull it out, my friend," said the king; "and lay it in my palm." The barber accordingly plucked the hair out with his golden tongs, and laid it in the king's hand. The king had at that time still eighty-four thousand years more to live; but nevertheless at the sight of that one grey hair he was filled with deep emotion. He seemed to see the King of Death standing over him, or to be cooped within a blazing but of leaves. "Foolish Makhādeva!" he cried; "grey hairs have come upon you before you have been able to rid yourself of depravities." And as he thought and thought about the appearance of his grey hair, he grew aflame within; the sweat rolled down from his body; whilst his raiment oppressed him and seemed intolerable. "This very day," thought he, "will I renounce the world for the Brother's life."

To his barber he gave the grant of a village, which yielded a hundred thousand pieces of money. He sent for his eldest son and said to him, "My son, grey hairs are come upon me, and I am become old. I have had my fill of human joys, and fain would taste the joys divine; the time for my renunciation has come. Take the sovereignty upon yourself; as for me, I will take up my abode in the pleasaunce called Makhādeva's Mango-grove, and there tread the ascetic's path."

As he was thus bent on leading the Brother's life, his ministers drew near and said, "What is the reason, sire, why you adopt the Brother's life?"

Taking the grey hair in his hand, the king repeated this stanza to his ministers:--

Lo, these grey hairs that on my head appear
Are Death's own messengers that come to rob
My life. ’Tis time I turned from worldly things,
And in the hermit's path sought saving peace.


And after these words, he renounced his sovereignty that self-same day and became a recluse. Dwelling in that very Mango-grove of Makhādeva, he there during eighty-four thousand years fostered the Four Perfect States within himself, and, dying with insight full and unbroken, was reborn in the Realm of Brahma. Passing thence, he became a king again in Mithilā, under the name of Nimi, and after uniting his scattered family, once more became a hermit in that same

Mango-grove, winning the Four Perfect States and passing thence once more to the Realm of Brahma.

_____________________________

After repeating his statement that he had similarly renounced the world in bygone days, the Master at the end of his lesson preached the Four Truths. Some entered the First Path, some the Second, and some the Third. Having told the two stories, the Master shewed the connexion between them and identified the Birth, by saying:--"In those days Ānanda was the barber, Rāhula the son, and I myself King Makhādeva."


[Note. See Majjhima-Nikāya, Sutta No. 83 of which is entitled the Makhādeva Sutta. According to Léon Feer (J. As. 1876, p. 516) the Bigandet MS. calls this the Devadūta-jātaka. Bigandet in his Life or Legend of Gaudama (p. 408) gives a version of this Jātaka, in which the king is named Minggadewa, and in which the doings of King Nemi (= Nimi above) are given in great detail. See Upham's Mahāvansi, vol. i. p. 14, and the 'Nemy' Jātaka referred to by him as the 544th Jātaka. See also Cariyū-Piṭaka, p. 76, and Plate XLVIII. (2) of the Stūpa of Bharhut, where the name is carved Magha-deva, a spelling which is retained in modern Burmese manuscripts of the Majjhima Sutta from which this Jātaka was manifestly compiled.]

Footnotes

30:2 See p. 61 et seqq. of Vol. i. of Fausböll's text for this account of how Prince Siddhattha, the future Buddha, renounced the world for the Truth.

30:3 The meaning of this frequently recurring title of the Buddha is far from clear, and the obscurity is deepened by the elaborate gloss of Buddhaghosa at pp. 59-68 of the Sumaṅgala-vilāsinī, where eight different interpretations are given. Perhaps the word may mean 'He who has trod the path which the earlier Buddhas trod'; but there is much to be said for the view put forward on p. 82 of Vol. XIII. of the Sacred Books of the East, that the meaning is 'He who has arrived there,' i.e. at emancipation.




Die Erzählung vom König Makhadeva
(Makhadeva-Jātaka)

„Hoch auf dem Haupte diese Locke“
entnommen von: www.palikanon.com

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf seine große Weltentsagung.

Diese ist schon oben in der Nidanakatha [1] geschildert worden.

Zu der Zeit aber hatten sich die Mönche niedergesetzt und priesen die Weltentsagung des mit den zehn Kräften Begabten. Da begab sich der Meister nach der Lehrhalle, ließ sich auf seinen Buddhasitz nieder und fragte die Mönche: „Zu welcher Unterhaltung, ihr Mönche, habt ihr euch jetzt niedergesetzt?“ Sie antworteten: „Herr, zu keiner anderen Unterhaltung haben wir uns niedergelassen, als um deine Weltentsagung zu preisen.“ Darauf sprach Buddha: „Ihr Mönche, nicht nur jetzt hat der Vollendete die Weltentsagung ausgeführt, auch früher schon hat er die Welt verlassen.“ Die Mönche baten nun den Erhabenen, ihnen dies kund zu tun. Und der Erhabene offenbarte ihnen die von einer früheren Existenz her verborgene Begebenheit.

Ehedem war im Königreich Videha [2] zu Mithila ein König namens Makkhadeva, ein tugendhafter König der Gerechtigkeit. Dieser hatte vierundachtzigtausend Jahre lang zuerst als junger Prinz, dann als Vizekönig, dann als Großkönig gelebt. — Als er so lange Zeit zugebracht hatte, sagte er eines Tages zu seinem Barbier: „Lieber Barbier, wenn du auf meinem Haupte graue Haare sehen wirst, dann sage es mir.“ Nach langer Zeit sah der Barbier eines Tages unter den Haaren des Königs, die so schwarz waren wie ein Färbemittel für die Augenbrauen, ein einziges graues Haar und teilte dem Könige mit, dass ein graues Haar an ihm zu sehen sei. Der König sprach: „Lieber, ziehe deshalb das graue Haar heraus und lege es auf meine Hand.“ Darauf zog jener es mit einer goldenen Zange heraus und legte es auf die Hand des Königs. Damals war dem König noch eine Lebensfrist von vierundachtzigtausend Jahren übrig. Trotzdem meinte er, als er das graue Haar sah, der König des Todes sei gekommen und stehe neben ihm, und er sei in ein brennendes Blätterhaus [3] eingetreten; und voll Aufregung dachte er: „O törichter Makkhadeva, bis ein graues Haar kommt, vermagst du nicht diese Befleckungen aufzugeben.“ Während er so über das Erscheinen des grauen Haares immer nachdachte, wurde er innen voll Glut, Schweißtropfen rannen von seinem Leibe herab und seine Gewänder bedrückten ihn und schienen ihm nicht zu ertragen. Da dachte er: „Heute noch kommt es mir zu, die Welt zu verlassen und Mönch zu werden“; und er schenkte dem Barbier ein Dorf mit Einkünften im Werte von hunderttausend. Dann ließ er seinen ältesten Sohn rufen und sprach zu ihm: „Lieber, auf meinem Haupte hat sich ein graues Haar gezeigt, ich bin alt geworden; genossen habe ich die menschlichen Freuden, jetzt werde ich die himmlischen Freuden suchen. Zeit ist es für mich, die Welt zu verlassen. Übernimm du diese Regierung; ich will Mönch werden und im Mangowalde des Makkhadeva wohnend die Asketenpflichten ausüben.“ Als er so Lust zum Mönchtum hatte, kamen seine Minister zu ihm und fragten ihn: „Herr, was hast du für einen Grund Mönch zu werden?“ Der König fasste das graue Haar mit der Hand und sagte den Ministern folgende Strophe:

    „Hoch auf dem Haupte diese Locke
    ist mir vom Alter jetzt gebracht
    als Götterbotin mir erschienen;
    zum Mönchtum ist 's jetzt Zeit für mich.“


Nach diesen Worten gab er an diesem Tage noch die Regierung auf und unterzog sich dem Mönchtum der Weisen. In dem genannten Mangowalde des Makkhadeva blieb er vierundachtzigtausend Jahre, betätigte die vier Vollkommenheiten [4] und verharrte unaufhörlich in der Ekstase. Als er starb, wurde er im Brahma-Himmel [5] wiedergeboren. Diesen verließ er wieder und wurde zu Mithila König mit Namen Nimi [5a]. Nachdem er sein zurückgegangenes Geschlecht wieder geeint hatte, wurde er dort in einem Mangowalde Mönch, betätigte die Vollkommenheiten und gelangte abermals in den Brahma-Himmel.

Dann sprach der Meister: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, hat der Vollendete die große Weltentsagung ausgeführt, sondern auch schon früher hat er die Welt verlassen.“ Nachdem er so diese Belehrung vorgetragen und erklärt hatte, verkündete er die vier Wahrheiten. Einige wurden bekehrt, einige einmal zurückkehrend, einige nichtzurückkehrend.

Als nun der Erhabene diese beiden Begebenheiten erzählt hatte, legte er ihre Beziehung zu einander klar und verband das Jātaka mit den Worten: „Damals war Ananda der Barbier, der Sohn war Rāhula [6], der König Makkhadeva aber war ich.“

Ende der Erzählung vom König Makkhadeva



[1] Die Nidanakatha, „einleitende Erzählung“, bildet die Einleitung zum Jātaka-Buche. Die hier erwähnte Schilderung, wie Buddha die Welt verließ, ist in meinem „Leben des Buddha“, S. 18-29 übersetzt.
[2] In der Nähe des Reiches Kosala im Norden des mittleren Ganges.
[3] Der Ausdruck erinnert an das Wort in der Nidanakatha „die drei Existenzen erschienen ihm wie brennende Gebäude“ („Leben des Buddha“, S. 23).
[4] Damit ist wahrscheinlich nur die Güte gegen alles Lebende gemeint.
[5] Der oberste Himmel, in dem die reinsten Wesen wohnen.
[5a] Siehe das Nimi-Jātaka Nr. 541.
[6] Rāhula war Buddhas Sohn, geboren kurz vor der Weltflucht Buddhas. Vgl. „Leben des Buddha“, S. 21 und 137 f.

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BIḶĀRA-JĀTAKA.
"Where saintliness."
taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from http://jathakakatha.org, click picture to get the there hosted variate of the story)


"Where saintliness."--This story was told by the Master while at Jetavana, about a hypocrite. When the Brother's hypocrisy was reported to him, the Master said, "This is not the first time he has shewn himself a hypocrite; he was just the sane in times gone by." So saying he told this story of the past.

_____________________________

Once on a time when Brahmadatta was reigning in Benares, the Bodhisatta was born rat, perfect in wisdom, and as big as a young boar.

He had his dwelling in the forest and many hundreds of other rats owned his sway.

Now there was a roving jackal who espied this troop of rats and fell to scheming how to beguile and eat them. And he took up his stand near their home with his face to the sun, snuffing up the wind, and standing on one leg. Seeing this when out on his road in quest of food, the Bodhisatta conceived the jackal to be a saintly being, and went up and asked his name.

"'Godly' is my name," said the jackal. "Why do you stand only on one leg?" "Because if I stood on all four at once, the earth could not bear my weight. That is why I stand on one leg only." "And why do you keep your mouth open?" "To take the air. I live on air; it is my only food." "And why do you face the sun?" "To worship him." "What uprightness!" thought the Bodhisatta, and thenceforward he made a point of going, attended by the other rats, to pay his respects morning and evening to the saintly jackal. And when the rats were leaving, the jackal seized and devoured the hindermost one of them, wiped his lips, and looked as though nothing had happened. In consequence of this the rats grew fewer and fewer, till they noticed the gaps in their ranks, and wondering why this was so, asked the Bodhisatta the reason. He could not make it out, but suspecting the jackal, [461] resolved to put him to the test. So next day he let the other rats go out first and himself brought up the rear. The jackal made a spring on the Bodhisatta who, seeing him coming, faced round and cried, "So this is your saintliness, you hypocrite and rascal!" And he repeated the following stanza:--

Where saintliness is but a cloak
Whereby to cozen guileless folk
And screen a villain's treachery,
--The cat-like nature there we see 1.

So saying, the king of the rats sprang at the jackal's throat and bit his windpipe asunder just under the jaw, so that he died. Back trooped the other rats and gobbled up the body of the jackal with a 'crunch, crunch, crunch';--that is to say, the foremost of them did, for they say there was none left for the last-corners. And ever after the rats lived happily in peace and quiet.

_____________________________

His lesson ended, the Master made the connection by saying, "This hypocritical Brother was the jackal of those days, and I the king of the rats."

Footnotes

282:1 Though the foregoing prose relates to a jackal, the stanza speaks of a cat, as does the Mahābhārata in its version of this story.





Die Erzählung von der Katze
(Bilara-Jātaka)

„Wer sich der Tugend Flagge beilegt“
entnommen von: www.palikanon.com

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen heuchlerischen Mönch. Als nämlich damals der Meister von dessen Heuchelei Kenntnis erhielt, sprach er: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, sondern auch schon früher war dieser ein Heuchler.“ Und nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva seine Wiedergeburt als eine Ratte. Er war mit Einsicht erfüllt, besaß einen großen Körper gleich einem jungen Eber und wohnte im Walde, umgeben von einigen hundert Ratten. — Ein Schakal [1] aber, der hier und da herumstreifte, sah die Rattenherde und dachte: „Ich werde diese Ratten betrügen und auffressen.“ Und er stellte sich unweit von der Wohnung der Ratten, das Gesicht der Sonne zugewendet, den Wind einziehend, auf einem Fuße auf. Als der Bodhisattva auf Nahrung ausging und ihn sah, dachte er: „Es wird ein Braver sein“; und er ging zu ihm hin und fragte: „Ehrwürdiger, wie ist dein Name?“ „Ich heiße ‘Tugendhaft’ [1a].“ „Warum stellst du nicht deine vier Füße auf den Boden, sondern stehst auf einem?“ „Wenn ich meine vier Füße auf die Erde stelle, kann mich die Erde nicht tragen; deshalb stehe ich nur auf einem Fuße.“ „Warum stehst du mit geöffnetem Munde da?“ „Wir genießen keine andere Nahrung, sondern wir leben nur vom Winde.“ „Warum aber stehst du da, das Antlitz der Sonne zugewendet?“ „Ich verehre die Sonne.“

Als der Bodhisattva dessen Worte vernommen, dachte er: „Er wird tugendhaft sein“, und ging von da ab mit seiner Rattenschar am Abend und am Morgen, um ihm aufzuwarten. Wenn er aber seine Aufwartung gemacht hatte und wegging, erfasste der Schakal die allerhinterste Ratte, fraß ihr Fleisch, verschlang sie und stand da, sich den Mund abwischend. So wurde allmählich die Rattenschar klein. Die Ratten dachten: „Früher war für uns diese Wohnung nicht ausreichend, wir standen dicht beieinander; jetzt stehen wir bequem und doch ist die Wohnung nicht voll. Was ist das?“ Und sie teilten dies dem Bodhisattva mit. — Als nun der Bodhisattva darüber nachdachte, aus welcher Ursache die Ratten so wenig geworden seien, fasste er Verdacht gegen den Schakal; und indem er dachte: „Ich will ihn auf die Probe stellen“, ließ er zur Zeit der Aufwartung die übrigen Ratten vorausgehen und blieb selbst der hinterste. Da sprang der Schakal auf ihn los. Als der Bodhisattva merkte, dass der Schakal auf ihn lossprang, um ihn zu fassen, wandte er sich um und sagte: „He, Schakal, diese deine Tugendfülle entspringt nicht der Frömmigkeit, sondern, um andere zu schädigen, wandelst du unter der Tugendflagge!“ Und nach diesen Worten sprach er folgende Strophe:

     „Wer sich der Tugend Flagge beilegt
    und im Verborgnen Böses tut
    an Wesen, die Vertrau'n ihm schenken,
    der übt der Katzen Tugend nur.“

Während dies der Rattenkönig sagte, sprang er jenem an den Hals, biss ihn unter den Kinnbacken in die Luftröhre [2] und brachte ihn durch das Zerbeißen der Luftröhre ums Leben. Die Rattenschar kehrte um und fraß den Schakal mit knirschenden Zähnen auf; dann gingen sie weg. Die zuerst Gekommenen bekamen sein Fleisch, die zuletzt Gekommenen erhielten nichts. Von da an war die Rattenschar frei von Furcht.
 
Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war der Schakal der heuchlerische Mönch, der Rattenkönig aber war ich.“

Ende der Erzählung von der Katze





[1] In der ganzen Erzählung ist von einem Schakal die Rede, während der Titel wie auch die Strophe sich auf eine Katze beziehen. Eine Version der Erzählung, in der die Katze die Rolle des Schakals spielt, findet sich nach Chalmers' Angabe im Mahabharata.

[1a] Auf Pali: „Dhammika“.

[2] Das Wort kann auch bedeuten „Halsschlagader“, wie Steinthal übersetzt. Die wörtliche Bedeutung ist „Röhre im Innern des Halses“.
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SUVAṆṆAHAṀSA-JĀTAKA.
"Contented be."

taken from: www.sacred-texts.com


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"Contented be."--This story was told by the Master about a Sister named Fat Nandā.

A lay-brother at Sāvatthi had offered the Sisterhood a supply of garlic, and, sending for his bailiff; had given orders that, if they should come, each Sister was to receive two or three handfuls. After that they made a practice [475] of coming to his house or field for their garlic. Now one holiday the supply of garlic in the house ran out, and the Sister Fat Nandā, coming with others to the house, was told, when she said she wanted some garlic, that there was none left in the house, it had all been used up out of hand, and that she must go to the field for it. So away to the field she went and carried off an excessive amount of garlic. The bailiff grew angry and remarked what a greedy lot these Sisters were! This piqued the more moderate Sisters; and the Brethren too were piqued at the taunt when the Sisters repeated it to them, and they told the Blessed One. Rebuking the greed of Fat Nandā, the Master said, "Brethren, a greedy person is harsh and unkind even to the mother who bore him; a greedy person cannot convert the unconverted, or make the converted grow in grace, or cause alms to come in, or save them when come in; whereas the moderate person can do all these things." In such wise did the Master point the moral, ending by saying, "Brethren, as Fat Nandā is greedy now, so she was greedy in times gone by." And thereupon he told the following story of the past.

_____________________________

Once upon a time when Brahmadatta was reigning in Benares, the Bodhisatta was born a Brahmin, and growing up was married to a bride of his own rank, who bore him three daughters named Nandā, Nanda-vatī and Sundari-nandā. The Bodhisatta dying, they were taken in by neighbours and friends, whilst he was born again into the world as a golden mallard endowed with consciousness of its former existences. Growing up, the bird viewed its own magnificent size and golden plumage, and remembered that previously it had been a human being. Discovering that his wife and daughters were living on the charity of others, the mallard bethought him of his plumage like hammered and beaten gold and how by giving them a golden feather at a time he could enable his wife and daughters to live in comfort. So away he flew to where they dwelt and alighted on the top of the central beam of the roof. Seeing the Bodhisatta, [476] the wife and girls asked where he had come from; and he told them that he was their father who had died and been born a golden mallard, and that he had come to visit them and put an end to their miserable necessity of working for hire. "You shall have my feathers," said he, "one by one, and they will sell for enough to keep you all in ease and comfort." So saying, he gave them one of his feathers and departed. And from time to time he returned to give them another feather, and with the proceeds of their sale these brahmin-women grew prosperous and quite well-to-do. But one day the mother said to her daughters, "There's no trusting animals, my children. Who's to say your father might not go away one of these days and never come back again? Let us use our time and pluck him clean next time he comes, so as to make sure of all his feathers." Thinking this would pain him, the daughters refused. The mother in her greed called the golden mallard to her one day when he came, and then took him with both hands and plucked him. Now the Bodhisatta's feathers had this property that if they were plucked out against his wish, they ceased to be golden and became like a crane's feathers. And now the poor bird, though he stretched his wings, could not fly, and the woman flung him into a barrel and gave him food there. As time went on his feathers grew again (though they were plain white ones now), and he flew away to his own abode and never came back again.

_____________________________

At the close of this story the Master said, "Thus you see, Brethren, how Fat Nandā was as greedy in times past as she is now. And her greed then lost her the gold in the same way as her greed now will lose her the garlic. Observe, moreover, how her greed has deprived the whole Sisterhood of their supply of garlic, and learn therefrom to be moderate in your desires and to be content with what is given you, however small that may be." So saying, he uttered this stanza:--

Contented be, nor itch for further store.
They seized the swan--but had its gold no more.


So saying, the Master soundly rebuked the erring Sister and laid down the precept that any Sister who should eat garlic would have to do penance. Then, [477] making the connexion, he said, "Fat Nandā was the brahmin's wife of the story, her three sisters were the brahmin's three daughters, and I myself the golden mallard."

[Note. The story occurs at pp. 258-9 of Vol. IV. of the Vinaya. Cf. La poule aux œufs d’or in La Fontaine (v. 13) &c.]



Die Erzählung von dem Goldschwan
(Suvannahamsa-Jātaka)

„Was man erhält, damit sei man zufrieden.“
entnommen von: www.palikanon.com


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die Nonne Thullananda [1]. — Zu Savatthi nämlich versorgte ein Laienbruder die Nonnengemeinde mit Knoblauch und hatte seinem Feldhüter folgende Anweisung gegeben: „Wenn die Nonnen kommen, so gib einer jeden Nonne zwei oder drei Knollen.“ Von da an kamen die Nonnen in sein Haus und auf sein Feld, um Knoblauch zu holen.

An einem Festtage nun war in dessen Hause der Knoblauch ausgegangen. Da kam die Nonne Thullananda mit ihrer Begleitung in sein Haus und sagte: „Lieber, wir möchten Knoblauch.“ Er aber erwiderte: „Ich habe keinen, Edle; der Knoblauch, der gebracht wurde, ist zu Ende gegangen. Geht auf das Feld.“ Darauf ging sie auf das Feld und ließ dort Knoblauch nehmen, ohne ein Maß zu kennen. — Erzürnt sprach der Feldwächter: „Wie können doch diese Nonnen, ohne ein Maß zu kennen, den Knoblauch wegnehmen?“ Als die genügsamen unter den Nonnen seine Worte hörten, ärgerten auch sie sich; und als die Mönche deren Worte hörten, wurden auch sie ärgerlich. In ihrem Ärger aber teilten sie es dem Erhabenen mit.

Nachdem der Erhabene die Nonne Thullananda getadelt, sprach er: „Ihr Mönche, ein ungenügsamer Mensch ist selbst seiner Mutter, die ihn geboren, unlieb und unangenehm. Er ist nicht im Stande, Unbekehrte zu bekehren oder Bekehrte noch mehr im Glauben zu bestärken, er kann sich nicht eine ihm noch nicht zuteil gewordene Ehrung verschaffen oder eine ihm schon zuteil gewordene dauernd machen. Ein Genügsamer aber vermag Unbekehrte zu bekehren und Bekehrte noch mehr im Glauben zu bestärken; er kann sich eine ihm noch nicht zuteil gewordene Ehrung verschaffen und eine ihm schon zuteil gewordene dauernd machen.“ Nachdem er auf diese und ähnliche Weise den Mönchen die dementsprechende Lehre auseinandergesetzt hatte, sagte er: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, ist Thullananda ungenügsam, sondern auch schon früher war sie ungenügsam.“ Und nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer Brahmanenfamilie seine Wiedergeburt. Als er herangewachsen war, führten ihm seine Stammesgenossen eine Gattin zu. Diese bekam drei Töchter, Nanda, Nandavati und Sundarinanda mit Namen [2]. Nachdem sich diese verheiratet hatten, starb der Bodhisattva und wurde als ein Goldschwan wiedergeboren; er besaß aber die Kenntnis der Erinnerung an seine frühere Existenz.

Als er herangewachsen war und seine prächtige, große, mit Goldfedern bedeckte Gestalt sah, überlegte er: „Aus welcher Existenz heraus bin ich gestorben, bevor ich hierher kam?“ Da er erkannte: „Aus einer menschlichen Existenz“, untersuchte er weiter: „Wie leben jetzt wohl meine Brahmanin und meine Töchter?“ Da merkte er: „Sie leben kümmerlich, indem sie für andere um Lohn arbeiten“; und er dachte: „An meinem Körper sind goldene Federn, als wären sie von gehämmertem und geschmiedetem Golde. Von jetzt an werde ich ihnen eine Feder nach der andern geben; davon werden meine Gattin und meine Töchter bequem leben.“ Und er flog dorthin und setzte sich auf das Ende des Dachbalkens.

Als die Brahmanin und ihre Töchter ihn sahen, fragten sie: „Woher kommst du, Herr?“ Er antwortete: „Ich bin euer Vater. Nach meinem Tode wurde ich als ein Goldschwan wiedergeboren. Ich bin gekommen, um euch zu besuchen. Von jetzt an braucht ihr nicht mehr für andere um Lohn zu arbeiten und dadurch kümmerlich euer Leben zu fristen. Ich werde euch nämlich eine meiner Federn nach der andern geben; diese verkauft und lebt damit in Bequemlichkeit.“ Und er gab ihnen eine Feder und flog fort. Auf diese Weise kam er immer wieder und gab ihnen jedes Mal eine Feder; die Brahmaninnen aber lebten sicher und bequem. Eines Tages aber sprach die Brahmanin zu ihren Töchtern: „Ihr Lieben, schwach ist der Verstand der Tiere; einmal wird euer Vater nicht mehr hierher kommen. Wenn er jetzt wieder kommt, werden wir ihm alle seine Federn ausreißen und nehmen.“ Jene entgegneten: „Auf diese Weise wird unser Vater geplagt werden“, und gaben nicht ihre Zustimmung. In ihrer Ungenügsamkeit aber sagte die Brahmanin, als eines Tages der Goldschwan wiederkam: „Komm doch her, Herr!“; und als er zu ihr heranflog, packte sie ihn mit beiden Händen und riss ihm alle Federn aus. Diese aber erhielten, weil sie gegen den Willen des Bodhisattva ihm mit Gewalt weggenommen worden waren, alle das Aussehen von Kranichfedern.

Der Bodhisattva breitete jetzt seine Flügel aus, konnte aber nicht fliegen. Darauf setzte sie ihn in ein großes Gefäß und ernährte ihn. Als seine Federn ihm aber wieder wuchsen, waren sie weiß. Nachdem ihm die Flügel wieder gewachsen waren, flog er weg nach seinem Wohnort und kehrte nicht mehr dorthin zurück.

Nachdem der Meister diese Erzählung aus der Vergangenheit beendigt hatte, sprach er: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, ist Thullananda ungenügsam, sondern auch schon früher war sie ungenügsam und ging infolge ihrer Ungenügsamkeit des Goldes verlustig; jetzt aber wird sie infolge ihrer Ungenügsamkeit auch des Knoblauchs verlustig gehen. Deshalb wird sie von nun an keinen Knoblauch mehr essen dürfen und ebenso wie Thullananda ihretwegen auch die übrigen Nonnen. Darum, wenn man auch viel erhält, muss man ein Maß kennen; wenn man aber wenig erhält, so muss man sich mit dem begnügen, wie man es erhalten; weiteres soll man nicht erstreben.“ Nach diesen Worten sprach er folgende Strophe:

    „Was man erhält, damit sei man zufrieden;

    die übergroße Lust von Übel ist.

    Da sie den Schwanenkönig fingen,

    des Goldes gingen sie verlustig.“


Nachdem der Meister dies gesagt und auf mancherlei Art seinen Tadel ausgesprochen hatte, verkündete er eine neue Lehrvorschrift, indem er sagte: „Welche Nonne noch Knoblauch isst, die ist der Sühne schuldig [3].“

Darauf verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war die Brahmanin diese Thullananda, ihre drei Töchter sind jetzt ihre drei Schwestern, der Goldschwankönig aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem Goldschwan




[1] Auf deutsch: „die törichte Nanda“.
[2] Die beiden letzten Namen, die nur eine Umschreibung von Nanda (= „Freude“) sind, stehen nur in einer einzigen Handschrift.
[3] Vgl. die Vorgeschichte zu Jātaka 16, wo auch eine neue Vorschrift in dieser Form gegeben wird.
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GARAHITA-JĀTAKA.
"The gold is mine"
taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from jathakakatha.org , click picture to get the there hosted variate of the story)

"The gold is mine", This story the Master told at Jetavana, about a brother who was downcast and discontent.

This man could not concentrate his mind on any single object, but his life was all full of discontent; and this was told to the Master. When asked by the Master if he really were discontented, he said yes; asked why, he replied t! at it was through his passions. "O Brother!" said the Master, "this passion has been despised even by the lower animals; and can you, a priest of such a doctrine, yield to discontent arising from the passion that even brutes despise?" Then he told him an old-world tale.

_____________________________

Once upon a time, when Brahmadatta reigned over Benares, the Bodhisatta came into the world as a Monkey, in the region of Himalaya. A. woodranger caught him, brought him home and gave him to the king. For a long time he dwelt with the king, serving him faithfully, and he learnt a great deal about the manners of the world of men. The king was

pleased at his faithfulness. He sent for the woodranger, and bade him set the monkey free in the very place where he had been caught; and so he did.

All the monkey tribe gathered together upon the face of a huge rock, to see the Bodhisatta now that he had come back to them; and they spoke pleasantly to him.

"Sir, where have you been living this long time?"

"In the king's palace at Benares."

"Then how did you get free?"

"The king made me his pet monkey, and being pleased with my tricks, he let me go."

The monkeys went on--"You must know the manner of living in the world of men: [185] tell us about it too--we want to hear!"

"Don't ask me the manner of men's living," quoth the Bodhisatta. "Do tell--we want to hear!" they said again.

"Mankind," said he, "both princes and Brahmans, cry out--'Mine! mine!' They know not of the impermanence, by which the things that be are not. Hear now the way of these blind fools;" and he spoke these verses:

"'The gold is mine, the precious gold!' so cry they, night and day:
These foolish folk cast never a look upon the holy way.

"There are two masters in the house; one has no beard to wear,
But has long breasts, ears pierced with holes, and goes with plaited hair;
His price is told in countless gold; he plagues all people there."

[186] On hearing this, all the monkeys cried out--"Stop, stop! we have heard what it is not meet to hear!" and with both hands they stopped their ears tight. And they liked not the place, because they said, "In this place we heard a thing not seemly;" so they went elsewhere. And this rock went by the name of Garahitapiṭṭhi Rock, or the Rock of Blaming.

_____________________________

When the Master had ended this discourse, he declared the Truths and identified the Birth:--at the conclusion of the Truths this Brother reached the Fruit of the First Path:--"The Buddha's present followers were that troop of monkeys, and their chief was I myself."



Die Erzählung von dem Tadel
(Garahita-Jātaka)

„Mein ist das Gold, mein das Vermögen“
entnommen von: www.palikanon.com


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen infolge seiner Nichtbefriedigung unzufriedenen Mönch. Dieser hatte nämlich nicht einen einzigen Stützpunkt gewonnen; als er aber beständig so unbefriedigt war, brachte man ihn vor den Meister. Er wurde vom Meister gefragt: „Ist es wahr, dass du unzufrieden bist?“, und antwortete: „Es ist wahr.“ Auf die weitere Frage: „Warum?“, erwiderte er: „Wegen der Gewalt der Befleckung.“ Darauf sprach der Meister zu ihm: „Diese Befleckung, Mönch, wurde auch früher schon sogar von Tieren getadelt. Du, der du in dieser Lehre Mönch geworden bist, bist infolge der Macht der selbst von Tieren getadelten Befleckung unzufrieden.“ Und nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, wurde der Bodhisattva im Himalaya-Gebirge als ein Affe wiedergeboren. Ihn fing ein Waldarbeiter, der ihn dem Könige brachte. Während er nun lange im Hause des Königs verweilte, war er voll Tugend und erkannte immer besser, was in der Menschenwelt geschehe. Befriedigt über seine Bravheit ließ der König den Waldarbeiter rufen und gab ihm den Auftrag, den Affen wieder dort loszulassen, wo er ihn gefangen. Dieser tat so.

Als die Schar der Affen die Wiederkehr des Bodhisattva erfuhr, versammelten sie sich auf einem großen Steine; sie begannen eine liebevolle Unterhaltung mit ihm und fragten: „Freund, wo bist du während dieser ganzen Zeit gewesen?“ Jener antwortete: „Zu Benares im Palaste des Königs.“ „Wie bist du aber jetzt frei geworden?“ „Der König, der mich zu seinem Spaßaffen gemacht hatte, war über meine Bravheit befriedigt und ließ mich deshalb los.“

Darauf sprachen zu ihm die Affen: „Ihr wisst, was in der Menschenwelt vorgeht. Erzählt es uns gleich; wir möchten es hören.“ Der Bodhisattva erwiderte: „Fraget mich nicht nach dem Tun der Menschen!“ „Erzählet; wir möchten es hören.“ Hierauf sprach der Bodhisattva: „Die Menschen, die Edlen sowohl wie die Brahmanen, sagen: ‘Mein, mein.’ Sie kennen nicht die Unbeständigkeit infolge des Aufhörens der Existenz. Höret jetzt, was diese blinden Toren tun.“ Und nach diesen Worten sprach er folgende Strophen:

    „‘Mein ist das Gold, mein das Vermögen’,
    so sagen sie bei Tag und Nacht.
    Bei diesen Unverständ'gen Leuten
    ist edle Wahrheit unbekannt.


    In jedem Hause sind zwei Herren;
    der eine hat zwar keinen Bart,
    doch Hängebrüste, lange Flechten
    und große Ringe in den Ohren.
    Er ist gekauft um vieles Geld
    und dennoch plagt er jedermann.“


Als dies die Affen hörten, riefen sie: „Erzählt nicht weiter, erzählt nicht weiter! Wir haben etwas gehört, was nicht gehört werden sollte.“ Und sie hielten sich mit beiden Händen die Ohren fest zu. Sie tadelten sogar diesen Ort, indem sie sagten: „An diesem Orte haben wir etwas Unpassendes gehört“, und gingen deshalb anderswohin. Diese Steinfläche aber wurde davon die Tadelsteinfläche benannt.

Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beschlossen und die Wahrheiten verkündigt hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten (am Ende der Verkündigung der Wahrheiten aber gelangte jener Mönch zur Frucht der Bekehrung): „Damals war die Affenschar die Buddhagemeinde, der Affenfürst aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem Tadel

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MAṀSA-JĀTAKA. 1
"For one who is asking,"
taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from jathakakatha.org , click picture to get the there hosted variate of the story)

"For one who is asking," etc.—This was a story told by the Master, while living at Jetavana, as to how the Elder Sāriputta procured dainty fare for some sick Brothers under medical treatment. The story goes that certain of the Brethren at that time at Jetavana, after taking oil as a purgative, wished for some dainty food. Those who ministered to them in their sickness went into Sāvatthi to fetch some dainties, but after going their round for alms in a street in the Cooks' quarters, had to come back without getting what they wanted. Later on in the day the Elder was going into the town for alms and meeting these Brethren asked them why they had returned so soon. They told him

what had happened. "Come then with me," said the Elder, [49] and took them to the very same street. And the people there gave him a full measure of dainty fare. The attendants brought the food to the sick Brethren, and they partook of it. So one day a discussion was started in the Hall of Truth how that when some servants were leaving a town, without being able to get dainty fare for their sick masters, the Elder took them with him on his round for alms in a street in the Cooks' quarters, and sent them home with abundant dainties. The Master came up and inquired the nature of their discussion, and on being told what it was he said, "Not now only, Brethren, did Sāriputta alone obtain food. Formerly also wise men who had a soft voice and knew how to speak pleasantly obtained the same." And then he told a tale of the olden time.

Once upon a time when Brahmadatta reigned in Benares, the Bodhisatta was born as the son of a wealthy merchant.

Now one day a certain deer-stalker had taken venison, and filling his cart with the meat, returned to the city with the intention of selling it. At this time four sons of rich merchants who were living in Benares sallied out of the city, and meeting at some cross roads they sat down and conversed with one another about whatever they had seen or heard. One of these youths on seeing the cart full of meat proposed to go and get a piece of venison from the hunter. The others bade him go and try. So he went up to the hunter, and said, "Hi, Sirrah, give me a piece of meat." The hunter replied, "A man who begs somewhat from another ought to speak with a gentle voice: you shall receive a piece of meat appropriate to your manner of speech." Then he uttered the first stanza:—

For one who is asking a favour, my friend, thy language is coarse in its tone,
Such language deserves coarse fare in return, so I offer thee mere skin and bone.


Then one of his companions asked him what language he had used in begging for a piece of meat. "I said, Hi, Sirrah!" he replied. "I too," said the other, "will beg of him." [50] Then he went to the hunter and said, "O elder brother, give me a piece of venison." The hunter answered, "You shall receive such a piece as the words you have spoken deserve," and he repeated the second stanza:—

The name of a brother a strong link is found, to join those akin to each other,
As thy kind words suggest the gift I should make, so a joint I present to my brother.


And with these words he took up and threw him a joint of venison. Then a third youth inquired with what words the last had begged for the meat. "I addressed him as brother," he replied. "Then I too will beg of him," he said. So he went to the hunter and cried, "Dear father, give me a piece of venison." The hunter replied, "You shall receive a

piece suitable to the words you have spoken," and he repeated the third stanza:—

As a parent's fond heart to pity is moved, the cry of "Dear father" to hear,
So I too respond to thy loving appeal, and give thee the heart of the deer.


And with these words he picked up and gave him a savoury piece of meat, heart and all. Then the fourth of the youths asked the third youth, with what words he had asked for the venison. "Oh I called him "Dear father," he answered. "Then I too will beg a piece," said the other, and he went to the hunter and said, "My friend, give me a piece of meat." Said the hunter, "According to the words you have spoken, shall you receive." And he repeated the fourth stanza:—

A world without friends, I venture to think, a wilderness surely must be,
In that title of friend all that's dear is implied, so I give all the deer unto thee.


Moreover he said, "Come, friend, I will convey all this cartful of meat to your house." [51] So this merchant's son had the cart driven to his house, and he went and unloaded the meat. And he treated the hunter with great hospitality and respect, and sending for his wife and son he took him away from his cruel occupation, and settled him on his own estate. And they became inseparable friends, and all their life long lived amicably together.

The Master, having ended his lesson, identified the Birth: "At that time Sāriputta was the Hunter, and I myself was the Merchant's Son who had all the venison given to him."

Footnotes 32:1 See R. Morris, Folklore Journal, iii. 242.



Die Erzählung von dem Fleisch
(Mamsa-Jātaka)

„Gar barsch, fürwahr sind deine Worte“
entnommen von: www.palikanon.com

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf die wohlschmeckenden Speisen, die der Thera Sāriputta denen geschenkt hatte, die ein Abführmittel eingenommen hatten. —

Damals nämlich hatten im Jetavana einige Mönche ein aus Fett bestehendes Abführmittel eingenommen und sie verlangten nun nach einer den Appetit reizenden Speise. Die Krankenwärter [1] erklärten, sie würden wohlschmeckende Speise [2] holen, gingen nach Savatthi hinein und machten in der Straße ihren Almosengang, in welcher die Häuser der Köche waren. Als sie dort aber keine wohlschmeckende Speise erhielten, kehrten sie wieder um.

Als nun jener Thera etwas später am Tage seinen Almosengang machte, sah er die Mönche und fragte: „Freunde, warum kehrt ihr schon so früh zurück?“ Sie erzählten ihm die Sache. Darauf sprach zu ihnen der Thera: „Gehet also mit mir“, nahm sie mit sich und ging wieder in dieselbe Straße. Die Leute füllten jetzt die Schalen mit wohlschmeckender Speise an und gaben sie den Mönchen. Die Krankenwärter brachten diese in das Kloster und gaben sie den Kranken und diese aßen sie.

Eines Tages nun begannen die Mönche in der Lehrhalle folgendes Gespräch: „Freund, als die Krankenwärter für die Mönche, die ein Abführmittel genommen hatten, keine wohlschmeckende Speise erhielten und umkehrten, hat der Thera sie mitgenommen, ist in die Straße, wo die Köche wohnen, gegangen und hat viel wohlschmeckende Almosenspeise geschickt.“ Da kam der Meister und fragte: „Zu welcher Unterhaltung, ihr Mönche, habt ihr euch jetzt hier niedergelassen? Als sie antworteten: „Zu der und der“, sprach er: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, hat nur Sāriputta Fleisch erhalten; auch früher schon ward dies den Weisen zuteil, die sanft redeten und die geschickt waren, mild zu sprechen.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, war der Bodhisattva ein Großkaufmannssohn. Eines Tages nun hatte ein Gazellenjäger viel Fleisch erbeutet. Er füllte einen Wagen damit und ging in die Stadt, um es zu verkaufen. Damals hatten vier Großkaufmannssöhne, die zu Benares wohnten, die Stadt verlassen und sich in der Nähe der Straße hingesetzt, indem sie über irgendetwas, was sie gesehen oder gehört hatten, sich zusammen besprachen.

Als nun einer von diesen Großkaufmannssöhnen den Wagen mit Fleisch sah, fragte er: „Soll ich diesen Jäger uns ein Stück Fleisch bringen lassen?“ Sie antworteten: „Gehe hin und hole eines.“ Darauf ging er zu dem Jäger hin und sagte: „Holla [3], du Jäger, gib mir ein Stück Fleisch!“ Der Jäger erwiderte: „Wenn man einen andern um etwas bittet, muss man lieb zu ihm sprechen. Du wirst ein deiner Rede entsprechendes Stück Fleisch erhalten.“ Und er sprach folgende erste Strophe:

    „Gar barsch, führwahr, sind deine Worte
    und doch bist du ein Bittender.
    Der Lunge gleicht die Rede dein;
    drum gebe ich dir, Freund, die Lunge [4].“


Darauf fragte jenen der zweite Großkaufmannssohn: „Was sagtest du, als du deine Bitte aussprachst?“ „‘Holla’, sagte ich.“ Jetzt sagte der andere: „Auch ich will ihn bitten“; er ging hin und sprach: „Du mein ältester Bruder, gib mir ein Stück Fleisch!“ Der andere sagte wieder: „Du wirst ein deinen Worten entsprechendes Stück erhalten“, und sprach folgende zweite Strophe:

    „Als Glied am Körper eines Menschen
    bezeichnet oft man seinen Bruder.
    Dem Glied entsprechen deine Worte;
    drum geb ich dir das Fleisch der Glieder.“


Nach diesen Worten hob er das Gliederfleisch heraus und gab es ihm.

Darauf fragte diesen der dritte Großkaufmannssohn: „Was sagtest du, als du ihn batest?“ „‘Bruder’, sagte ich.“ Jetzt dachte der andere: „Auch ich will ihn bitten“; er ging hin und sprach: „Väterchen, gib mir ein Stück Fleisch.“ Der Jäger erwiderte: „Du sollst etwas erhalten, was deinen Worten entspricht“; und er sprach folgende dritte Strophe:

    „Sobald ein Sohn sagt: ‘Väterchen’,
    so rührt er seines Vaters Herz.
    Dem Herzen gleichen deine Worte;
    drum geb ich, Lieber, dir das Herz.“


Nachdem er so gesprochen, hob er mit dem Herzfleisch zusammen das süße Fleisch heraus und gab es ihm.

Ihn fragte der vierte Großkaufmannssohn: „Was sagtest du, als du ihn batest?“ „‘Väterchen’, sagte ich.“ Darauf ging der andere zu dem Jäger, um ihn auch zu bitten und sagte: „Genosse, gib mir ein Stück Fleisch!“     

Der Jäger erwiderte: „Du sollst erhalten, was deinen Worten entspricht“, und sprach folgende vierte Strophe:

    „In wessen Dorf ein Freund nicht ist,
    dem geht 's, wie wenn im Wald er wohnte [5].
    Dem Ganzen gleichen deine Worte;
    drum geb ich dir das Ganze, Freund!“


Nach diesen Worten sagte er: „Komm, Lieber, ich werde diesen ganzen Wagen voll Fleisch in dein Haus bringen.“ Darauf ließ ihn der Bodhisattva seinen Wagen fortfahren, begab sich in sein Haus und ließ ihn das Fleisch vom Wagen herunternehmen. Er erwies ihm alle möglichen Ehrungen. Auch seine Frau und seine Kinder ließ er in sein Haus rufen; ferner bewog er ihn, sein Jägergewerbe aufzugeben, und ließ ihn inmitten seiner eigenen Familie wohnen. Er wurde sein unzertrennlicher Freund und blieb zeitlebens mit ihm in Eintracht beisammen.
 
Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war der Jäger Sāriputta; der Großkaufmannssohn aber, der das ganze Fleisch erhielt, war ich.“

Ende der Erzählung von dem Fleisch


[1] Im Orden Buddhas gab es bestimmte Mönche, welche die Kranken zu pflegen hatten; vgl. „Leben des Buddha“, S. 161.
[2] Gemeint sind pikante Speisen im Gegensatz zu der ziemlich reizlosen Reisnahrung.
[3] Das entsprechende Pali-Wort „are“ wird angewendet, wenn ein Höherstehender einen andern schelten will.
[4] Nach dem Kommentator ist die Lunge der niedrigste Teil des Körpers, weil sie voll Blut ist. Es könnte aber auch das Zwerchfell gemeint sein.
[5] D.h. Wer keinen Freund hat, gleicht dem, der abseits von allen Menschen lebt.
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Re: Weekly Boddhisattva stories -Wöchent. Bodhisattva Erzählung
« Reply #13 on: April 24, 2013, 05:50:28 AM »
TITTIRA-JĀTAKA.
"As died the partridge."

taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from jathakakatha.org , click picture to get the there hosted variate of the story)

"As died the partridge."--This story was told by the Master while at Jetavana, about Kokālika, whose story will be found in the Thirteenth Book in the Takkāriya Jātaka [1].

Said the Master, "As now, Brethren, so likewise in former times, Kokālika's tongue has worked his destruction."

So saying, he told this story of the past.
_____________________________

Once on a time when Brahmadatta was reigning in Benares, the Bodhisatta was born a brahmin in the North country. When he grew up, he received a complete education at Takkasilā, and, renouncing Lusts, gave up the world to become a hermit. He won the Five Knowledges and the Eight Attainments, and all the recluses of the Himalayas to the number of five hundred assembled together and followed him as their master.

Insight was his as he dwelt amid his disciples in the Himalayas.

In those days there was an ascetic suffering from jaundice who was chopping wood with an axe. And a chattering Brother came and sat by him, and directed his work, bidding him give here a chop and there a chop, [432] till the jaundiced ascetic lost his temper. In a rage he cried, "Who are you to teach me how to chop wood?" and lifting up his keen-edged axe stretched the other dead with a single blow. And the Bodhisatta had the body buried.

Now on an ant-hill hard by the hermitage there dwelt a partridge which early and late was always piping on the top of the ant-hill. Recognising the note of a partridge, a sportsman killed the bird and took it off with him. Missing the bird's note, the Bodhisatta asked the hermits why they did not hear their neighbour the partridge now. Then they told him what had happened, and he linked the two events together in this stanza:--

As died the partridge for her clamorous cry,
So prate and chatter doomed this fool to die.


Having developed within himself the four Perfect States, the Bodhisatta thus became destined to rebirth in the Brahma Realm.
_____________________________

Said the Master, "Brethren, as now, so likewise in former days Kokālika's tongue has worked his destruction." And at the close of this lesson he identified the Birth by saying, "Kokālika was the meddling ascetic of those days, my followers the band of hermits, and I their master."
Footnotes

260: [1] No. 481. Kokālika was one of Devadatta's schismatics.



Die Erzählung von dem Rebhuhn
(Tittira-Jātaka)

„Die Rede, allzu laut geäußert“
entnommen von: www.palikanon.com


Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf Kokālika [1].

Dessen Geschichte wird im dreizehnten Buche im Takkariya-Jātaka [Jātaka 481 ] erzählt werden.

Nachdem aber der Meister gesagt hatte: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, ist Kokālika durch seine Rede zugrunde gegangen, sondern auch schon früher ging er dadurch zugrunde“, erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmadatta regierte, nahm der Bodhisattva in einer Brahmanenfamilie des Nordens seine Wiedergeburt. Als er herangewachsen war und zu Takkasilā alle Künste erlernt hatte, gab er die Lüste auf und betätigte die Weltflucht der Weisen. Dabei erlangte er die fünf Erkenntnisse und die acht Vollendungen. Die ganze Schar der Asketen in der Himalaya-Gegend kam zusammen, machte ihn zu ihrem ermahnenden Lehrer und lebte in seiner Gesellschaft. Nachdem er der ermahnende Lehrer von fünfhundert Asketen geworden war, wohnte er am Himalaya, des Glückes der Ekstase sich erfreuend.

Damals nun hatte ein gelbsüchtiger Asket eine Axt genommen und hieb Holz. Ein geschwätziger Asket aber setzte sich in seine Nähe und belästigte ihn, indem er immer sagte: „Schlage hierhin, schlage dahin.“ Er wurde zornig, hob mit den Worten: „Du bist doch jetzt nicht mein Lehrer, von dem ich die Kunst, Holz zu spalten, lernen soll“, seine scharfe Axt und brachte ihn mit einem Schlage ums Leben. Der Bodhisattva aber ließ dessen Leichnam bestatten.

Damals hielt sich unweit der Einsiedelei an einem Ameisenhaufen ein Rebhuhn auf. Es stand früh und spät auf dem Ameisenhaufen und schrie laut. Als ein Jäger dies hörte, dachte er: „Es muss ein Rebhuhn sein“; und er ging dem Schalle nach, tötete das Rebhuhn und ging damit fort. — Als der Bodhisattva dessen Stimme nicht mehr hörte, fragte er die Asketen: „An dem und dem Orte hält sich ein Rebhuhn auf; warum hört man seine Stimme nicht mehr?“ Und sie erzählten ihm die Sache. Da verband er die beiden Begebenheiten und sprach inmitten der Asketenschar folgende Strophe:

    „Die Rede, allzu laut geäußert
    und allzu töricht, allzu lange
    gesprochen, tötete den Toren,
    gleichwie sein lauter Ruf das Rebhuhn.“

Nachdem so der Bodhisattva die vier Vollkommenheiten betätigt hatte, gelangte er in die Brahma-Welt.
 
Nachdem der Meister mit den Worten: „Nicht nur jetzt, ihr Mönche, ist Kokālika infolge seiner Rede zugrunde gegangen, sondern auch schon früher ging er dadurch zugrunde“, seine Lehrunterweisung beendigt hatte, verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war der unfolgsame Mönch Kokālika, die Asketenschar war die Buddhaschar, der Meister der Schar aber war ich.“

Ende der Erzählung von dem Rebhuhn

[1] Kokālika war der bedeutendste Anhänger von Devadatta; vgl. „Leben des Buddha'', S. 180, 187.
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KIṀSUKOPAMA-JĀTAKA.
"All have seen,"

taken from: www.sacred-texts.com


(picture taken from jathakakatha.org , click picture to get the there hosted variate of the story)

[265] "All have seen," etc.--This story the Master told whilst staying at Jetavana, on the Chapter about the Judas tree 1.

Four Brothers, approaching the Tathāgata, asked him to explain the means by which ecstasy may be induced. This he explained. This done, they dispersed to the several places where they spent their nights and days. One of them, having learnt the Six Spheres of Touch, became a saint; another did so after learning the Five Elements of Being, the third after learning the Four Principal Elements, the fourth after learning the Eighteen Constituents of Being. Each of them recounted to the Master the particular excellence which he had attained. A thought came into the mind of one of them; and he asked the Master, "There is only one Nirvana for all these modes of meditation; how is it that all of them lead to sainthood?" Then the Master asked, "Is not this like the people who saw the Judas tree?" As they requested him to tell them about it, he repeated a tale of bygone days.

_____________________________

Once on a time Brahmadatta the king of Benares had four sons. One day they sent for the charioteer, and said to him,

"We want to see a Judas tree; show us one!"

"Very well, I will," the charioteer replied. But he did not show it to them all together. He took the eldest at once to the forest in the chariot, and showed him the tree at the time when the buds were just sprouting from the stem. To the second he showed it when the leaves were green, to the third at the time of blossoming, and to the fourth when it was bearing fruit.

After this it happened that the four brothers were sitting together, and some one asked, "What sort of a tree is the Judas tree?" Then the first brother answered,

"Like a burnt stump!"

And the second cried, "Like a banyan tree!"

And the third--"Like a piece of meat 1!"

And the fourth said, "Like the acacia!"

They were vexed at each other's answers, and ran to find their father. "My lord," they asked, "what sort of a tree is the Judas tree?"

"What did you say to that?" he asked. They told him the manner of their answers. Said the king,

"All four of you have seen the tree. Only when the charioteer showed you the tree, you did not ask him 'What is the tree like at such a time?' [266] or 'at such another time?' You made no distinctions, and that is the reason of your mistake." And he repeated the first stanza

"All have seen the Judas tree--
What is your perplexity?
No one asked the charioteer
What its form the livelong year!"


_____________________________

The Master, having explained the matter, then addressed the Brethren: "Now as the four brothers, because they did not make a distinction and ask, fell in doubt about the tree, so you have fallen in doubt about the right": and in his perfect wisdom he uttered the second verse:

"Who know the right with some deficiency
Feel doubt, like those four brothers with the tree."


When this discourse was ended, the Master identified the Birth: "At that time I was the king of Benares."

Footnotes

184:1 Kiṁsuka = Butea Frondosa.
185:1 It has pink flowers.




Die Erzählung von dem Vergleich mit dem Kimsuka-Baum
(Kimsukopama-Jātaka) [1]

„Ihr alle saht den Kimsuka“
entnommen von: www.palikanon.com

Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf das Lehrstück von dem Vergleich mit dem Kimsuka-Baume. Vier Mönche nämlich waren zum Vollendeten hingegangen und hatten um einen Betrachtungsstoff gebeten. Der Meister setzte ihnen ihren Betrachtungsstoff auseinander. Nachdem sie ihren Betrachtungsstoff erhalten, gingen sie an die Plätze, an denen sie sich bei Tage und bei Nacht aufzuhalten pflegten. Der eine von ihnen erfasste die sechs Arten der sinnlichen Eindrücke [2] und gelangte dadurch zur Heiligkeit, der zweite die fünf Khandhas, der dritte die vier Elemente, der vierte die achtzehn Hauptbestandteile [3]. Sie meldeten aber dem Meister die Sphäre, die jeder von ihnen erreicht hatte.

Da stieg nun in einem Mönche folgender Gedanke auf: „Für alle diese Betrachtungsstoffe gibt es nur ein einziges Nirvana; wie sind sie alle zur Heiligkeit gelangt?“ Und er fragte den Meister. Der Meister erwiderte: „Gibt es einen Unterschied zwischen dir und den Brüdern, die den Kimsuka-Baum gesehen?“ Als die Mönche ihn daraufhin baten: „Erzählt uns, Meister, diese Geschichte“, erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.

Als ehedem zu Benares Brahmudatta regierte, hatte er vier Söhne. Eines Tages riefen sie den Wagenlenker herbei und sagten zu ihm: „Freund, wir möchten gerne einen Kimsuka-Baum sehen; zeige uns einen Kimsuka-Baum!“ Der Wagenlenker erwiderte: „Gut, ich werde euch einen zeigen.“ Doch ließ er sie nicht alle vier zusammen den Baum sehen, sondern ließ zuerst den ältesten Sohn auf dem Wagen Platz nehmen und brachte ihn in den Wald. Hier zeigte er ihm, indem er sagte: „Dies ist der Kimsuka“, den Baum zu einer Zeit, da der Stamm ausschlug, dem zweiten zu der Zeit, da junges Grün daran war, dem dritten, als der Baum blühte, dem vierten, als er Früchte trug.

In einer andern Zeit saßen einmal die vier Brüder zusammen und begannen ein Gespräch darüber, wie der Kimsuka-Baum aussehe. Da sagte der eine: „Wie eine verbrannte Säule“, der zweite sagte: „Wie ein Bananenbaum“, der dritte: „Wie ein Stück Fleisch [4]“, der vierte: „Wie ein Sirisa-Baum [5].“ Unbefriedigt über ihre gegenseitige Rede gingen sie darauf zu ihrem Vater hin und fragten: „Fürst, wie sieht der Kimsuka-Baum aus?“ Als er entgegnete: „Was habt ihr gesagt?“, verkündeten sie dem Könige, wie sie ihn beschrieben hätten. Darauf sprach der König: „Ihr habt alle vier den Kimsuka-Baum gesehen; doch habt ihr den Wagenlenker, als er euch den Kimsuka-Baum zeigte, nicht nach der Unterscheidung gefragt, wie der Baum zu der und der Zeit aussehe. Daher kommt euer Zweifel.“ Nach diesen Worten sprach er folgende erste Strophe:

    „Ihr alle saht den Kimsuka;

    woher kommt jetzt der Zweifel euch?

    Denn ihr habt nicht für alle Fälle

    beim Wagenlenker nachgefragt.“


Nachdem der Meister diesen Sachverhalt gezeigt, fuhr er fort: „Wie, ihr Mönche, diese vier Brüder, da sie nicht nach der Verschiedenheit fragten, über den Kimsuka-Baum in Zweifel gerieten, so ist auch dir über diese Lehre ein Zweifel aufgestiegen.“ Und danach sprach er, der völlig Erleuchtete, folgende zweite Strophe:

    „So geht es auch bei der Erkenntnis.

    Wer da die Wahrheit nicht versteht,

    der zweifelt an den Wahrheiten,

    wie an dem Kimsuka die Brüder.“


Nachdem der Meister diese Lehrunterweisung beendigt, verband er das Jātaka mit folgenden Worten: „Damals war ich der König von Benares.“

Ende der Erzählung von dem Vergleich mit dem Kimsuka-Baum

[1] Dies ist der Baum Butea frondosa.
[2] Nämlich außer den Eindrücken durch die fünf Sinne noch den Eindruck durch den Geist.
[3] Damit sind die an erster Stelle genannten sechs Arten der sinnlichen Eindrücke gemeint mit je drei Unterabteilungen.
[4] Wegen der rötlichen Farbe der Blüten.
[5] Dies ist der Baum Acacia sirisa.
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December 17, 2017, 05:13:40 AM

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Johann

December 01, 2017, 11:19:47 AM
ចូលបន្ទប់ ព្រះត្រៃបិដកភាសាខ្មែរ . ផ្នែកខាងឆ្វេងមាន
 

Chanroth

December 01, 2017, 05:31:53 AM
ខ្ញុំកណារកមិនឃើញ កន្លែងមហាវគ្គទេសូមជួយប្រាប់កណាផង :-*
 

Chanroth

December 01, 2017, 05:29:34 AM
 :-* :-* :-* ខ្ញុំកណាសូមអគុណ
 

Johann

November 30, 2017, 10:49:09 AM
ពាក្យ "ញោម "។ ឣត្ថន័យ (អថន័យ!) មិនពិតប្រាកដ សំរាប់ អាត្ម។
 

Johann

November 30, 2017, 10:22:55 AM
Ñoma Chanroth.
 

Chanroth

November 30, 2017, 08:44:19 AM
ខ្ញុំព្រះករុណាសូមថ្វាយបង្គំមលោកម្ចាស់ Johann :-* :-* :-*
 

Chanroth

November 30, 2017, 08:40:12 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

November 26, 2017, 04:09:56 PM
Sadhu! Nyom Marcel.
 

Marcel

November 25, 2017, 10:59:50 PM
 :-* einen verdienstvollen uposatha allen  :-*
 

Marcel

November 15, 2017, 10:28:45 AM
 :-* ehrwürdiger samana johann  :-*
 

Johann

November 15, 2017, 10:22:52 AM
Nyom Marcel.
 

Sophorn

November 10, 2017, 09:42:54 PM
 :-* :-* :-*
Versucht mit laptop einzuloggen, aber die Updates ziehen sich dahin...
Möge der heutige Uposatha ein Tag der Erkenntnis und des Segens sein.
 :-* :-* :-*
 

Marcel

October 31, 2017, 05:36:49 AM
 :-*ehrwürdiger samana johann :-* ich hoffe, es geht ihnen gut und die dhamma-praxis schreitet vorran!
 

Johann

October 30, 2017, 01:48:18 AM
Nyom Sophorn.
 

Maria

October 25, 2017, 05:08:34 PM
Danke geht allen gut. Werther Bhante hoffentlich auch ?
 

Johann

October 25, 2017, 04:39:43 PM
Maria.
Familie und Freunden geht es gut? Nyom Maria selbst wohl auf, gesund?
 

Johann

October 19, 2017, 02:41:38 PM
Wenn jemand über das Layout des Entwurfes blicken möchte, ob es im eigenen Browser paßt und übersichtlich ist: Wisdom
 

Johann

October 16, 2017, 05:40:03 PM
Sokh chomreoun, Nyom. (Mag sukha sich für Nyom mehren). Thoamada (Dhammada - naturly, gewohnt). At mean ay pisech te (nichts besonders). Klach dukkh, klach sokh (wohl und weh wechseln sich ab). Nyom sokh sabay dea te? Sokh leumom dea te?
 

Marcel

October 16, 2017, 04:13:43 PM
 :-* ehrwürdiger samana johann! wie ist ihr befinden?  :-*
 

Marcel

October 07, 2017, 01:56:00 PM
 :-* :-* :-*
 

Johann

October 07, 2017, 02:48:39 AM
Der Tathagata tut das, wenn man ihn in seinem Dhamma sieht, und dieser, entgegen Personen, kommt auf wenn man ihn nährt, und einmal da, geht er für einen nicht mehr verloren, bleibt Tor zur Todlosigkeit.
 

Marcel

October 06, 2017, 11:37:24 PM
 :-*
 

Marcel

October 06, 2017, 11:36:31 PM
 :-* ehrwürdiger samana johann :-* mögen sie noch lange leben,   für das wohl vieler.... anumodana, ich freue mich sehr! sie decken auf, was vorher verdeckt. so das vijja entstehen kann, und avijja gehen muss!! geht direkt ins herz!
 

Johann

October 06, 2017, 04:19:37 PM
Nyom Marcel.
 

Sophorn

September 28, 2017, 03:51:05 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

September 27, 2017, 12:17:53 PM
Nyom Sophorn, Roben mag man immer geben können. Im Monat nach dem Vassa Ende, ist es für jene Mönche, die den Vassa gehalten haben, möglich und einfacher für den Eigenbedarf Roben anzunehmen.
 

Sophorn

September 27, 2017, 07:01:23 AM
Bhante, ist dann die Robengabe möglich ab dem 5. Okt. bid zum nächsten Vollmond oder darf man auch danach Roben geben? :-*
 

Sophorn

September 27, 2017, 05:44:45 AM
Wie geht es Bhante heute? Haben die Tropfen geholfen?
 ::) :-*
 

Johann

September 05, 2017, 01:21:44 AM
Gerestet: funktioniert tadellos. Nochmal alle Zugangsdaten gemailt, Nyom.
 

Sophorn

September 04, 2017, 02:06:42 PM
Kana hat mit U. Chamroeun das Login mit neuem Passwort erfolglos versucht.
Daraufhin versuchten kana das über die Veränderung über E-mail, aber da erschien, dass die E-mailadresse nicht gültig war (die hatten Bhante auch an kana in der Mail bestätigt)
 :-* :-* :-*
 

Johann

September 04, 2017, 11:52:03 AM
Sollte email im Posteingang haben, Nyom Sophorn.
 

Johann

September 04, 2017, 11:41:14 AM
Kann nicht antworten auf was, Nyom Maria? Was und wo genauer?

Nyom Sophorn. Nyom Chomroeun kann kurzlich email Daten bekommen. Mal annehmend das PW auch vergessen, (abgesenhen von der Möglichkeit, link zu drücken wenn) wird Atma ein neues anlegen und ihm mailen.
 

Maria

September 04, 2017, 11:30:41 AM
 :-*
Werther Bhante , selbiges Problem was ich schon einmal hatte, Login geht aber kann nicht antworten, bin am Nachmittag bei neuen Computer, dieser hier ist schon über 12 Jahre alt.
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:23:14 AM
Kana hat das File runtergeladen und U. Chamroeun gegeben,  der sich um die Kprrektur annehmen möchte. Kana wird auch gern das File den anderen Schülern zum Lesen teilen. Ev. sehen mehr Augen mehr.
 :-* :-* :-*
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:17:06 AM
Verehrter Bhante, Chamroeun kann sich nicht einloggen. Ist das Passwort für E-mail oder sangham.net? In beiden Fällen haben kana das erfolglos probiert.
 :-* :-* :-*
 

Sophorn

September 04, 2017, 11:08:26 AM
 :-* :-* :-*
 

Johann

August 20, 2017, 01:37:40 AM
Es ist vielleicht gut eine Pause zu tun, doch kann es gut sein, daß man nicht zurückkehrt, für ein gutes oder schlechtes, für sich selbt und andere. Gut dort wo gut genährt und unterstützt und for allem Konzentration steigt, oder dort wo satt in jeder Hinsicht.
 

Johann

August 10, 2017, 11:31:40 AM
Wenn jemand Lust hat, oder anderen etwas Gutes oder Besseres tun kann und möchte: Korrekturlesen http://sangham.net/index.php/topic,1018.msg9625.html#msg9625 Baue nach und nach, so gut wie möglich ein auf ZzE.
 

Johann

August 07, 2017, 02:24:55 AM
Einen ausübungsreichen Vollmond-Uposatha and Gelegenheit die Mönche zu besuchen wünscht meine Person.
 

Sophorn

July 25, 2017, 03:59:03 PM
... versteht und womöglich sieht, wenn er nicht den Weg hierher
findet.

Großer Dank an alle im Hintergrund.

Mögen all diese Früchte vielfach zurückkommen und inspirieren.

Ayu vanno sukkham balam

 :-* :-* :-*
 

Sophorn

July 25, 2017, 03:55:25 PM
 :-* :-* :-*
karuna tvay bongkum Preah metschah

Herzliches Hallo an alle nach sehr langem!

Ein herzliches Dankeschön aus tiefsten Herzen an alle, die sich hier aktiv und indirekt hier beteiligen. Vor allem ein großes Sadhu an Bhante, der unvergleichliche Arbeit leistet, die kaum jemand ver
 

Johann

July 24, 2017, 03:15:56 AM
Fehlinvestition: Was immer man nicht in die Juwelen, in den Pfad investiert, ist vergeude Mühe, schnurrr einen fest im Rad des Leidens. Prüfen Sie es!   :) Wiederholungstäter...
 

Johann

July 17, 2017, 01:50:17 AM
Moritz
 

Moritz

July 16, 2017, 02:28:02 PM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 14, 2017, 07:07:17 AM
Moritz. Gut ihn früh Morgens und nicht bis in den frühen Morgen zu sehen.
 

Moritz

July 14, 2017, 07:03:53 AM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 13, 2017, 08:12:46 AM
Moritz.
 

Moritz

July 13, 2017, 07:42:39 AM
Chom reap lea
_/\_
 

Moritz

July 13, 2017, 07:40:46 AM
Namasakara, Bhante _/\_
 

Johann

July 08, 2017, 02:26:09 AM
Vor mehr als 2500 Jahen wurde a diesem Vollmondtag das Rad des Dhammas in bewegung gesetzt. Anumodana!

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